| Wider die Sprachqual ... einige Überlegungen |
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"Wenn eine Theorie quer zur Wirklichkeit liegt,
könnte es sein, dass mit der Theorie etwas nicht stimmt."
(Gerhard Schröder, Bundeskanzler bis Herbst 2005)
"Eine Diskussion ist unmöglich mit jemandem, der vorgibt, die Wahrheit
nicht zu suchen, sondern schon zu besitzen."
(Romain Rolland)
Wer befürwortet so etwas? A(Ä)rzt(e)Innen ...
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| Die Thesen |
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Wer die von mir zurzeit vertretene Meinung zuerst
lesen will ...
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| Die Gesetze und die Vorschläge |
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Die gesetzlichen Grundlagen und die Schwierigkeiten
des Gesetzgebers - oder müsste es Gesetzgeberin heißen? Sagen wir
lieber: Der Gesetzgeber ...
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| Missachtung oder gezielte Diskriminierung
in der Sprache? |
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Manchen Menschen bereiten anredende Worte wie Frau,
Herr oder Dame tatsächlich Probleme und sie lesen daraus gezielte
Diskriminierung der Geschlechter.
Sie bedauern sogar, dass die Bezeichnung Mensch allgemein für Frauen und
Männer verwendet wird ...
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| Der gewollte Irrtum ...
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Eine der entscheidenden Forderungen der Sprachverbesserer
beruhen schlicht auf einem
(gewollten) Irrtum. Alle Argumente täuschen nicht darüber hinweg, dass
Realität und Folgen der Umsetzung der Forderungen mehr Probleme als
Lösungen schaffen.
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| Ungleiche Behandlung der Geschlechter? |
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Werden Frauen in der Sprache diskriminiert?
Was wir heute sprechen, beruht auf allgemeingültigem
Sprachgebrauch. Der der Frauen und der der Männer. Frauen benutzen
insgesamt einen anderen Wortschatz als Männer, tendenziell verfügen sie
in traditionell weiblichen Bereichen über ein reicheres und präziseres
Vokabular, während sie sich in traditionell männlichen Bereichen weniger
präzise ausdrücken. Dabei sind Männer in
der Regel maulfauler. Vielleicht heißt es deshalb so schön: Muttersprache?
Einige Frauen sehen sich geradezu verfolgt, andere gehen das Thema
sachlicher und subtiler an.
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| Die Hauptkritik der Feministinnen |
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Die Frauen sehen sich "nicht mitgemeint" ...
... "Es besteht kein
Zweifel daran, dass die Frau sprachlich (natürlich auch in jeder anderen
Hinsicht) extrem benachteiligt ist." Luise
Pusch
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| Obstruse
Interpretationen der
"frauenfeindlichen" Männersprache |
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Wussten Sie, dass die Männer Freitag den 13. als
Unglückstag zur Diskriminierung der Frauen ins Leben gerufen haben?
... oder dass die höfliche Anrede "Damen" nichts als ein verstecktes
"dämliche Frau" ist?
... und obwohl angeblich das Denken der Männer sich zuallererst um Sex
mit Frauen dreht, die Frauen von ihnen im Denken und Sprechen ständig
ausgeschlossen werden?
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| Die Realität der Sprachvergewaltigung |
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Feministinnen haben es, zumindest in
manchen Behörden, geschafft, den Duden
als Regelwerk zum Teil abzuschaffen. Andere, ohne nachzudenken und ohne
sich damit zu beschäftigen, haben dem ständigen Dauerfeuer der
Forderungen nachgegeben ...
Aber das Streben nach Frieden und Ruhe hat seinen Preis ...
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| Wenn wir konsequent werden
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Wird man konsequent, dann tauchen in der
Sprache richtig lustige Verballhornungen auf ...
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| Das viel geschmähte maskuline Genus
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Manche Sinnverzerrung kann einfach herbeigeredet
werden. Aber an welcher Stelle wird die Forderung nach Änderung der
Sichtweise sinnvoll ...? Könnte sein, dass die Wahrheit nicht in der
Sprache, sondern ausschließlich im Auge der Betrachterin liegt und
keinerlei Allgemeingültigkeit hat?
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| Das verteufelte "man" |
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Das von
einigen Frauen geschmähte
aber geschlechtlich verallgemeinernde Pronomen "man" ist keineswegs, wie von
den Hardlinerfeministinnen
behauptet, gleichzusetzen ist mit dem Substantiv "Mann". Obwohl, die
Buchstabenfolge, wenn man sie herbeiredet, eine solche Assoziation
vermuten lassen könnte. ...
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Die Inkonsequenz der
feministischen
Forderungen |
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Die Gleichstellung in der Sprache wird von Vertretern
des linguistischen Feminismus so halbherzig, einseitig und subjektiv
betrieben, dass ich schlicht dagegen bin.
Auffällig bei Untersuchungen der feministischen
Forderungen zur Abschaffung des gleichberechtigten maskulinen Genus ist
eine vorwiegende, aber nicht ausschließliche Konzentration auf den Buchstaben R. Überall dort, wo er
in der Einzahl den Mann definiert und in der Mehrzahl wieder auftaucht,
wird das Wort verteufelt und als nicht mehr geschlechterneutral
gemeuchelt. Der Lehrer - die
Lehrer ... jetzt soll ein Innen her! Der Mensch - die Menschen ... Da
haben wir die erste Ausnahme ...
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| Neuer Sexismus,
Apartheit und Diskrimierung in der Sprache? |
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Die Forderungen spalten, diskriminieren und schaffen
auch sonst grammatische Unklarheit ...
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Die fatalen Folgen für unsere
Sprache |
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Sprache ist nicht tot. Sie unterliegt ständigen
Veränderungen. Und trotzdem gibt es ein paar Grundregeln, an denen muss
man nicht zwanghaft rütteln, es sei denn ...
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| Was zwei
Frauen aus der Duden-Redaktion dazu meinen ... |
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Auch aus Sicht der Dudenredaktion gilt für das
gesamte Problem der sprachlichen Gleichstellung: Der Kreativität der
Formulierenden sind (außer den orthographischen) keine Grenzen gesetzt
... und
... Da es sich beim Phänomen der PC (Political
Correctness) nicht in erster Linie um eine Sprachreform, sondern
um eine sozialkritische Bewegung handelt , deren Ziele jenseits der
Sprache im Raum der politischen Bewusstseinsbildung liegen, setzt die
fundamentale Kritik an der PC hier an...
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| Die neue
Bibel |
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Ich bin gläubig erzogen worden war es sicher eine
zeitlang. Heute habe ich mehr Frage- als Ausrufezeichen und mit der
Bibel verbindet mich keine seelische Verwandtschaft mehr. Darum könnte mir die neue
"Bibel in gerechter Sprache" auch eigentlich egal sein ... Wenn Sie
denn wirklich gerecht wäre.
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| Es bleibt schwierig |
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Die Sache mit der Sprache lässt sich nicht mit einem
Federstrich zuende bringen. Die Qualen im Detail sind unendlich ...
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Quellenhinweise |
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