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Der Ausverkauf
In Sachsen hat
man - Wer denn eigentlich? Politiker, die als Wahlbeamte mal eben
auf diesem Posten waren? - beschlossen, überall zu sparen. Bei
Lehrern, bei Schulen, bei Kindergärten und anderen sozialen
Bereichen. Zugestimmt hat dem allem die CDU. Danke aber auch. Habt
ihr keine Kinder?
Da werden
Statistiken bemüht, Schulnetzplanungen Landkreisen aufgehalst, die
sowieso nichts entscheiden dürfen, dafür aber den Ärger einstecken
und so ein Ringelreihen inszeniert, das die Quadratur des Kreises
fast ermöglicht. Weil: Auf diese Weise kann man den schwarzen Peter
jedem unbeschadet zuschieben. Das Land den Kreisen, der Kreis den
Kommunen, die Kommunen dem Land oder dem Kreis, die Eltern der
Gemeinde, die Gemeinde den Lehrern oder den Finanzen und so weiter.
Zugegeben -
keine Kinder, keine Schule. Aber mit dem Wegfall solcher
Einrichtungen nähern wir uns mit großen Schritten industrieller
Anonymität und Vereinsamung. Individualität bedeutet auch
Gemeinsamkeit. Fällt die Gemeinsamkeit weg, dann verliert die
Gesellschaft an Substanz, zerbröselt und nähert sich einem nicht
mehr kontrollierbaren Gebilde von Einzeltätern.
"Warum hat der
das nur getan?"
Ganz einfach. Wo
ausschließlich Geld regiert, wo die Spende zum Delirium wird, wo die
einfachsten Regeln menschlichen Zusammenlebens nicht mehr gelehrt
werden, dort wird alles, was wir uns nicht wünschen, möglich sein.
Man kann aber mal eben eine Sonderkommission zur lückenlosen
Aufklärung bilden.
Diesen Zustand
zu ändern, diesen Auftrag hätten eigentlich die vom Volk gewählten
Politiker. Aber sie tun es nicht, oder können es nicht, oder wollen
es nicht - wie auch immer. Aber sie könnten ja mal einen Lehrer
fragen, was der für sinnvoll hält. Vielleicht zu einer vernünftigen
Klassenstärke?
Diese Volksvertreter sind auch mal
in die Schule gegangen. Hassen sie sie so, dass sie ihr jetzt den
Todesstoß versetzen?
Und darum sehe
ich die Zukunft immer schwärzer. |