Mit den Augen eines Mannes
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(So ein paar Gedankensplitter, an denen ich manchmal herumschreibe. Begonnen habe ich 2003.)

Prolog
Wie es entstand
Die Frauen und die Männer in der Geschichte
Die Frau in der Ehe
 Der Plural und die Gleichberechtigung
Die Sache mit dem Bier und andere Gespräche
Die Frau beim Einkauf
Die lustigen Weiber
Der unanständige Blick
Die Folgen des Emanzenfeldzuges

Der gute Zuhörer
Die Reizboten und die Werbung

Kontaktanzeigen sind geil
Das perverse Internet
Die Fehlinterpretation

 

Prolog

Eine Karawane zieht durch die Sahara. Die Männer sitzen auf den Kamelen, die Frauen laufen nebenher.
"Nimmt man denn hier keine Rücksicht auf das schwache Geschlecht?", will ein Tourist wissen.
"Ganz im Gegenteil", antwortet eine der Frauen, "wir wollen abends keine müden Männer..."

Ja, so gefällt es mir ...

... jedoch: Der Mann ist so beschaffen, dass er dem vernünftigsten Argument eines Mannes widersteht, aber dem unvernünftigsten Blick einer Frau erliegt. So geschieht es eben, dass, wie sehr ich den Blickwinkel auch verändere, Frauen  Macht über mich besitzen. Darum entstanden diese kleinen Augenblicke mehr aus der Sicht des Beherrschten und die Seitenhiebe sind so schwach, dass man sie kaum spüren wird. Und wenn, dann hoffentlich mit demselben Augenzwinkern wie ich.

Wie es entstand

Ein fleißiger Angestellter sitzt vor seinem Schreibtisch auf einem Bürosessel. Oder sollte man besser sagen: In einem Sessel? Ausgebreitet sind allerlei Papier und Akten und Vorgänge, die der Bearbeitung harren. Schließlich befinden wir uns in einer Behörde des öffentlichen Rechts. Es ist ein Landratsamt. Der Flachbildschirm leuchtet in angenehmem Abstand, die Pflanzen verbreiten ein gutes Raumklima.
Der Sitzer bin ich.
Mir gegenüber, ein wenig verdeckt durch das von mir angehäufte Blattgrün, blättert meine Kollegin in Dokumenten. Fleißig und still. Ihre Brille ist nicht verrutscht. Unter der Achsel keine Schweißflecken. Ein friedliches Bild.

Da betritt eine Mitarbeiterin das Zimmer. "Hallo ihr zwei. Ich bringe was wieder."

Ich lächle. "Hervorragend." Und weil es heiß ist, als anknüpfende, freundliche Floskel füge ich hinzu: "Und - wie geht es dem Ventilator?" Sie hat in ihrem Raum einen großen stehen, so auf einem Bein.
Dazu muss man wissen, dass die Hitzeperiode 2003 die Leute auf lustige Gedanken gebracht hatte, sich Kühle zuzuschanzen. Unter anderem mit Ventilatoren.
"Sehr gut – ich habe einen."
Ich hebe meinen kleinen Batterie getriebenen Plastewedler hoch. "Ich auch!"
Sie sieht sich den surrenden Winzling skeptisch an (Eine andere Kollegin hat mal gesagt: "Der klingt ja wie ein Vibrator!" Von der hätte ich auch nie gedacht, dass sie sich damit auskennt und womöglich auch noch benutzt.), macht dann eine eindeutige Geste mit der Hand unter ihren Rock und meint: "Der ist nur gut für hier unten zu verwenden." Sagt es, grinst und rauscht hinaus.
Ich stelle mir das vor. Also, wie sie den Wedler richtig unter den Rock zwischen ihre Beine schiebt und sich dort kühlen lässt.

"Da muss sie aber unten sehr feucht sein", meint da trocken meine Kollegin. "Da kann sie sich ja das Vorspiel schenken." Die plötzlich hervor schießende vornehme Röte in ihrem Gesicht ist kaum zu übersehen.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich im Stillen an die Seriosität beider Frauen geglaubt. Manierlich zurückhaltend, keine schmutzigen Witze oder Anzüglichkeiten … Aber dieses kleine Gespräch hat mich so verblüfft, dass mir spontan der Titel dieses Buches einfiel. Es hat mir auf besondere Weise die Augen geöffnet.

Als ich mit meiner persönlichen Kollegin anfing zu arbeiten, hatte sie mal aus einem normalen Gegenüber ein widernatürliches Rücken-ansehen-ist-gut gemacht und ihren Arbeitsplatz umgebaut. Ich durfte sie fortan von hinten anstarren. Die Frauenbeauftragte unterstützte das. Zumindest verbal mit "Ich finde das gut."  Die Begründung war fadenscheinig ... Nach unserem Umzug war diese für mich unschöne Aktion wieder vom Tisch. Aber sosehr ich auch gebuhlt habe - es ist ihr nie gelungen, mich mal im Krankenhaus zu besuchen, obwohl sie etwa sechzig Mal mit ihrem Auto so knapp hundert Meter an mir vorbeigefahren ist. Ich habe es nie begriffen, dass sie nicht wenigstens der Form halber einmal für eine Minute guten Tag gesagt hat.  Als ich diesen meinen Arbeitsplatz eigentlich ungern und unter Druck verlassen habe, hätte sie wahrscheinlich nie vermutet, dass genau dieses Verhalten den eigentlichen Ausschlag dazu gegeben hat. Dabei war sie eigentlich offen, warmherzig, tolerant, intolerant, liebensgewürzig, aufgeregt, in sich gefangen, konnte spreuseln wie ein Rohrspatz, war zuverlässig ...

Liebe Frauen, Frauenzimmer, Weiber, Weibsbilder, Mamsellen, Gleichstellungsbeauftragte und Emanzen sowie Frauenfreunde – ich habe nichts gegen das weibliche Geschlecht. Ich will mit keinem Wort gegen sie reden. In meinem Textverarbeitungsprogramm bietet der Thesaurus als Synonym für Frau sogar "Krone der Schöpfung" an. Kein frauenfeindliches Wort soll hier erscheinen, kein frauenfeindlicher Satz oder gar eine Meinung. Wo kämen viele meine Freuden und Enttäuschungen her wenn nicht von den Frauen? Ich kann mit ihnen arbeiten, scherzen und lachen, ich lebe meine Sexualität mit Frauen aus (Tut mir Leid, aber ich gehöre noch zur Sorte heterosexueller Männer. Ob wir bald aussterben?) – schlicht: Ich verehre die Frau als besonders verehrungswürdige Wesenheit. Ausnahmen haben auch die Regel. Manche jedoch bald nicht mehr.

Aber ich habe stets das Gefühl, trotz allen Wissens, trotz aller Aufgeklärtheit durch schlaue Bücher und die eigene, manchmal bittere Erfahrung – Frauen und Männer sind so unterschiedlich, dass sie wirklich Mühe haben, sich immer zu verstehen.

Und darum wollte ich, so gut wie es geht, vorurteilslos meinen Blickwinkel einfach aufschreiben. Es ist eben ein Blickwinkel. Und da ich gelernt habe, dass es zum gleichen Ereignis unterschiedliche Wahrheiten geben kann (Ja, ich behaupte die Wahrheit ist ein Phantasiegebilde. Wer von sich behauptet, er sei im Besitz derselben, ist schlicht ein Blasphemist. Schon sein Arbeitskollege kann das beweisen oder der Vorgesetzte oder der Untergebene. Von Frauen ganz zu schweigen.), kann dieser Winkel auch keine Allgemeingültigkeit haben. Höchstens zu fünfzig Prozent. Obwohl es bei mir hundert Prozent sind. Schließlich ist es ja mein Winkel, aus dem heraus ich alles hier betrachte.

Frauen, so sagt eine amerikanische Studie, sind anders intelligent als Männer. Bei uns sei 7-mal mehr graue Substanz, die hauptsächlich aus den Zellkernen der Neuronen besteht, aktiv als bei Frauen. Umgekehrt sei bei Frauen 10-mal mehr weiße Gehirnsubstanz aktiv. Die enthält zum größten Teil die Verbindungen der Nervenzellen untereinander. Neuronen gegen Nervenverbindungen. Kein Wunder, dass Männer anders intelligent sind als Frauen.

Ich hab's schon immer gewusst.

 

Frauen und Männer in der Geschichte

Keine Angst, ich will kein männlich verzerrtes Abbild der historischen Entwicklung abliefern. Das haben andere schon zur Genüge getan. Nur so ein paar Gewürze in der Suppe. So zum Beispiel aus der Bibel:

Für die Frauen ...

Kolosser 3.18
Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn ziemt!
1. Petrus 3.1
Ebenso ihr Frauen, ordnet euch den eigenen Männern unter.
Epheser 5.21-24
Seid einander untertan in der Furcht Christi. Die Frauen seien ihren eigenen Männern untertan, als dem Herrn;
denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist; er ist des Leibes Retter. Wie nun die Gemeinde Christus untertan ist, so seien es auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem.

 

Für die Männer ...

Epheser 5.25
Ihr Männer, liebt eure Frauen wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat
Epheser 5.28
So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber.
Kolosser 3.19
Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie!

Ja, Gleiches mit Gleichem vergelten. Auge um Auge, Zahn um Zahn ...

Mit ein wenig Nachdenken darüber aber öffnet sich mir nun die Frage: Warum nur haben die damals solches frauenfeindliches Zeugs hingeschrieben? Ich denke, die Frauen waren vor ein paar tausend Jahren nicht sehr viel anders als heute. Als natürliche Frauen meine ich, nicht in ihrer öffentlichen Rolle in der Gesellschaft. Sie dominierten sprachlich innerhalb der Familie - schon aufgrund der Menge gesprochener Worte. Ich könnte mir auch vorstellen, dass eine solche Sprache der - wenngleich nutzlose - Versuch ist, der allgegenwärtigen Macht, welche die Frauen in Wirklichkeit über uns Männer haben, zu kaschieren. Ich könnte mir ebenso vorstellen, dass der eine oder andere Mann zuhause, in der Familie, wo die Frauen ja doch meistens ihren Willen durchsetzen, dass den das geärgert hat, dass er so schwach war, nicht auch mal den Rock anzuhaben und dass er darum aus Frust seine Wünsche notiert hat - wie die Kinder das beim Wunschzettel für den Weihnachtsmann tun. Frauen wussten schon immer, was sie wollten und haben das ihren Männern unentwegt um die Ohren gehauen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das Matriarchat gar nicht abgeschafft worden. Die Frauen haben es in ihrer faunischen Schläue, um den Männern Sand in die Augen zu streuen, einfach nur umbenannt in Patriarchat.

Andererseits … vielleicht liegt das daran, dass schon unsere männlichen Altvorderen der Meinung waren, dass Frauen und Männer nur "zusammenpassen" und "zusammengehören" - mit verschiedenen Rechten, verschiedenen Aufgaben und verschiedene Verantwortungen. Das würde aber voraussetzen, dass die Männer besonders klug dachten … und das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ich denke, statistisch nehmen wir uns in der Klugheit nicht viel. Wir sind nur unterschiedlich klug. Aber eventuell waren die Frauen ähnlicher Meinung?

Das macht auch Sinn. Nicht in allem - aber in manchem. Wenn beide das gleiche Recht haben - wer bekommt dann Recht? Wer rechter hat? Wer am lautesten ist? Wer es am häufigsten wiederholen kann? Ich denke, in einer Gemeinschaft zwischen Frau und Mann kristallisiert sich rasch heraus, wer die "Hosen" anhat. Da inzwischen die Frauen ebenso Hosen tragen, kann der Hinweis also auch nicht patriarchalisch sein.

Es gab in der Geschichte der Menschheit niemals eine Zeit, in der Frauen keine Rolle spielten. Sie war nur anders definiert.  Und wie sehr eine Frau ihren Mann beeinflussen kann, das wissen wir zur Genüge. Wohl kaum je zuvor aber haben so viele Frauen so viele Eigenarten (und vielleicht auch Dummheiten) von Männern nachgeahmt wie in unserer Gegenwart. Bis hin zum Militärdienst.

