| Wie ich zerkochte
Dass ich gern koche, habe ich
hier überall hinterlassen. Aber noch nie verraten, wie die Anfänge
anfingen.
Mein Vater hat Bratkartoffeln gezaubert, die waren köstlich ohne Ende.
Und weil mir das eine Lehre war, habe ich mir in den ersten
Studentenwochen, das war bei Mücke in der Wohnung in Berlin, da wohnte
ich mit meiner Exverlobten. weil ich nicht ins Studentenwohnheim ziehen
wollte.
Also, da habe ich meinen ersten Bratkartoffelversuch gestartet.
Von Muttern wusste ich, dass das aus gekochten, übrig gebliebenen
Kartoffeln mit Zwiebeln und Margarine gemacht wurde. Und als Krönung
wurde ein Ein darüber geschlagen und mitgebraten. Zum Schluss.
Erste Aktion: Kartoffeln kochen.
Zweitens: Die Kartoffeln in Scheiben schneiden und braten.
Drittens: Die Kartoffeln wurden nicht knusprig. Heute weiß ich, dass ich
sie zu lange gekocht hatte und sie noch zu viel Flüssigkeit enthielten.
In meiner Experimentierfreudigkeit aber habe ich mir gedacht: Die Eier werden's schon richten. Also ein Ei reingedonnert. Wurde nicht knusprig.
Ein zweites und ein drittes Ei - Dann hatte ich eine Art Kartoffelbrei.
Ich hab's weggeworfen.
Erinnern kann ich mich auch an meine ersten Krautrouladen. Bei Mutti
waren die immer köstlich. Was ich nicht wusste war, dass man den Kohl
vorkochen muss. Es ist mir trotz viel Fadens nicht recht gelungen, die
harten Blätter zu wickeln. Die sind einfach immer zerbrochen.
Dafür hat sich meine Frau gekringelt. Bei ihr ging das ganz leicht. Das
muss so 1974/75 gewesen sein.
Ich erinnere mich nur deshalb daran, weil ich Kohlrouladen das zweite
Mal erst November 2006 wieder gemacht habe.
Mit weichen Blättern ... |