| Das Genus |
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In der Grammatik wird das Genus (lat. Geschlecht, Pl.:
Genera) auch als grammatisches Geschlecht bezeichnet.
Geschlecht ist hier nicht als 'biologisches Geschlecht' zu
verstehen, sondern als Klassifizierungsbezeichnung. Wenn man also sagt,
ein Wort weise ein bestimmtes Genus auf, heißt das, es gehört zu
einer bestimmten Klasse von Wörtern, die sich grammatisch gleich
verhalten.
In der europäischen Grammatiktradition werden
die verschiedenen Genera irreführenderweise mit Termini wie
Maskulinum, Femininum und Neutrum
bezeichnet, die einen Zusammenhang zum biologischen Geschlecht
(vergleiche Sexus) nahe legen.
Ein solcher Zusammenhang ist im Bereich der Wörter, die belebte Wesen
bezeichnen, zwar sehr häufig, aber keineswegs zwingend, denn das
Mädchen ist weiblich, obwohl es im Neutrum steht (der Artikel
bezieht sich hier auf den Diminutiv, welcher immer
sächlich ist); ein Kind ist entweder männlich oder weiblich,
obwohl es immer im Neutrum steht; ein Gast, eine Geisel
oder eine Person können männlich oder weiblich sein, obwohl das
Substantiv immer im Maskulinum oder Femininum steht.
Die Feministische
Linguistik hat darauf aufmerksam gemacht, dass aufgrund dieser
Problematik eine Wahrnehmungsverzerrung stattfinden würde, die insbesondere
immer dann zusätzlich verstärkt wird, wenn das spezifische Maskulinum
nicht gekennzeichnet wird.
Der Hauptkritikpunkt der feministischen Linguistik an
der deutschen Sprache richtet sich also gegen den Gebrauch des
generischen Maskulinums.
Das Ergebnis wäre die Abschaffung des "allgemeinen Menschen".
Kommentar: Wer es unterstellt, kann es begründen.
Begründen kann man überhaupt alles. Irgendwie.
zitiert nach
http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite |
| Ich verweigere mich! |
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Bei allem Respekt und aller Unterstützung - ich wehre mich
aber gegen
eine sprachliche Regelung,
die ursächlich die Frage nach der "Benachteiligung der
Frau im generischen Maskulinum" stellt, den geschlechterneutralen Plural falsch interpretiert und abschaffen
will. Diese
feministische Unterstellung lehne ich inzwischen
aus verschiedenen Gründen ab.
Bei aller Änderung der Sprache soll eine Gleichberechtigung erreicht
werden. Nicht ihr Gegenteil. Die Abschaffung des Menschen kann nicht
Ziel der sprachlichen Erneuerung sein. Eine Umgestaltung der Sprache zur Mühseligkeit schon gar nicht. |
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Ein Mensch, der liest, ist ein Leser, einer, der
singt, ein Sänger und einer, der arbeitet, ein Arbeiter.
Diese traditionelle Schreib- und Denkweise mag im strengen
feministischen Blickwinkel Stein des Anstoßes sein, da sich inzwischen
weibliche Personenbezeichnungen in der Sprache gebildet haben.
Aber noch einmal: Ich wende mich gegen die Beidnennung im Plural
bzw.
die so genannte Paarbildung,
die die Sprache so verunstaltet. |