1. Moses 1.27
Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.

Nun halte ich nicht viel von den Aussagen des Alten Testaments. Noch weniger will ich es für mein Weltbild heranziehen. Ich benutze es lediglich zum Nachdenken. Wenn sich beide Partner ergänzen, wenn sie tolerant zueinander sind und sich wechselseitig Rechte zugestehen, dann hat man das, was im Volksmund als "glückliche Ehe" bezeichnet wird. Die Praxis aber zeigt zugleich, dass genau das recht schwierig sein kann. In unserer Erziehung lernen Heranwachsende wenig über diese Problematik. Sie werden hineingeworfen in den Alltag und Basta. Manche lernen Extreme kennen, manche nur die maskuline Seite der Welt, manche lernen eigentlich gar nichts. Wie viel Mühe wird in der Schule in die Vermittlung von physikalischen, biologischen oder mathematischen Daten gesteckt. Nichts davon fördert unser täglich Miteinander. Welche Farbe die dritte Schwanzfeder von links des Pirols während der Paarungszeit annimmt - wie wichtig mag das für unser Leben sein?

Was wäre, wenn sich die Lehrer mehr den Dingen zuwendeten, die einem gesellschaftlichen Fortschritt dienlich wären? Ja ja, - kommt mir nicht mit dem blöden Argument des Lehrplanes. Soll ich vorführen, welche Menge an Lebensweisheit man darin unterbringen kann? Sogar in der Mathematik? Vorausgesetzt, man hat sie. Oder bemüht sich wenigstens darum. Und da fangen meine Zweifel schon an.

Ich könnte es aber auch auf einen anderen Punkt bringen: "Der Mann steht im Mittelpunkt und somit allen Frauen im Wege." Ich kann über solche Sprüche lachen, weil sie auch mich auf die "Schippe" nehmen. Als Mann.

Ich habe die Wahrheit nicht gepachtet. Darum hat die Überschrift genau diesen Wortlaut. Aber was wäre wenn ...?

Man sieht also - so einfach ist es auch für strenge Christen nicht. Wenn wir aber davon ausgehen, dass Gott (unabhängig aller weltlichen lasterhaften Sprüche) beide liebt, dann findet man vielleicht einen Konsens. Aber die Dominanz des maskulinen Anspruches, die hört man schon heraus. Und den schönen Zustand der Gleichberechtigung, wie es unsere Feministinnen wünschen - ausgeschrieben - den findet man in der Bibel nirgendwo.  Das kommt wahrscheinlich daher, dass es Männer geschrieben haben. Darum haben sich ja auch ein paar von ihnen mit auf den Weg gemacht, und 2006 eine Bibel-in-gerechter-Sprache geschrieben. Aber es war eine Minderheit ...
Gott hat einen Eigennamen, der nicht ausgesprochen werden kann, weil er nur aus vier Konsonanten besteht: J-H-W-H. Im Hebräischen wurde darum anstelle des Gottesnamens Adonaj gesprochen. Diese Anrede ist allein Gott vorbehalten. Von Luther wurde sie mit Herr übertragen. Das Wort Herr kann aber auch einen Mann bezeichnen.
So ein Elend aber auch ... Wäre es von Anfang an eine "Dame" gewesen, kein Mann hätte sich daran gestört. Nicht mal Adam, weil der auch kein richtiger mehr ist. Jetzt ist er Menschwesen oder Mann-Mensch.
Aber dieser Teil der Schöpfungsgeschichte stimmt ja sowieso nicht mit den Erkenntnissen der Wissenschaft überein. Darum ist es wohl sehr fraglich, ob's diesen Adam und die Ausformung aus seiner Rippe, dann Eva genannt, überhaupt wirklich gegeben hat. Ich will da mal zweifeln.
Aber: Ich habe auch Gott nie als "Mann" gesehen oder verstanden, und wenn ich noch so viele Bilder von einem Mann gesehen habe, unter denen "Gott" stand. Darum war für mich das "Herr" auch nie ein Gedankengang  zur Anrede für einen "der" Herr Mann. Es war für mich immer "die Wesenheit", die keinem Genus und keinem Sexus zugeordnet werden kann. Selbst wenn es hieß: "Gott, der Herr". Jetzt werden mir eine Fülle von sprachlichen Wahlmöglichkeiten um die Ohren gehauen, zwischen denen ich mich entscheiden soll: Du,  Er Sie, Sie Er, der Ewige, die Ewige, die Lebendige, der Lebendige, die Eine, der Eine, die Heilige und der Heilige, Adonaj, der Namen, Gott ... und andere.
Der Teufel hingegen bleibt männlich ... Ja, warum sollte es denn auch anders sein? Zurzeit (November 2006) hängen wieder überall Plakate, die mich daran erinnern, dass der Mann der ausgemachte Quäler aller Menschen ist und darum auch plakatiert werden muss. Von Frauen natürlich.
Übrigens: Mich stört nicht der männliche Teufel, aber die teuflische Unverfrorenheit des Feminismus, für ihn unangenehme sprachliche Hinterfragungen einfach auszublenden. Na, wenigstens gibt's einen Film mit dem Titel: "Die Teufelin".


Johannes 4.24: "Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten." Reicht das nicht?

 

Die Frau in der Ehe

 ... "Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass der Mann ebenfalls Hausfrauenpflichten übernehmen muss, es bedeutet nicht, dass eine Frau um jeden Preis in eine hohe politische Position aufsteigen muss, um die Rechte der Frauen vertreten zu können. Gleichberechtigung bedeutet zwar Gleichheit in allen Dingen, doch wird das völlig falsch ausgelegt und falsch verstanden. Gleichberechtigung, richtig ausgelegt, heißt Gleichwertigkeit. Mann und Frau sind von genau gleichem Wert. Weder der Mann noch die Frau hat das Recht, sich über das andere Geschlecht zu stellen in irgendeiner Form. Doch die Aufgaben sind nicht dieselben, denn eine Frau verfügt über Fähigkeiten, die dem Manne abgehen, genauso, wie dies auch umgekehrt der Fall ist. So hat es absolut nichts mit ‹Huscheli am Herd› zu tun, wenn eine Frau und Mutter zuhause ihre Pflichten wahrnimmt und sich um die Erziehung der Kinder und der Haushaltspflichten kümmert. Im Gegenteil: Eine Mutter, die nach besten Kräften für ihre Kinder und für ihren Mann sorgt, hat wohl ihre weibliche Rolle viel eher erkannt als eine Feministin, Emanze oder sonstige Extremistin." ...
(zitiert nach: http://www.figu.org/de/ueberbevoelkerung/gleichberechtigung/1.htm)

Also, ich sehe das alles nicht so eng. Ich habe mich mit Begeisterung in die Erziehung unserer Tochter eingemischt (nun ja, ich habe viele Dinge anderes gesehen als meine Frau), ich scheue mich nicht, wenn es darauf ankommt zu waschen oder zu bügeln und ich koche gern. Ich bin auch nicht für die obige Erklärung als Definition. Ich bin für die Aufteilung der Regeln innerhalb der Gemeinschaft zwischen den Andersgeschlechtlichen. Frauen oder Männer auf eine "Rolle" zu reduzieren, das ist wohl doch historisch und veraltet. Dass aber beide naturgemäß über ganz unterschiedliche Fähigkeiten verfügen - das sollte einem doch ab und zu durch den Kopf gehen.

Dabei meine ich nicht den Mann, der zwei linke Hände hat oder die Frau, die ständig keift - mehr so ein vernünftiges Mittelmaß. Das muss man ausprobieren.

Wer diese "Rolle" abschaffen will sitzt mit seinen Hormonen bestimmt in der falschen Hülle.

Meine Frau hat in der Öffentlichkeit die Fähigkeit, stundenlang Gespräche zu führen und die Gäste dabei zu unterhalten, bzw. auf angenehme Weise mit einzubeziehen. Reden kann ich auch, aber mehr einsilbig. Darum beherrscht sie  solche Runden. Das hab ich ihr überlassen. Von männlicher Dominanz kann hier keine Rede sein. Ich könnte ja versuchen, sie verbal in die Schranken zu verweisen - damit ich den Ton angebe ... Aber erstens will ich das nicht (und zweitens könnte ich das nicht ...). Wir sind in diesem Punkt also gleichberechtigt, weil jeder die "Rolle" des anderen akzeptiert. Das hat sich eben so herausgebildet. Wenngleich nicht in vollem Umfang: Manchmal bekomme ich zu hören, ich wäre zu schweigsam.

Wenn's ums Bügeln oder andere, scheinbar "weiblich" besetzte Tätigkeiten geht, lehr- und belehrmeistern Frauen (in bestimmten Rollen) gern, dass das doch auch der Mann tun könne. Das wäre überhaupt nicht die Sache der Frau. Fenster putzen oder dergleichen. Sozusagen von Grund auf neutrale Sachen. Ja, sie würden gern alle Frauen dazu auffordern, das demonstrativ den Männern in die Hände zu legen. Wegen der Gleichberechtigung.

Ich sehe die Frauen dann nach Hause gehen, in Vorfreude die Fäuste geballt und im Kopf den Gedanken: "Heute geb' ich's dem faulen Sack!" So nähern wir uns der gesellschaftlich anerkannten Gleichberechtigung mit großen Schritten. Aber vielleicht ist er ja wirklich ein fauler, sich auf dem Sofa lümmelnder alter Furzer. So einem kann man schon mal was unter dem Hintern wegziehen. Da fällt mir wieder ein Spruch von Harald Schmidt ein: „Putzen ist irre gefährlich. Fast jeder Mann ist schon einmal über seine putzende Frau in der Küche gestolpert und hat sich dann fast die Bierflasche ins Hirn gestoßen!"

Wenn ich von mir ausgehe: Ich hab auch schon gewaschen und gebügelt und Fenster geputzt, wenn es sich ergab. Na und? Ich koche auch gern. Wer was in der Lebensgemeinschaft macht, das ergibt sich nach kurzer Zeit - und kann auch mal wechseln. Da braucht es keine Belehrungen selbsternannter und staatlich verordneter Gleichmacherinnen. Denn wenn die Bereitschaft dazu nicht vorhanden ist, nützt auch das schönste Gesetz nichts. Inzwischen haben sich Politiker dazu herabgelassen selbst dort gesetzlich regulierend einzugreifen. Sie haben - vorsichtig formuliert - dem ständigen Drängen von einzelnen Frauen  nachgegeben. Um der lieben Ruhe wegen. Wie ich. Aber ob das immer vernünftig ist? Es vergeudet nur Diskussionszeit, Papier und andere Ressourcen. Ich bin zum Schluss lieber ruhig. Und fertig. Was ich aber hier mal wieder hinzufügen muss: Es ist meine eine subjektive Sichtweise, die man schon deshalb nicht verallgemeinern kann, weil ich als Mensch und Mann einzigartig bin.

Nur die Kindererziehung - die sollte nicht wechseln. Da müssten beide an einem Strang ziehen. Bei unserer Tochter ist uns das allerdings auch nicht so recht gelungen. Unsere Stränge waren verschieden dick und an unterschiedlichen Stellen angebunden. Darum habe ich die Pubertät von Carolin auch erst entdecken können, als ihre Mutter besonders schwierig wurde. Es ist trotzdem eine wunderbare Tochter daraus geworden und jeder von uns hat das aus seiner Sicht Beste dazu gegeben.

Die Frau in der Ehe ...

In dem Theaterstück „Das Oktoberfest“ besucht ein Ehepaar das Münchner Oktoberfest. Im Biergarten erzählt die Frau einem Tischnachbarn vom Hippodrom, in dem leicht geschürzte Reiterinnen zu sehen waren. Ihr empörter Kommentar: „ …de Weibsbilder sitzen ja halbert nackert auf de Gäul droben, i bin ganz rot wordn, mein Mann hat auch nicht hinschaun mögn" wird vom Ehemann mit den Worten präzisiert: „Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut“. Es ist ein Karl-Valentin-Zitat.

Ich erinnere mich auch gern an eine Karikatur. Ein nicht mehr junges Ehepaar steht am Geländer einer Brücke. Links davon eine nackte  Frau. Man sieht sie nur von hinten. Kommentar der Ehefrau: „Wenn du jetzt hinsiehst bist du ein toter Mann.“

In einen Film werden zwei Männer in einem Taxi fahrend gezeigt. Da sagt der eine zum anderen (sinngemäß): "Siehst du den dort? Der da verkrümmt die Straße entlang schleicht? Er ist hoch dekorierter Kriegsveteran aus dem Koreakrieg. Hat eigenhändig Maschinengewehrnester ausgehoben und ... und jetzt traut er sich nicht nach Hause zu seiner Frau ..."

Die Frau in der Ehe … Auch wenn wir Männer das gern anders sehen und hätten, in der Mehrzahl der Fälle glaube ich sind es unsere Frauen, die letztlich bestimmen wie es langgeht. Meine zum Beispiel kann zu einem Thema so lange bohren (und wenn es Monate dauert! In einem Fall habe ich erst nach Jahren aufgegeben … ), bis ich alles tue – nur damit es aufhört.

Im Film „Spanglish“ schreit die Ehefrau auf ihren Mann ein. „Endlich, endlich haben wir einen Streit. Einen monstermäßigen Streit.“ Der Arme weiß gar nicht so recht, wie und was ihm geschieht. Dabei war die Frau geradezu euphorisch, endlich diese Fehde vom Zaun gebrochen zu haben. Das erinnert mich sofort an eine Kollegin, die sich über ihren ewig ruhig bleibenden Mann aufregte. „Der regt mich auf mit seiner Ruhe. Da kann ich noch wütender werden.“

Ich suche früh ein Hemd. Keins dabei von denen, die scheinbar griffbereit hängen, die nicht gebügelt werden müssen. Ich kombiniere, versuche, nichts passt. Meine Frau schläft noch. Ich hole mir schließlich das Bügelbrett. Aus dem Schlafzimmer. Eigentlich macht es mir nichts -. Aber heute ärgert es mich, weil ich doch auch in Eile bin.

Jede Frauenbeauftragte würde jubeln. Der Mann, der es endlich tut …

Meine Frau arbeitet nicht im so genannten Berufsleben. Sie hat gezwungener Maßen und auch unfreiwillig den ganzen Tag Zeit für die Arbeit in der Wohnung. Für die Sauberkeit eben, den Staubsauger, aufräumen, die Wäsche und auch sonst ist sie zuständig fürs Jammern. Wie auch immer - wenn ich nach Hause komme, ist alles wie geleckt. Ich weiß, dass es sie freuen würde, könnte ich das immer bemerken und auch verbal äußern.

 Kleine Morgenepisode: „Du hast Hemden …“, ruft sie, während ich in den Schränken stöbere.
 „Denkst du ich würde früh um sechs bügeln, wenn auch nur ein Hemd brauchbar wäre? Hälst du mich für blöd?"
Abends …
„Du bist den ganzen Tag zu Hause. Wenn du nicht bügeln kannst oder willst oder ich soll es machen: Dann sage es einfach. Dann richte ich mich darauf ein. Aber wenn ich früh dastehe und wie ein Blöder was zum Anziehen suche, musst du dich nicht wundern, wenn ich dich in deinem Schlaf störe.“
Es wird lauter.
„Ich arbeite den ganzen Tag. Auch für dich – da kann es kein Akt sein, wenigstens ein Hemd fertig zu bringen … usw. usw.
Nach fünf Minuten kommt sie ins Zimmer. „Du gehst für mich arbeiten? Ja? Ich lasse mich von dir nicht erniedrigen. Wo sind dann meine neuen Schuhe oder mein Urlaub?“

Ehrlich – meine Vorstellung von Logik ist anders. Jetzt suche ich nach der Ecke, um die geschossen wurde und klaube mühsam nach Zusammenhängen, die ich nie richtig verstehen werde. Ich deute es so: Die Antwort hat mit dem ungebügelten Hemd nichts zu tun, sondern ist eine ganz andere Schlussfolgerung. Nun – ich könnte mir eine ausdenken, aber das ist mir zu mühselig. Außerdem ist ja so ein Hemd der Rede nicht wert. Sie hat gedacht, die wären alle okay und ich auch. Wir haben es beide erst früh gemerkt. So etwas kann passieren und hat uns beide nie wirklich belästigt.

Ich habe die Überschrift dieses Kapitels vielleicht zu einseitig gewählt. Wie man lesen kann, spielt der Mann in der Ehe auch immer eine Rolle. Aber es sollte eben ein wenig provokant klingen.

 

Der Plural und die Gleichberechtigung

Ich schreibe den Plural der Wörter, wie sie die deutsche Sprache ursprünglich vorgesehen hat. Sie hat sich aus dem entwickelt, von dem Martin Luther so schön sagte, er hätte den Leuten "aufs Maul geschaut". Damals wie heute wissen wir, dass Frauen mehrheitlich mehr reden als Männer. Viel mehr. Diese deutsche Sprache hat sich also vorwiegend aus der Verwendung von Wörtern durch Frauen entwickelt, auch wenn einige Feministinnen uns glauben machen möchten, die Männer hätten die Sprache nur erfunden, um Frauen zu unterdrücken. Um es vorweg zu nehmen: Ich befürworte viele Bestrebungen, ein wenig Ordnung in die Sprache zu bringen.
Das Problem: Grammatisches und biologisches Geschlecht stimmen oft überhaupt nicht miteinander überein. Oder ist gegenteilig besetzt. Zugegeben - das ist blöd.
Wenn ein "der" davor passt oder hintenan hängt, wäre es also männlich. Wie bei "Gott". Aber das ist ja schon angezweifelt worden. Ich kann mir Gott übrigens auch gut als Frau vorstellen. Für mich ist Gott eine "Wesenheit". Das ist weiblich, damit kann ich gut leben. Merkwürdig finde ich aber schon, dass in anderen Ländern für das gleiche Substantiv einfach ein anderes Geschlecht verwendet wird. So ernst kann die Angelegenheit für die Menschheit also doch nicht sein.

Vor allem berufene Feministinnen oder Frauenbeauftragte dringen häufig mit  ihrer berechtigten Gleichberechtigung der Geschlechter auf die Knebelung der Grammatik. Das hartnäckig angehängte "Innen" negiert die Gleichberechtigung des Plurals  und macht aus der normalen Mehrzahl eine doppelte. Noch dazu eine sexistische. Das halte ich, mit Verlaub gesagt, für kontraproduktiv und unästhetisch. Das betrifft solche Schöpfungen wie "Einwohner und Einwohnerinnen. Mitbürger und Mitbürgerinnen" und ähnliches. Wer mir jetzt erklären will, dass der Plural "Die Bürger" männlich besetzt sei (nur weil sich hinten dieses vermaledeite "er" angehängt hat) und man, wenn man die Gleichberechtigung anwenden will, unbedingt den neu geschöpften weiblichen Pendant mit ranhängen muss, handelt gegenüber der Sprache geradezu fahrlässig.
Der Plural schließt grammatikalisch alle Geschlechter ein. Auch das hat sich entwickelt. Wer etwas anderes unterstellt, sieht das aus unterschiedlichen Gründen so. Die Folgen mögen jedoch fatal sein. Der allgemeine Mensch wird abgeschafft und es zieht - wenn auch ungewollt (andererseits: einige wollen das wirklich bewusst ...) - Ungleichbehandlung ein.

Wer schreibt, dem sind diese Neuerungen ein Dorn im Auge, weil sie, konsequent angewendet, aus einer schönen Sprache eine Verballhornung machen. Wozu muss man ständig hervorzuheben, dass es Frauen und Männer gibt und zudem diejenigen ausgrenzen, die nicht dazu gehören?  Wer nicht weiß, was Hermaphroditen sind, der erkundige sich doch einmal.

Frauenrechtlerinnen fordern die Gleichberechtigung auch in der Sprache. Das ist richtig.

Es ist ersichtlich, dass manche Sprachregelung in der Geschichte einfach der gesellschaftlichen Realität folgte. Zum Beispiel in bestimmten von Männern dominierten Berufen, in denen Frauen - aus unterschiedlichen Gründen - kaum oder nicht vertreten waren. Da sich vieles geändert hat, tut es niemand weh, die Weiblichkeit im Wort hervorzuheben. Also "der Arzt" und die "Ärztin" oder "der Lehrer" und "die Lehrerin" und so weiter. Leider benehmen sich einige  bei der Umgestaltung der Sprache leider fast gnadenlos. So wenig das sind - um so lauter verkünden sie aber ihre Religion, die hier und da schon Züge eines "heiligen Krieges" annahm.

Die vormals neutrale Formulierung durch den maskulinen Genus ("die Bürger", "die Wähler") wird kurzerhand umgedeutet in eine ausschließlich maskuline Sammelbezeichnung. Die allerdings gibt es in der deutschen Sprache nicht. Sie existiert nur in den Augen der Betrachterinnen - und bei denen, die das ungefragt nachplappern. Politikern scheinen die Folgen egal zu sein. Die Vertreterinnen der Komplizierung der Sprache haben sich also  - dank des Unwissens unserer Politiker - trotzdem zum Teil durchgesetzt. Zumindest in Verwaltungen und öffentlichen Reden. Die damit verbundene Komplizierung der Sprache und der Verlust an Ästhetik und logischen Ausdrucksmöglichkeiten schafft  nicht eine einzige zusätzliche Information, dafür aber einen nicht geringen Ärger bei Autoren und Lesern.

Die Feministinnen verwenden verschiedene Pluralformen: Die des neutralen maskulinen oder femininen Genus und speziell gebildete plurale feminine Sonderformen, die eindeutig auf den Sexus abzielen. Die Nennung erfolgt nicht einheitlich geregelt bei jedem maskulinen Genus sondern nach Empfinden, Gutdünken und Beliebigkeit und führt sich selbst ad absurdum, weil es keine grammatische Regel mehr dafür geben kann. Die eigenen Regeln werden also inkonsequent angewendet. Entstanden ist eine willkürlich regellose Sprache in der Sprache. Die meisten merken es nur nicht, weil sie nicht zu Ende denken. Wer will sich schon mit Grammatik beschäftigen wenn es auch ohne geht?
 
Im Umkehrschluss verbleibt der über das feminine Genus gebildete Plural aus Sicht dieser Linguistinnen angeblich geschlechtsneutral. Eine dann (aber ebenso sinnwidrige) zusätzliche Nennung einer männlichen Wortform wird nicht verlangt.
 
In meinem Sprachverständnis und in der deutschten Grammatik beinhaltet der Plural neutral alle Geschlechter. Die Doppelnennung ist wieder abzuschaffen, da sie in Wirklichkeit auch keine nebeneinander gestellte männliche und weibliche Form ist.

Das alles zeigt mir, dass die Gleichstellung weiter gleich gestellt werden muss. Es wird ein langer Prozess sein, auf dem hoffentlich die Vernunft siegt. Oder wird sie "siechen"? Wäre nicht das erste Mal.

Was ich mir also wünsche ist ein maßvoller Gebrauch der Sprache, der weder Frauen noch Männer negiert und die Geschlechter friedlich und ebenbürtig zusammenführt.

Aber ganz so einfach ist die Geschichte doch nicht, wenn man ein wenig Haare spaltet und tiefer blickt.
Inzwischen habe ich diesem Thema eine eigene Seite gewidmet.

 

Die Sache mit dem Bier und andere Gespräche

Ich hatte in meinem Berufsleben meist das Glück, mehr mit Frauen zusammen zu arbeiten als mit Männern. Unter sexistischem Blickwinkel bedeutete das, die Auswahl an möglichen Gespielinnen war - unabhängig vom Arbeitsplatz - günstig. Na ja, in der Praxis hat's dann doch gehapert – aber theoretisch ist der Ansatz gut. Diese Minderheit führte dazu, dass man im Geflecht der Frauenprobleme sozusagen weniger leisten muss. Zum Reden über alles Mögliche waren genügend Frauen da. Da haben die mich kaum gebraucht. Das war von Vorteil.

Das mag auch ein Grund sein, dass manche Frauen während der Arbeitszeit oft lustig und ausgeglichen wirken – aber dann von haarsträubenden Auseinandersetzungen mit den heimatlichen Männern berichten. Es sind genügend andere Personen zum Austausch da, während die Muffel zu Hause ja maulfaul sind. Ich auch. Von einer Nachbarin, die ich fast meistens immer nur mürrisch kenne wird erzählt, sie sei auf Arbeit eine richtig lustige und aufgeschlossene Frau. Aber auch bei einer ehemaligen Kollegin war durchhaus auffällig, dass sich ihr zuckersüßes verbales Verhalten schlagartig änderte, wenn sie mit ihrem Mann kommunizierte.

Manchmal, wenn Männer sich austauschen, wird übers Bier geredet und Erfahrungswerte ausgetauscht.

"Meine Alte hat gestern wieder gemeckert. Musst du so viel trinken? Wo schüttest du das bloß hin? Guck dir mal deinen Bauch an."

"Ja, ja", kann ich dann abwinken. "Das kommt mir sehr bekannt vor."

Lustig finde ich in den Frühstücks- und Mittagesrunden die kleinen Anekdoten der Frauen, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen.

"Meiner denkt, ich bin blöd. Da hat er zwei Flaschen Bier oben, die ich sehen kann. Dann rennt er aber am Abend dreimal in den Keller und holt was Sinnloses herauf oder schleppt Müll in Etappen runter."

"Ach so? Meiner geht auch oft in den Keller …"

"Na was denkst du, was er da macht?"

"Also gestern, da war ich wieder wütend. Er konnte es nicht lassen, auch noch die dritte Flasche Bier zu trinken."

"Meiner hat den Trick, immer mal Flaschen hinter die Selters zu stellen. Der denkt, ich sehe das nicht."

"Der kann doch auch mal Wasser trinken. Ich schütte mir doch auch nicht jeden Abend zwei Liter Wein in den Hals."

Ich glaube, auch wenn Frauen nichts sagen, viele wissen genau, wie viel Bier wir jeden Abend konsumieren. Wie das bei den Weintrinkern ist, weiß ich nicht. Aber ich stelle mir das ähnlich vor. Glücklich sind die Nichttrinker. Diese kleinen Gesprächsfetzen haben mich jedes Mal sehr erheitert. Irgendwie habe ich mich auch wieder gefunden. Und die Erkenntnis: Viele Probleme zwischen Verheirateten ähneln sich auf verblüffende Weise.

Worüber unterhalten sich Frauen, wenn sie unter sich sind? Oder wie?

In der Frühstücksrunde tummelten sich früher zwei Männer. Einer und ich. Und dann sieben Frauen. Dann waren es maximal fünf. Und dieser andere Mann ist auch nicht mehr da. In der Runde. Da saß ich dann manchmal und dachte so vor mich hin ... Und manchmal war es als, wäre ich gar nicht da ... Inzwischen habe ich die Runde gewechselt. Da ist alles anders ... Und mittlerweile ist eine Frau dazugekommen. Jetzt kann ich von neuem studieren.

"Beim Arzt war da eine ältere Frau, die hat sich wichtig gemacht und sofort über was gemeckert. Dann kam ihr Mann rein, der hatte ein kariertes Hemd an, wie es eben alte Männer so anhaben. Da hat sie gleich geschimpft, wie er wieder aussehen würde. Der Arme! Hat gleich schüchtern gesagt, dass sie ihm das doch gegeben hätte ..."

Man macht sich lustig über keifende alte Weiber?

"Also, über meinen hab' ich mich gestern auch wieder aufgeregt?

Aha ...?

"Also, wie der gegangen ist, mit seinem weibischen Schritt ..."

Na na - auch nichtheterosexuelle Männer wollen geliebt und anerkannt werden ...

Fußball …
Eine Kollegin erzählt begeistert von irgendwelchen Toren, die irgendjemand in der Champions Leaque geschossen und nicht geschossen hat. Mir geht das an der Schulter vorbei, ich habe mich für Fußball noch nie wirklich interessiert – bis auf ein paar Entscheidungsspiele bei Europa- oder Weltmeisterschaften.

„Was ich in der letzten Zeit für Fußball gesehen habe, so viel wie in den ganzen letzten Jahren nicht mehr.“

Aha, meinte ich, da kämen wohl jetzt männliche Gene zum Vorschein. Aber es klärt sich. Der Freund ihrer Tochter ist Ballfreak.

 „Letztens hat sie bei ihm die Fernbedienung in die Ecke geschmissen.“

 „Ja“, erwiderte ich, “so fängt die Gleichberechtigung in der Ehe an.“

 „Ne – wenn der Fußball guckt, da guckt er. Wenn er mal eine Sekunde nicht hinsieht – schon setzte ich die Fernbedienung in Gang. Aber da fange ich Blicke ein …“

Eine andere: „Ich setz’ mich schon durch. Da ziehe ich so eine Schnauze, dass er freiwillig ins Bett geht.“

Ja – das kommt mir entgegen. „Schnauze“ ziehen - aber sonst schweigen, das gefällt mir. Das ist gut.

Wie sensibel Frauen sein können zeigt sich an folgendem Gespräch. Eine Nachbarin und ich, wir stehen am Auto, an meinem natürlich, und unterhalten uns. Ein wenig klagt sie über die körperlichen Leiden, wo es hier und da wehtut und dass die Medizin eigentlich gut hilft. Wenn auch nicht den ganzen Tag.
Da kommt ihr Mann um die Ecke, vollbepackt mit den gekauften Sachen.
"Wo hast du den Korb?", fragt sie und versucht in der Dunkelheit des Abends alles zu erkennen, was der Lastesel schleppt. "Hier untern Arm."
"Ist das nicht zu viel?"
 "Nö, ich bin doch noch jung und dynamisch." Er geht straff auf die sechzig zu.
"Was, jung und dynamisch" Jung und dynamisch? Ich denke, dir tut auch alles weh wie mir."
Das ist der Punkt wo ich merke, wie er sich bloßgestellt fühlt.
Aber der Mann ist klug und kontert: "Ja, immer wenn ich Geld für dich abheben muss."
Also - im Denken ist er auf jeden Fall dynamisch geblieben.

 

Die Frau beim Einkauf

Ich bin wahrscheinlich ein wenig aus der Art geschlagen: Ich kaufe gern ein. Alles für den Haushalt. Waschpulver, Brot, Seife, Gemüse, Zahnpasta, Obst – das ganze Repertoire eben. Ich koche auch gern! Hatte ich das schon gesagt?

Das erste, was mir vor Jahren richtig ins Auge sprang, das war das Kassenverhalten einiger Frauen.

Machen Sie die Probe. Stellen Sie sich bei Gelegenheit zu einer Kassenschlange. Sie werden rasch folgende Erscheinung treffen:

Eine Frau (Alter egal), die rechte Hand hält die Brieftasche gefangen. Ganz fest. Der Oberkörper mit der linken Hand beugt sich. Die linke Hand nimmt aus dem Einkaufswagen ein Produkt und legte es auf das Band. Dieser Vorgang und wiederholt sich, bis der Wagen leer ist. Wer besonderes Glück hat, der findet eine Frau, die diesen Vorgang noch verfeinert hat. Die linke Hand übergibt das Produkt der rechten Hand (in der sich ja noch immer die Brieftasche befindet) und die rechte Hand legt das Produkt auf das Band. Oder umgekehrt. Je nach Veranlagung. Das ist mühsam, aber zum Schluss ist in jedem Fall der Wagen auch leer. Das Wiedereinpacken verläuft bei manchen dann genauso.

Ich bin immer so fasziniert, dass ich am liebsten die ganze Kundschaft zusammenrufen möchte, um dieses Ereignis mit jemandem zu teilen. Ich bin auch immer versucht ihr zu sagen "Mit zwei Händen geht es besser und doppelt so schnell", aber ich habe mich noch nie getraut. Dafür verziehe ich mein Gesicht immer zu einer auffälligen, wenn möglich, höhnischen Grimasse. Aber nie hat mich jemand gefragt, warum ich denn so abartig und ungezogen grinsen würde.

So oft ich es betrachtet habe: Ich habe erst zwei Männer derartiges tun sehen. Das war Oktober 2003 und 2006 im Kaufmarkt in Zwickau. Das schließt aber weitere Einzeltäter nicht aus.

Eine besonders verfeinerte Variante habe ich im März 2005 in einem Werdauer Aldi-Markt bewundern dürfen. Eine ältere Frau beugt sich in den Einkaufswagen, die rechte Hand nimmt ein Produkt und übergibt es der linken. Diese wiederum legt es in eine der bereitgehaltenen Hände eines vielleicht zu diesem Zweck mitgeführten Mannes. Der wiederum durfte das Produkt nun auf das Band legen. Aber: er hat es auch von der linken in die rechte Hand überführt. Vielleicht war’s eine Art geheimer Fließband-Qualitätsprüfung? Ich weiß es nicht – aber es waren viele Waren. Nun, ich hatte es nicht eilig.

Ein ganz andere Variante habe ich Ende Februar 2006 begutachten können. Voller Korb, volles Band, Frau und Mann. Er: Rührt keinen Finger, hat die Hände in den Hosentaschen und wartet das Geschehen gelassen ab. Sie: Benutzt alle Varianten der Variationen mit den Händen beim Drauf- und Herunterpacken der Waren. Doch dann das Erstaunliche. Blitzartig reißt er die Hände aus den Hosentaschen, greift zügig in die Jackentasche und holt die Geldkarte heraus. Er hat das Sagen, das Geld und ist bereit, sich auf diese Weise zu opfern.

Ein ganz anderes Exemplar habe ich im Mai 2007 in einem Kaufmarkt entdeckt. Die nette Frau war von einer Flinkheit, wie man sie selten sieht. Und sie hat auch - eigentlich - mit zwei Händen gearbeitet. Anfang jedenfalls. In ihrem großen Einkaufswagen stand noch ein Plastikkorb üblicher Größe. Dorthinein, wahrscheinlich damit man es besser im Auto verstauen kann, stapelte sie blitzschnell alle Kleinigkeiten ... Bis die Zeitschrift kam. Sie hatte die Chance, die Zeitschrift zwischen Plastikkorb und Wagengitter zu klemmen, weil der Korb nicht mittig sondern mehr rechts stand. Aber genau das tat sie nicht. Sie nahm die andere Seite. Die Folge: die Zeitschrift knickte um. Damit begann das Drama, denn dahin, weil der Plastikkorb ja schon voll war, mussten noch weitere Kleinigkeiten. Aber eben dort versperrte jetzt die gewölbt umgeknickte Zeitschrift den Platz. Diese Dilemma behob die gute Frau, indem sie mit der einen Hand die Zeitschrift wieder anhob, das gekaufte Teil in den Wagen legte und ... Die Zeitschrift knickte wieder um. Ich habe mitgezählt. Nach dem zwölften Mal gab sie es auf und stapelte nun alles auf der umgeknickten Zeitschrift. Zu diesem Zeitpunkt lag ja auch schon genug darunter. Es hat mich in den Fingern gejuckt, das Papierteil auf die andere Seite des Korbes zu klemmen. Was mir aber eigentlich gefallen hat, wie rigoros sie die Zeitschrift zum Schluss doch noch abstrafte. Da bekam ich Respekt.

Über Frauen mit Männern beim Einkauf ist sich schon oft bis unendlich oft lustig gemacht worden. Es ist bei uns nicht sehr viel anders; wir haben nur geregelt, dass wir uns in Abständen mal treffen - wobei meine Frau dabei in der Regel unpünktlich ist - und in der Zwischenzeit jeder für sich seine Ruhe hat. Gegen Ende wird es dann für mich doch immer stressig und ich halte Ausschau nach anderen Geschlechtsgenossen mit ernstem bis verkniffenem Gesicht. Das wirkt ein wenig auf meinen Seelenfrieden, weil es eine Menge davon gibt. Überall auf der Erde.
 

  Die lustigen Weiber

Die grenzenlose Emanzipation hat es mit sich gebracht, dass sich manche Frauen wie Männer fühlen. Oder besser wie die Herren der Schöpfung. Oder sollte ich besser sagen: Wie die Damen der Schöpfung? Das Schöne daran ist: Manche nehmen's doch nicht ganz so ernst, sondern Augenzwinkern gemeinsam mit uns. So wie zum Beispiel "Scor****" aus einem Community-Profil:

"Sich einen Mann zu halten, ist heutzutage bei weitem nicht so problemlos wie noch zu Großmutters Zeiten und es erhebt sich die Frage, ob sich der Griff zu einem Mann überhaupt noch lohnt! Wenn sie für manche Dinge durchaus zu gebrauchen sind, so haben doch alle einen Fehler. Gottlob gibt es auch einige gute Eigenschaften des Mannes, die jedoch sehr selten zu finden sind. Zwei sollte der Auserwählte aber unbedingt aufweisen: Er sollte nützlich sein daher brav im Haushalt mithelfen und einigermaßen gut im B.... sein. Er sollte herzeigbar sein ,daher, sein Aussehen sollte zumindest kein Mitleid erregen. Diese beiden Punkte können nur dann außer Acht gelassen werden, wenn ein dritter zutrifft: Er ist reich ! Ich nehme mir genügend Zeit zur Auswahl eines Mannes und überzeuge mich selbst von seinen Fähigkeiten, schließlich will ich nicht dazu beitragen, dass die Zahl der Männer, die später wieder ausgesetzt oder eingeschläfert werden, noch weiter ansteigt !!!"

Ich genieße es, solche Ergüsse zu lesen. Legen sie doch Zeugnis ab von der Hilflosigkeit  sich zurecht zu finden zwischen den Geschlechtern. Gleichzeitig zeugen sie aber auch von einer gesunden Portion Toleranz. Denn wer über sich lachen kann - und das zeigt dieser Beitrag eigentlich sehr genau - der darf sich auch über andere lustig machen. Als ich sie gefragt habe, ob ich's verwenden darf, bekam ich als Antwort: " ... was ist da so besonderes dran..... ist es nicht soooooooooooo? lach grins... du darfst, wenn du das echo auch aushälst !!!!! nette grüße ..."  Ich habe das mit dem Echo nicht ganz verstanden, aber das war mir egal.

 Eine andre mit Namen "seelensub" hofft auch auf einen Mann und schreibt die potentiellen Anwärter an:
"wenn du es schaffst in meine seele zu sehen, dann hast du den halben weg schon geschafft. wenn du es schaffst in sie einzudringen und nicht mehr raus gehst, dann, erst dann gehöre ich dir."
Man stelle sich das vor: Für immer in der Seele einer Frau wohnen.  Ach du lieber Schreck ... Ich hab doch schon mit meiner zu tun ... Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Das will ich auch ganz und gar nicht. Aber was ist mit der Vorstellung der Schreiberin? Die würde sich ganz schön wundern, wenn ich da plötzlich mitten in ihrer Seele herumkramern würde mit meinem profanen Geradeausdenken.
"ich will mich dir hingeben, ganz und total. "
"kannst du so was?"
Wie, was, was soll ich hier können? Ach so ...
"traust du dir das zu? mich zu ergründen? bis tief in meine seele? willst du mich wirklich kennen lernen? dann nimm dir zeit. berühre mein herz und du berührst meine seele. tauche in sie hinein und du hast mein herz. doch vorsicht, viele haben es versucht und sind gescheitert. sind halt alle zu ungeduldig. und dabei haben wir doch alle zeit der welt, wenn wir jemanden ergründen wollen. ... wer sich nicht bemüht , will mich nicht. und wer mich nicht will , hat mich nicht verdient. ich bin nur eine einfache frau."
Na ja, eins steht hier schon mal fest: Selbst wenn ich nicht verheiratet wäre, ich würde die Finger davon lassen. Ganz sehr. Denn irgendwie habe ich das Gefühl, sie glaubt daran, dass Männer so etwas können. Für längere Zeit. Und ich hoffe für sie, dass sie die Ausnahme findet, die nicht der Regel entspricht. Irgendwie muss es sie doch irgendwo geben und nicht schwul sein. Die Ausnahme.
Aber wenn man versucht, es auf einen anderen Punkt zu bringen: Ich würde sie ehren und verstehen. Immer und immer wieder, so lange, bis es klappt. Schon deshalb, weil sie mir erlaubt hat, ihren Profiltext hier zu kommentieren. Danke!

Wie vielfältig das weibliche Geschlecht sich darstellt, zeigt auch folgender kleiner Briefwechsel, der im Januar 2007 stattgefunden hat. Ich fand in meiner Post:
"Bist ja ganz schön kompliziert" ... Kathi
Da hab ich dumm geschaut und zurück geschrieben: "Hallo Kathi ...na ja, wie's Männer eben so sind ... Entschuldigung! Liebe Grüße Wolfram"
Die Antwort: "Hallo Wolfram, hab mich kaum getraut Deine Mail zu öffnen, hast super reagiert. Bist wohl doch nicht so kompliziert... auch `tschuligung. Schönes Wochenende für Dich,  lieben Gruß, Kathi"
Jetzt wieder meins: "Hallo Kathi, ich bin eigentlich überhaupt nicht kompliziert. Behaupte ich von mir. Meine Frau sagt da was anderes. Vielleicht entsteht das "kompliziert" immer anders und unterschiedlich - je nachdem wie der gegenüberstehende Mensch gerade ist? ... "
Letzte Antwort: "... Warum ich Dich als kompliziert sehe? In jedem Deiner Sätze steht das Wort "ich" "mich" "mein" usw. Für mich sind Deine Sätze so abgehackt und sehr ichbezogen - kurzum Du vermittelt m i r den Eindruck der Selbstherrlichkeit. Deine Homepage habe ich nicht angeklickt weil ich durch den kurzen Eindruck der paar Sätze schon das Interesse verloren habe."
Ja, Frauen sind lustig und jede ist auf ihre Weise ganz anders. Wie sollte es auch umgekehrt sein. Das macht ja gerade den Reiz aus. Also, mit den vielen ichs, meins und michs - da hatte sie irgendwie recht. Jetzt, wo sie es sagte, da fiel es mir auch auf. Allerdings hatte ich alles nur freundlich gemeint, vielleicht mit einem Spritzer Ironie und bestimmt hatte sie den letzten Satz in meinem Profil schon gar nicht mehr mitbekommen in der Eile ...
Aber soll sich doch jeder selber ein Urteil bilden über die Worte des Anstoßes: Profil: "!ch lache am Liebsten über mich selbst. Das nehme ich ernst. Aber ich kann mich auch gut ärgern. Über andere und über mich. Darüber freue ich mich aber nicht. Außerdem bekomme ich Falten. Alles andere ... könnt ihr (bis auf ein paar Geheimnisse) auf meiner Homepage erfahren. Seid auf jeden Fall herzlich eingeladen. Zurzeit beschäftigt mich das Problem der deutschen Sprache am meisten. Siehe auf meiner HP: "Wider die Sprachqual". Wolfram (PS.: Ich bin verantwortlich für das was ich sage, nicht für das was du verstehst.)

Sonya Kraus, eine recht umtriebige TV-Blondine mit bewundernswert guten Körpermaßen, aber einer grauenhaften Mimik und Gestik und Aussprache, wenn es um etwas Konkretes geht, meint im Frühjahr 2007 zum Thema Männer und wie man deren Gelüste benutzt  in ihrem Buch "Baustelle Mann - Der ultimative Love-Guide", Bastei-Lübbe Verlag:
"Bohren Sie sich durchs ewige Eis! Belohnen Sie jeden seiner romantischen Anflüge sofort mit Sex! Das ist klassische Konditionierung. Funktioniert wie beim Hund! Bald werden die Emotionen nur so aus ihm heraussprudeln."
Kleiner Kommentar: Grins und Lächel. Da fehlt ihr denn doch der Sachverstand. Sie sieht das aus der Sicht der Frau. Aber ich sehe es ja mit den Augen deines Mannes. Klar sprudelt der Mann, wenn er sie aufbohren kann - aber nur eine Weile. Jede Quelle versiegt mal. Und es soweit ist, bohrt man eben woanders.
Aber bei allem Augenzwinkern: Ich hätte ihr diesen brutalen einseitigen Sexismus, diese rigoros Männer verachtende Sprache nicht zugetraut.
"Beim Mann scheint diese Erziehungsmethode gerade deshalb besonders sinnvoll zu sein, da er sich rein genetisch bedingt gar nicht dagegen wehren kann. Denn womit denkt der moderne Mann? Richtig: Er entscheidet nur mit zwei Körperteilen. Mit seinem Schwanz und mit seinem Schwanz. Sein Pimmelchen ist der Fixstern im Universum."
Natürlich ist es nicht gänzlich falsch was sie da von sich gibt, aber sie überschätzt sich maßlos. Männer mögen zwar manche Emotionen von unten nach oben aufbauen, aber zum Schluss siegt doch das Gehirn. Spätestens, wenn die Frauen sich entblättert haben.
Sonyas Tipp:
"Beim Vorspiel ist die Macht noch mit uns: Ohne Vorspiel keinen Sex! Basta! Denn wenn ein Mann richtig rollig ist, können wir ihn mühelos versklaven. Bei dieser Strategie liegt es ganz alleine in Ihrem Ermessen, wie lange er Ihnen zärtlich dienen soll, bevor er wieder an die Schatztruhe darf!"
Zitat von http://www.freenet.de/freenet/nachrichten/boulevard/200702_sonya_kraus_ratgeber2/index.html. (13.02.2007)

Tja, wenn sie sich da mal nicht irrt. Aber rollig werden wir schon, wenn in Aussicht steht, dass wir was versenken können. Zumindest da hat sie Recht. Aber nur temporär.  Ich denke eher, sie befleißigt sich neuer Aufmerksamkeit, weil es zu still um sie geworden ist. Und da Männer inzwischen mit ihrer eigenen Hilfe zu Freiwild von tollen Frauen geworden sind kann sich ihre Sprache gnadenlos ergießen. So scheint sie sich zu den Emanzen zu gesellen, die fleißig Schützengräben gegen die Männer ausheben. Eigentlich schade.
Von ganz anderem Kaliber sind manchmal die, die man gar nicht kennt. Und die sich zwar öffentlich präsentieren, aber nur aus gesichertem Versteck heraus. Das heißt im Internet unter getürktem Namen und Bild. Manchmal frustrieren sie geifernd, aber manchmal sind sich richtig herzerfrischend:
 "total gestörte hexe ---- dumm ---- dreist ---- aufsässig ---- überheblich ---- mittellos ---- blond, was sonst ---- akne ---- übergewicht ---- die perfekte frau für einen mann, der noch herausforderungen liebt ---- na ihr wunderbaren geschöpfe der natur, kribbelts jetzt in den tasten?"
 Da hab ich richtig gelacht. Leider hat sie sich mir trotz einigen Mailwechsels nicht offenbart. Wohl mit ihrem richtigen Voramen, aber ich weiß bis heute noch nicht, wer sie denn war. Aber ich stelle sie mir so vor: Intelligent, gut aussehend, nett, tolerant, immer zu einem Spaß bereit, also ein lustiger Mensch, mit dem man auch mal ein Pferd klauen kann. Oder mehrere.

Das fand ich auch lustig:

"HALLO .. wo bin ich hier? Ist das ein Versandhauskatalog? Kann ich mir einen Mann aussuchen? und wenn's nicht passt ... kann ich ihn dann umtauschen? z.B. wenn er seltsam riecht oder komische Geräusche macht. Muss ich ihn bar bezahlen oder werden auch kleine Raten akzeptiert? Kommt er per Nachnahme oder kann ich ihn auch abholen? Was sind das überhaupt für Männer? Waisenkinder? Muttersöhnchen? oder Psychopathen? sind die ansteckend? Warum gibt es so viele davon? und wo haben die sich alle versteckt? Ich möchte mal einen davon anfassen.... WER TRAUT SICH?"
Diese schöne Suchanzeige stammt von Suprise aus einem Forumsprofil bei Freenet.

Die Folgen des Emanzenfeldzuges

Die Folgen sind erst einmal für uns Männer offensichtlich. Unter dem gesellschaftlichen Druck haben viele gekuscht. Jetzt meine ich das nicht im Zusammenhang mit der berechtigten Gleichberechtigung. Ich meine das im Sinne des ursprünglichen Mannes: Groß, stark und mutig. Irgendwie habe ich das Gefühl, als wäre eine halbe Generation von Verzagtheit befallen worden. Stichworte: Stehpinkler und Enthaarung. Ja, mit der Emanzipation hat sich schon manches verändert. Früher diskutierten Männer über Fußball und pfiffen Frauen hinterher. Heute diskutieren sie über Rezepte, waschen und bügeln ihre Hemden selber. Das letzte trifft übrigens voll auf mich zu; manchmal wenigstens.
Wer jetzt allerdings glaubt, ich hätte von Männern als Spezies die Vorstellung vom harten Urtypen mit dem weichen Kern, der irrt. Ich sehe das mehr gemäßigt. Seltsamer Weise höre ich von Frauen oft, dass deren Ehetypen, wenns' mal ernst wird, große Jammerlappen sind. Nun weiß ich, dass Frauen gern zu ihren Gunsten fabulieren, aber an der Sache muss was dran sein.
Auch  ich habe zum Beispiel eine zeitlang  in ständiger Furcht gelebt, sprachlich Mist zu verbocken. Es ist das eine, Frauen zu lieben und anzuerkennen, Knigge wie eine Flagge vor sich her zu tragen und auch sonst immer Kavalier zu sein – und andererseits nicht das ganze komplette Repertoire sprachlicher Forderung parat zu haben, die beweist, wie ernst ich's mit der Gleichberechtigung meine. Stichwort "Innen".
Bis ich die Sache einmal ernsthaft hinterfragt und für mich definiert habe.

"Behaarte Männer sind ekelig!" So hört man allenthalben. Da stellt sich in einem (Shopping=)Einkaufs-Kanal ein gut gebauter Südländer zur Schau. Hatte ein paar Haare auf der Brust. Da haben sie ihn mit einer Haarentfernungslotion massakriert. Schließlich sah er aus wie ein glänzendes Ferkel. Und alle haben gejubelt. Freilich, er hat Geld dafür bekommen und es wächst ja wieder nach, aber nicht für Geld und gute Worte möchte ich für immer enthaart auf der Erde wandeln. Als man mir vor einer Operation den Schambereich und die Beine rasiert hat, wäre ich vor Scham am liebsten versunken. So als Nacktschnecke herumzuturnen, nein das hat mir nicht gefallen.

Allerdings - ich muss gestehen, dass ich mich bei der zweiten Operation vorher selber rasiert habe ... und mich daran gewöhnte. Immer im Hinterkopf die Worte einer Bekannten: "Die Zeiten von Tom Selleck (Wer ihn nicht kennt: amerikanischer Schauspieler, schön behaart und männlich) sind vorbei." Und: "Wenigstens gestutzt für den Verkehr ..."

Aber zurück um Rasieren. Die Frauen bejubeln es, es kommt in Mode und mancher von uns tut es prompt.

Brave Männer - den Frauen immer und überall untertan ... efrauzipiert, sozusagen ... Oder doch nicht? Auf jeden Fall polarisiert sich das Ganze. Die einen werden öffentlich als Machos niedergemacht - die anderen brüsten sich damit zu bügeln und zu waschen. Vielleicht erklärt sich daraus folgender Spruch aus einer Community: "Wenn Du MANN geblieben bist ohne Macho zu sein, Sport kein Fremdwort für Dich ist, dann schau doch mal vorbei."

Na, was soll's - ich koche auch gern. Aber das sagte ich wohl schon.

Stehpinklern widersetzt man sich sogar mit ganzen Kolumnen. Kataloge bieten sprechende Warngeräte an. An der Klobrille zu befestigen. Ich stelle mir das im Wald vor. Anstatt gediegen gegen die Borke eines Baumes zu nässen, hocke ich gespreizt über'm Moos - vielleicht Gefahr laufend, mir von hinten an die eigene heruntergelassene Hose zu machen. Es könnte aber auch sein, dass unter dem Druck der lauten Emanzenrufe die Hosenindustrie die praktischen Schlitze zum Herausholen des männlichen Geschlechtsteils wegrationalisiert. Was dann? Möglich ist alles. Übrigens - mir macht das Sitzen nichts aus.

Aber auch solche Folgen kann das haben:
"Ich habe lange Zeit geglaubt, dass die Welt gerechter wird, wenn Frauen mehr zu sagen haben. Das wurde mir zuhause ja auch so vermittelt, und in der Schule gabs die Bestätigung durch die kleinen Machos, die sich gegenseitig anfeuerten wenn sie mich quälten. Man hätte mich in späteren Jahren getrost auch als Feminist bezeichnen können, von der Überzeugung her. Und wenn Frauen in ihrer Lästerei über Männer mal das "Angewesene natürlich ausgeschlossen" vergessen haben nachzuschieben, so habe ich da schüchtern lächelnd drüber hinweggesehen. Gelächelt habe ich auch noch - wenn auch gequält - wenn Witze gemacht wurden über impotente Männer oder gar die Kastration von Männern. Ich finde an so einer Verstümmelung nichts lustiges. Und wenn ich an die Nierenschmerzen denke, die ich als Kind hatte, weil mir - von einer Frau - zu bestimmten Zeiten untersagt wurde die Toilette zu benutzen, so empfinde ich Witze über männliche Probleme im urogenitalen Bereich einfach nur als zusätzliche Demütigung. ...
... Inzwischen bin ich so weit, dass ich sehe, dass Feminismus und Machotum auf dieselbe Art und Weise menschenverachtend sind. Ich habe unter beiden gelitten. Was mich am Feminismus zusätzlich stört, ist dieser Heiligenschein, dass es darum ginge, unterdrückten Menschen zu helfen gegen die Unterdrücker. Ich glaube da inzwischen nicht mehr dran. "
(zitiert nach: http://www.selbsthilfe-missbrauch.de/gedanken/mensch/diskri.htm)

In  Behörden hat man (von Behörde zu Behörde unterschiedlich ...) verschiedene Regularien, damit wir auch wissen wie wir was tun dürfen oder auch nicht. Dazu gehören Frauenförderungs- und Gleichstellungspläne. Die Wortwahl "Gleichstellung", so meint man leicht, sei das Alibi für die Männer. Die seien da auch mit gemeint. Aber wenn ich Kollegen darauf ansprach, winkten die oft nur ab. "Lass mich in Ruhe mit dem Zeug ..." Männlein wie Weiblein. Natürlich gibt es überall auch etwas gegen die "sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz". Scherzkekse hinterfragen das denn gerne mal und stellen mit Begeisterung fest, dass es durchaus Ausnahmen geben kann: Im Fahrstuhl, beispielsweise, in Toiletten oder auf angrenzenden Sitzbänken schien das nicht zu gelten.

Ach, und was wäre ich froh gewesen, wenn man mich ständig belästigt hätte.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Frauen recht aufgeschlossen sind, wenn Männer ihre Reize wahrnehmen und sich angesprochen fühlen, wenn man ihnen Komplimente macht - und vielleicht dabei auch ihre natürliche Sexualität anregt. Frauen verlieben sich mit dem Ohr - Männer mit den Augen.

Ich setze voraus, dass die Männer selbst merken, wie weit sie gehen dürfen. Oder ob sie es, weil doch nicht gewünscht, lieber sein lassen. Ich weiß, dass es auch die Axt im Walde gibt.

Aber zurück zur "Belästigung". In einem Lehrfilm wurde mir mal demonstriert, dass sogar die Bemerkung über den "schönen, neuen Pullover" unter die Kategorie verbotener, sexistischer Anzüglichkeiten zählen kann. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Mit solchen Drehungen und Windungen wird der Mann zum Freiwild bösartig unterstellender Frauen. Diese Falle ist, weil behördlich abgesegnet, ständig aufgestellt - während sie doch eigentlich vor wirklichen Übeltätern schützen sollte. Denn keine Frau sollte "sexuell belästigt" werden.

Überhaupt finde ich ein meinem gesamten Bekanntenkreis – bis hin ins Ausland – keine Frau, für die die so genannte „Nichtgleichberechtigung“ eine Rolle im Leben spielt. Halt – doch, eine kenne ich! Wenigstens tut sie Berufs wegen so.

Im Fernsehen wurden mal international berühmte Filme begutachtet und der Zuschauerwertung freigegeben. Dann sagte eine der Begutachterinnen: „Solche Männer gibt es kaum noch. Er sagt: Hier bin ich, ich nehme dich und fertig.“ Die Wehmut war ihrem Tonfall anzumerken. Da ist der Mann, der weiß was er will, er nimmt sie in den Arm, sie fühlt sich geborgen, er sorgt für sie.

Sicher – ein Stück Wunschtraum schwingt da mit, aber auch etwas von der Rolle, die der Mann traditionell spielt. Sich um seine Frau auf seine Art zu sorgen wie sie für ihn auf die ihre.

Heute glauben manche Feministinnen das wäre überholt. Sicher - dort, wo die Frau den Mann versorgen will, wo sie möchte, dass er die Kinder groß zieht, wo er gleichberechtigt bügelt, putzt und alles richtig macht damit SIE sich dann wohl fühlt und er das anerkennt, dort ist das in Ordnung. Aber was ist mit den Frauen, die das so lieber nicht haben wollen? Die könnten Probleme mit den strategischen Planungen der Feministinnen bekommen, die auch ihren Nichtanhängerinnen vorschreiben wollen, wie sie zu sein haben.  "Politische Korrektheit" ist eine Umschreibung, der sich einige Vorkämpferinnen  feministischer Dominanz gern bedienen. Sie versuchen unter diesem Deckmantel ungefragt unters Volks zu bringen, was die Mehrheit möglicherweise gar nicht will. So sehr ich diese "Korrektheit" als Doktrin bekämpfe, so sehr unterstütze ich sie, wenn es um das Hinterfragen und Aufbrechen alter Krusten geht. Niemand hat die Wahrheit gepachtet. Ich schon lange nicht ... Und darum lerne ich immer mal etwas dazu.

Ich erinnere mich an eine nette junge Frau. Sie war in mich verliebt und meinte, sie würde alles für mich tun. Ich dagegen erwiderte ihr, dass ich gern eine selbstbewusste, energische Frau haben möchte, die sich nicht von mir abhängig macht oder sich in eine solche Abhängigkeit begibt.

Aber heimlich und manchmal wünsche ich mir doch, meine Frau wäre nicht ganz so selbstbewusst und fordernd. Da hätte ich es viel bequemer …

Gelesen in einem so genannten Gleichstellungsplan: "Wir brauchen einen Männerförderplan ist oft eine erste Reaktion wenn es darum geht einen Frauenförderplan aufzustellen. Frauen haben gegenüber Männern auch keine Defizite und es geht auch nicht darum, dass im ... mehr Frauen als Männer arbeiten. Es gibt aber strukturelle und gesellschaftliche Benachteiligungen, die es abzubauen gilt, um eine Chancengleichheit in der Ausübung ihres Berufes zwischen Frauen und Männern herzustellen."
Jetzt frage ich mich  - wenn Frauen keine Defizite gegenüber Männern haben - was soll's dann? Das war das erste, was mir ins Auge sprang und es hat mich gestört. Weil es von einem gestörten Verhältnis ausgeht, das dann doch keins ist, während es im Grunde an anderer Stelle wieder auftaucht. Nun, ich will nicht auf solch unglücklichen Formulierungen herumhacken. Aber solche Sachen sieht der Gesetzgeber inzwischen einfach vor und es wird halt zu Papier gebracht. Und, so denke ich mir, von den verantwortlichen Unterzeichnern nur ungenügend hinterfragt, damit es schnell vom Tisch und in der Schublade ist.

Aber mal im Ernst: Natürlich gibt es (noch) keine Männerförderpläne. Wozu auch? Wenn wir alle gleichberechtigt sind, dann ist's eh aus und vorbei mit den Plänen. Und bis dahin muss man mitarbeiten. Als Mann die Frauen unterstützen wo es nur geht. Ohne aus den Augen zu verlieren, dass sie im biologischen Sinn niemals den Männern gleichgestellt sein werden. Höchstens durch Geschlechtsumwandlung. Gesellschaftlich und politisch aber ist das eine ganz andere Sache und von Bedeutung. Ein Schande, wer nicht für die Frauen ist. Für die überwiegende Mehrzahl wenigstens. Denn auch unter den Frauen befinden sich welche, auf die trifft das Sprichwort zu: "Haarausfall bei den Zähnen ist bei Frauen gänzlich unbekannt".

An dieser Stelle fällt mir ein, dass ich keine Lobby habe. Es gibt für mich keine Beauftragten. Die Gleichstellungsbeauftragten sehen (bei aller Neutralität) doch auf die Gleichstellung der Frau v o r dem Mann, die Frauenbeauftragten nehmen sich meiner wahrscheinlich an, wenn ich sexuell belästigt werde (macht aber niemand – und wenn, dann werde ich mich nicht beschweren!), die Behinderten- und Ausländer- und Schwulen- und Lesbenbeauftragten sind nicht für mich da ... Also - ich hab' keine Lobby und muss mich so durchs Leben schlagen. Selbst unsere intelligente Regierung hat uns wegrationalisiert. Wir haben ein Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Männer fehlen da. Grünenpolitik! Übrigens - der Drochterser Thomas Schröder hat es mal versucht, als Männerbeauftragter bei der Stadt Stade und in der Gemeinde Drochtersen. Das war 1998. Die Frage wäre: Warum hat man ihn nicht genommen, obwohl er das im Ehrenamt vollbringen wollte?

Apropos sexuelle Belästigung: Auch das fällt mir sofort ins Auge:" ... die Beschwerdekommission setzt sich aus einer Beschäftigten / einem Beschäftigten des Personalamtes, einem Personalratsmitglied, der Frauenbeauftragten und einem weiteren Beschäftigten zusammen. In der Beschwerdekommission müssen mindestens zu drei Vierteln Frauen vertreten sein." (Richtlinie gegen sexuelle Belästigung)

Zu drei Vierteln Frauen? Ja, das nenn' ich Gleichberechtigung. Aber daran sieht man was passiert, wenn man solche wichtigen Dinge den Frauen überlässt. Wäre der Verfasser ein Mann gewesen, wäre es Halbe-Halbe ausgegangen. Wegen der Gleichberechtigung. Wetten?

Aber woher kommt das niedergeschriebene Ungleichgewicht? Vielleicht, so denke ich mir, liegt das daran, dass die Männer von Natur aus potentielle Perverslinge sind, die das alles nicht so ernst nehmen? Oder weil es sowieso Männer sind, die "sexuell am Arbeitsplatz belästigen"? Um falsch verstandenes Geschlechterbündnis zu verhindern, sind die Männer schon immer mal überstimmt durch die Mehrheit der Frauen. Also eine reine Schutzmaßnahme. Oder könnte es sein, dass nur Frauen gerecht urteilen können, während Männern der Blick wegen des Sexus ständig vernebelt ist? Natürlich mag sich jemand dafür eine Begründung überlegt haben. Ich vermute es war eine „jefrau“.

Das Linzer Frauennetzwerk definiert die Belästigung mit einer Besonderheit, die mich schon stutzig macht:  "... Sexuelle Belästigung ist eine Annäherung, die nicht auf Gegenseitigkeit beruht. ...  Der Belästiger versucht, Macht und Überlegenheit zu demonstrieren und verletzt die Würde der Betroffenen."  Die Frauen achten dort sehr auf "geschlechtergerechtes" Schreiben. Darum hätte ich mir gewünscht, dass sie sprachlich auch mal in Erwägung ziehen, dass es die Belästigerin geben könnte.

Wenn ich als Mann gelernt habe, Frauen zu respektieren, höflich zu sein, manchmal den Kavalier zu spielen, sie anzuerkennen und das gern und selbstverständlich tue (auch wenn einem hier und da wegen Trotteligkeit ein Lapsus passiert: Ich hab da mal zu einem Geburtstagskind gesagt: "Ich wünsche Ihnen viele Falten ..." "Oh, das war aber charmant ..." Dabei hatte es heißen sollen: "Und wenn Sie mal Falten bekommen, dann nur Lachfalten ..." Aber der Satz war raus und ich ärgere mich noch heute über so viel Dämlichkeit ...) - was werde ich wohl von den Frauen halten, die das dieserart hinschreiben?

Ich weiß ja - sie meinen nicht mich, sondern diese Regeln sind für die anderen Bösen gedacht. Ich kenne aber auch die Grundhaltung dieser Schicht Mensch: Sie sehen sich von vornherein in der Opferrolle. Aber bitte, keiner kann mir verübeln, dass ich doch enttäuscht bin. Vergnatzt. Nicht anerkannt. Und da sehe ich doch die andere Seite der Welle auf mich zurollen. Nicht männlicher Sexismus in der Gesellschaft, den wir gerade abzubauen versuchen, sondern femininer. Da wären wir wieder bei der Frage der Gleichstellung und Gleichberechtigung. Geht's mit straffen Schritten aufs Matriarchat zu? Es hat ein Für und Wider. Das mit dem Patriarchat war ja auch nicht das Gelbe vom Ei. Wie wäre es mit einem Matriaparchat? Oder Patriamarchat? Es ist ein Kreuz - welche Form nehmen wir denn nun zuerst? Sei's drum. Frauen zuerst ...

Eine Folge des Feldzuges ist also auch: Ein Mann kann heute leicht der Willkür einer Frau ausgeliefert sein: Bei Ehescheidungen und in Sorgerechtsverfahren, bei Vorwürfen von angeblicher sexueller Belästigung, von Kindesmissbrauch oder „Vergewaltigung in der Ehe".

Gründonnerstag 2005, also am Tag vor Karfreitag, waren wir in Osterlaune. Auch in der Kantine meiner Arbeitsstätte  bekamen alle ein bunt gefärbtes Ei. Höflich wünschte ich vier Frauen an einem Tisch ein schönes Fest. Das macht man nicht alle Tage, aber erstens stand eben Ostern bevor und zweitens saß dort auch Frau G. Eine nette, aufgeschlossene, gut aussehende Kollegin, die mal von sich gesagt hat: „Ich bin nicht leicht zu nehmen, aber dann sehr pflegeleicht.“ So oder ähnlich. Wir flaxten mit ein paar Worten herum … Und im Abgang, bereits aufgestanden – stehend also - rief sie mir dann zu: „Und nach Ostern sehe ich nach, ob noch alle Eier da sind. Ich bringe auch kleine Handschuhe mit …!“ Breites Grinsen überall in der Kantine.

Da war sie nun endlich - die richtige Belästigung. Anzüglich und voller Hintertücke. Weiblicher wohlgemerkt. Mir fiel nichts Besseres ein als zu antworten: „Aber die müssen gefüttert sein. Ich bin dort empfindlich.“

Am darauf folgenden Dienstag wurde ich von einem Kollegen gefragt: „Und? Hat sie nachgesehen?“ Ich wusste erst nicht, was er meinte, weil ich die geplante Aktion wieder vergessen hatte – aber dann wurde mir bewusst, dass ich nachhaltig in den sexistischen Mittelpunkt weiblicher und männlicher Phantasien gerückt war.

Jetzt hätte mir zugestanden, mich misshandelt fühlen zu müssen. Denn im Umkehrschluss: Was hätte man von mir gehalten (und Ohgottotgottogottogottogott wäre dann jemand zur Frauenbeauftragten mit ihrer Kommission gelaufen …!), wenn ich sie vernehmlich gefragt hätte: „Darf ich nächste Woche mal den Finger reinstecken, um zu prüfen ob Sie schon ausgetrocknet sind …“?

Mir hat’s gefallen, dass jemand in aller Öffentlichkeit auch mal so was von sich gab. Noch dazu, dass es eine Frau war. In der Regel werden Anzüglichkeiten ja Männern zugeschrieben. Sie hat es scherzhaft gemeint und alle haben es auch so aufgefasst.

Aber wetten, dass man aus so einem unernsten Scherz jemand inzwischen einen ziemlich handfesten Strick drehen kann? Manche „Frauenbeauftragte“ ist geradezu erpicht darauf, Männern eins auszuwischen oder sie wenigstens zu belehren. Dafür stellen sie sogar Pläne auf. Und alles Salbadern von der ach so schönen Toleranz ist kaum die Luft wert, die man darüber verschwendet. Auch wenn sich jetzt die eine oder andere auf den Schlips getreten fühlt (ja, auch Frauen tragen inzwischen Schlipse!) - es ist ihr Beruf, von gesetzeswegen, darauf zu achten, dass Frauen immer besser und besser gestellt werden. Wenn sie es denn nicht tun würden - tja, dann müssten sie ihr Gehalt zurückgeben oder kündigen.

Eine sehr wichtige Beschäftigung scheint mir auch die Sache mit den Frauenparkplätzen zu sein. Vor allem habe ich bis heute nicht verstanden, welche ursprüngliche Überlegung dieser Sache zugrunde liegt. Da fahren Menschen mit dem Auto herum, auf der Suche nach einem freien Parkplatz. Dem Platz ist es völlig wurscht, wer im Auto sitzt. Doch siehe da, auf einmal darf er nicht mehr allgemeiner Platz sein, sondern die Mehrheit aller PKW-Besitzer wird ausgegrenzt. Ausgesperrt. Anstelle des drohenden Fingers gibts ein Schild spendiert: Frauenparkplatz. Nun hat das zwar rechtlich überhaupt keine Bedeutung, im Gegensatz zu den Behindertenparkplätzen, ich kann mich also bequem draufstellen, ohne dass was passiert ... aber irgendwie ... Sollten sich boshafte Männer diese Sondervorschläge ausgedacht haben, weil sie Angst um ihre Autos haben? Wir sind ja manchmal auch boshaft, wir Männer.

Unter dem Einfluss der Gleichberechtigung werden also immer mehr Sonderregelungen für Frauen getroffen, als wollte man Behinderten das Leben erleichtern. In den meisten Parkhäusern findet man solche Sonderparkplätze. Ob die Frauen dadurch sicherer ein- und ausparken können, ist fraglich. Die Grünen haben im Bundestag zum Beispiel auch mehr Frauenabteile in Liegewagen gefordert. Es waren übrigens grüne Frauen. Ich weiß nicht, ob die verheiratet waren.

Diese Art der Ausgrenzung aus der allgemeinen Menschheit hat für mich fatale Folgen: Anstatt höflich einer fahrenden Frau den Vorzug bei der Stellplatzsuche zu lassen, denke ich inzwischen oft: Sie hat ja ihre eigenen Möglichkeiten. Sie ist eben ein Sondermensch. Mit Privilegien, die uns niederen Männern nicht zustehen. Da muss ich mich nicht mehr kümmern ...  Gut, dass der Gesetzgeber mitgedacht und reguliert hat.  Ja, das ist wichtig für die Menschheit und die Gleichstellung.
Und so wird aus der Frau ein ausgegliedertes Etwas ... Ob sie das verdient hat, so behandelt zu werden? Neben der sprachlichen Apartheid ist nun eine ganze neue gesellschaftliche hinzugekommen.

Um es hier noch einmal zu untermauern: Ich bin sehr für die Gleichberechtigung zwischen allen Menschen. Ich bin nur gegen einseitige Bevorzugungen. Von Männern und von Frauen. Oder anderen Menschen. Obwohl: Die alten Germanen glauben, in den Frauen sei etwas Heiliges und Vorhersehendes, deshalb verschmähen sie weder ihre Ratschläge noch vernachlässigen sie ihre Antworten.  Publius Cornelius Tacitus, (um 55 - um 120 n. Chr.), römischer Geschichtsschreiber Quelle : »Germania«

Wer käme schon auf die Idee, einen Männerparkplatz zu fordern? Und warum vor allem? Wie gesagt, auch darauf habe ich keine Antwort gefunden.

Natürlich habe ich mir, als ich an diesem Buch gearbeitet habe, auch die Meinung anderer eingeholt. Also zum Beispiel von der Partei DIE FRAUEN:
... Ziel der Feministischen Partei DIE FRAUEN ist die Gestaltung einer herrschaftsfreien Gesellschaft, in der nicht auf Kosten von Frauen, anderer Völker oder der Natur gelebt wird, eine Gesellschaft, in der für alle Personen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft, ihrer Nationalität gleichwertige Lebensbedingungen bestehen ... und wendet sich gegen jede Form von Gewalt, Sexismus und Rassismus.

Wie ich das so lese, bin ich gern bereit, einzutreten und das zu unterstützen, weil das auch meiner Haltung entspricht.

Aber dann habe ich im Paragraphen 2 gefunden: Mitfrauen der Partei sind natürliche Personen mit Vollendung des 14. Lebensjahres, die sich zu den Grundsätzen der Partei und ihrem Programm bekennen und in die Partei aufgenommen wurden. Mitfrauen im Sinne der Satzung sind auch männliche Parteizugehörige.

Und genau das - nämlich solche obstrus neu eingeführten Unregeln in der Sprache - halte ich für sexistisch und rassistisch. Damit ist es gleich wieder aus mit der geheuchelten Gleichberechtigung. Denn in ihrer Sprache werden Männer gezielt und geflissentlich ausgeblendet.
Aber warum nur haben die Gründerinnen die Wortschöpfung "Mit"frau gewählt? Und worin unterscheidet sie sich von einer Frau?

Ein ganz anderes Kapitel sind die wilden Weiber, die sich gegenseitig auf die Schnauze hauen. Ich meine die Boxerinnen wie Halmich und Co. Wer sich die überall veröffentlichten Bilder zu Gemüte führt, ist beeindruckt. Zumindest ich. Richtig eingeschlagene Gesichter, die von Weiblichkeit soweit entfernt sind wie eine drei Jahre alte vertrocknete Pflaume. Es ist ein Sieg der Erhebung der Frauen aus der Asche der Unterdrückung, wenn sie auch Moderatoren, wie dem verfetteten Stefan Raab  2001 und 2007  sehr medienwirksam auf die Nase donnern dürfen. Zeigt er sich doch gleichzeitig als Schande einer ganzen Gattung, indem er prügelnd auf eine Frau losgeht. Ich habe diesem absurden Quotenkauz jede Niederlage gegönnt.  Ich habe mir aber auch nicht gewünscht, dass die Halmich, sie war über viele Jahre  Weltmeisterin m Fliegengewicht der WIBF, ihm die Birne weichklopft. Weil es zwar vielleicht interessant, nicht aber im Sinne des Zusammenlebens von Frau und Mann sein kann, dieses unwürdige Schauspiel auch noch millionenweit über den Äther zu vermarkten.
Soweit zum Mann. Aber wenn sich die sportlichen Emanzen gegenseitig mit der Faust das Gesicht verbeulen, dann fühle ich mich auf eigentümliche Weise vorgeführt. Wenn es die Männer tun und dazu Boxsport sagen, dann war es mir bisher gleichgültig. Wenn es die Frauen uns im Zuge dieser Emanzipation aber gleichtun, berührt es mich unangenehm. Ich will die Frau nicht als Mann betrachten. Ich will ihr Achtung, Gefühl und eine vernünftige Portion Unterwürfigkeit entgegenbringen. Die Unterwürfigkeit, die sie schamlos ausnutzt, weil sie weiß, wie sehr sich ein Mann opfern kann, wenn er sich verliebt hat. Und von der ich weiß, dass sie es tut und ich mich dennoch nicht wehren kann. Nun - das sehe ich gelassen.

Nicht aber  die eingebeulten Gesichter von hübschen, richtig ansehnlichen jungen Frauen. Wie die Halmich ...'
Aber wenn sie gelassen auf den einige Kilo schwereren und viel größeren Batzen Stefan Raab gelassen herabsehen kann - dann wundert es nicht, dass eines ihrer Bücher den Titel trägt: "Die Kraft ist weiblich".
Eine Schande, dass die Gräben, die zwischen den Geschlechtern ausgehoben wurden, solche Resultate bringt. Ich denke, die eigentliche Kraft erwächst nur aus einer geeigneten Verbindung zwischen Frau und Mann. Dann sind wir wirklich stark. Gemeinsam. Woher nur stammt die Kraft, die uns trennen will? Immerhin: dieses unwürdige Schauspielen haben sich die Frauen von uns Männern abgeschaut. Das macht mich nachdenklich.

 

Der unanständige Blick

Ich erinnere mich, wie meine Tochter, die mag damals vierzehn gewesen sein, erbost nach Hause kam und von einem alten Lüstling berichtete, der sie auf der Straße angestarrt hatte. Der wahrscheinlich für sie anzügliche Blick hatte sie verletzt und sie fühlte sich unangenehm berührt.

Heute, ich bin Jahrgang fünfzig, ertappe ich mich ständig dabei, dass ich junge Mädchen und Frauen mit Wohlgefallen betrachte. Nicht dass ich mich erst seit heute umdrehen würde, nein, aber man sollte meinen, dass man in diesem Alter vielleicht mehr nach gleichaltrigen Ausschau hält. Weit gefehlt. Während ich altere, werden die Frauen die mir gefallen ständig jünger. Das ist schon blöd, weil die Chancen, sexuellen Kontakt zu erhalten damit immer geringer werden.

Nun, auf jeden Fall, wenn ich nicht aufpasse, kommen jetzt andere Töchter nach Hause und empören sich über den alten Lüstling.

Die Evolution hat aus gutem Grund die Fortpflanzung vorgesehen. Geschmückt hat sie das Paarungsverhalten noch mit Eigenheiten, damit das auch richtig und so oft wie möglich klappt. Beim Mann sind das die Augen und die Phantasie, vielleicht noch der Geruch, aber da sind wir nicht  sehr empfindlich. Zumindest nicht vordergründig. Das geht dann vielleicht doch mehr instinktiv ab, ohne dass wir es so richtig registrieren. Also bei mir zumindest ist das so.

In der Praxis denkt der Mann also, wenn er gesund und naturbelassen  heterosexuell ist, beim Anblick von Frauen oft an Fortpflanzung. Na ja - vielleicht weniger an Fortpflanzung sondern mehr an den Genuss des Orgasmus. Der ist einfach nur schön und toll und überhaupt ... Wenn ich sage, alles Schöne fängt mit F an, dann denken in der Regel die Anwesenden sofort an die Fortpflanzung.
Andererseits glaube ich, würden Männer und Frauen diesen Trieb ungezwungen ausleben, wäre die Menschheit schon längst an Überbevölkerung erstickt. Zum Glück gibt es da Regularien, die sich die Gesellschaft aufgebaut hat. Das kann aber auch das Gegenteil bewirken. Gut vorstellbar ist, dass die Deutschen, wenn sie sich weiter so verhalten, eines schönen Tages nur noch Geschichte sind, weil sie sich nicht mehr fortgepflanzt haben. Ich hege die Vermutung, dass die Dienstanweisungen gegen den Sex da ein Quäntchen Anteil haben könnten. Aber - um auch hier Klarheit zu schaffen: Tätern, die Menschen sexuell Gewalt antun würde ich gern per Gesetz die Höchststrafe zukommen lassen.

Aber kehren wir zum Mann zurück. Er trifft auf eine junge hübsche Frau, die sich leicht bekleidet hat – nur für sich natürlich – und schätzt mit den Augen die sekundären Geschlechtsmerkmale ab. Die Vorstellung, sie nackt zu sehen, ihre Brüste zu berühren und die Brustwarzen zu küssen kommt in der Regel automatisch. Bei manchen Männern gerät dabei das Gehirn so außer Kontrolle, dass der Blick …

Schlimm empfinde ich die in Talk-Shows gern produzierte Meinung etlicher Frauen: "Das trage ich nur für mich." – Soll heißen: Auch wenn sie nackt die gewagtesten Verrenkungen vollführt oder gar mal etwas herausschauen lässt, was sie sonst verbirgt - den Mann hat das nicht zu interessieren. Der muss so tun als sei sie Luft.

Armer Hund.

"Der hat mich ja mit dem Blick ausgezogen!" entrüstet sich die "nur-für-sich" Frau. "Das Schwein!"

Zugegeben: Er hat. Aber wie soll ich die Einschätzung der Frau interpretieren?

Der arme, so gescholtene Mann hat im Grunde nur das instinktiv vollzogen, was ihm die Evolution in die Wiege gelegt hat. Leider war sich die "nur-für-sich" Frau dieses Naturgesetzes nicht bewusst und wundert sich nun. Eigentlich hätte sie in der Schule nur richtig zuhören müssen. Aber vielleicht hatte sie ja eine Biologielehrerin, die selber nie einen Mann abbekommen hat. Dann wäre es erklärlich. Oder sie war in den Fängen frustrierter, dafür aber lauter Feministinnen, die die Männerschaft am liebsten ganz abschaffen würden. Aber die haben garantiert im Biologieunterricht auch nicht aufgepasst, als es um die Unterschieden zwischen den Geschlechtern ging. Darum versuchen auch manche, den Männern ähnlicher zu sein als ihren Geschlechtsgenossinnen. Warum nur, denke ich manchmal, wo sie doch die Männer nicht richtig mögen ...

Richtig ist, dass wir gelernt haben, diese Sexualität nicht wie auf dem Tablett vor uns her zu tragen. Das bedeutet aber nicht, dass wir sie ausgetrieben und aus den Genen verbannt hätten. Die ist noch da! Und wie! Primär bei Männern, die ständig versuchen, eines ihrer Körperteile in engen Kontakt mit dem Pendant der Frau zu bringen. Ich glaube ganz fest, dass auch die Frauen nicht abgeneigt sind, den Orgasmus zu genießen. Das Ritual der Ehe, über tausende von Generationen Bestandteil der Zivilisation, stößt hier an seine Grenzen. Auch der treueste Ehemann geht, wenn schon nicht körperlich, so doch in Gedanken häufig fremd. Wenigstens im Ansatz.

Es existieren so lasche Sprüche wie: "Ich kauf doch keine Kuh, wenn ich ein Glas Milch trinken will." oder "Ein Junggeselle ist ein Mann, dem zum Glück die Frau fehlt." treffen das Dilemma nur unzureichend. Als Mann gefallen mir solche Sätze natürlich. Ich kann aber auch über die weibliche Variante herzlich lachen: "Wozu ein ganzes Schwein kaufen, wenn man zum Schluss doch nur ein kleines Würsten bekommt."
Zur Aufzucht des Nachwuchses – das können dann locker über zwanzig Jahre werden – ist eben eine Gemeinschaft die beste Lösung.

Freilich gibt es in der Natur auch andere Beispiele. Nehmen wir die Katzen. Der Kater als Mann ist da fein raus. Vergnügt sich und überlässt alles andere der Frau. Auch nicht die feine Art, aber es funktioniert. In der freien Natur. Wir gehören da nicht mehr dazu. Jedenfalls sind wir nicht mehr frei, sondern fast zur Bewegungslosigkeit völlig verschnürt durch ein undurchsichtiges Geflecht an Regeln, Vorschriften, Vorstellungen und Forderungen.

Ich gebe allerdings zu, ich habe diese Zeit der Aufzucht unserer  Tochter außerordentlich genossen. Dieses Glück hätte ich  wahrscheinlich ohne die Ehe in dieser intensiven Form nicht gehabt. In dieser Zeit wäre mir aber nicht in den Sinn gekommen, wider meinen natürlichen sexuellen Trieb zu handeln. Nach wie vor habe ich, zumindest mit den Augen und der Phantasie, weiter Frauen sozusagen ausgezogen … ohne böse Absicht natürlich, weil genetisch bedingt!

Bin ich nun ein Schwein?

"Schwanzgesteuert", hört man manchmal Frauen sagen. Das soll abwertend klingen. Dabei trifft es in der Regel den Kern. Menschen werden durch ihre Gefühle gesteuert. Das wiederum hängt mit der Ausschüttung von Hormonen zusammen – es ist ein natürlicher Prozess. Wenn ich als Mann also Frauen nachsehe und der von der Evolution für mich vorgesehenen Pflicht zumindest in der Phantasie nachkomme – was kann daran schlecht sein?  Das zumindest wäre eine Ebene, wo die Frauen den Männern keine Gefühlsarmut nachsagen könnten.

Im Umkehrschluss ist es also gut. Die milliardenfache Vermischung von Chromosomen über die Ausschüttung von Sperma verhindert die Folgen des genetischen Niedergangs der Menschheit. Was die Frauen also meinen herabwürdigend zu sagen, macht manche Männer sogar noch stolz. Mehrheitlich ist der Trieb zur Vergrößerung der Menschheit also bei uns angesiedelt.

Die Geschichte vom "alten Lüstling" – warum sehen wir das verächtlich? Ist auch im Alter noch "Lust" zu haben etwas Verwerfliches? Scheinbar, in den Augen mancher Frauen. Ich als Mann bin da eher neidisch.

Ich glaube also, man sollte diese Männer pausenlos beglückwünschen zu ihrer vitalen Gesundheit.

Eine Emanze faucht einen Herrn an, der Ihr die Tür aufhält: "Bloß weil ich eine Frau bin, brauchen Sie mir nicht die Tür aufhalten!" "Ich halte ihnen nicht die Tür auf, weil sie eine Dame sind, sondern weil ich ein Gentleman bin!"

Eine Kollegin: "Haben Sie schon mal bemerkt, dass Sie immer zuerst durch die Tür gehen?" Es ist die Kollegin, die auf die Gleichstellung zwischen Mann und Frau hinwirken soll.

Ja, wie denn nun ...

 

Der gute Zuhörer

Mit Interesse und Verständnis höre ich gern, was Frauen wünschen – sie möchten einen Mann, der romantisch ist, sensibel und zuhören kann. Besonders über den letzten Wunsch falle ich wie ein Verdurstender immer wieder her.

Ich unterhalte mich mit meiner Tochter, meine Frau kommt herein und mischt sich unsensibel in das Gespräch. Ohne Rücksicht. Wie ein Pferdekutscher schnalzt sie mit der Zunge und beginnt ihr eigenes Thema. Früher habe ich rücksichtsvoll geschwiegen. Höflich und zurückhaltend und nach langer Zeit, wenn überhaupt möglich, den Faden wieder aufgenommen. Jetzt fahre ich ihr in die Parade: "Merkst du nicht, dass ich mit Carolin spreche?" Beleidigt rauscht sie ab.

Ich übertreibe das hier mal ein wenig - aber es trifft den Kern.

Ich weiß, dass Frauen im Gespräch miteinander und untereinander viele Dinge gleichzeitig tun können, ohne sich daran zu stören, wenn jede mit jeder spricht. Sie sollen ja dafür prädestiniert sein.

Als Lehrer – und darauf war ich ein wenig stolz – habe ich gelernt, mehrere Dinge gleichzeitig tun zu können. Sprechen, aufpassen, andere Schüler korrigieren. Den ganzen Laden mit den verschiedensten Vorgängen auf einmal im Auge – das war eine normale Leistung.

Andererseits drehe ich das Radio leise, wenn ein Telefonanruf kommt. Ich kann mich dann besser konzentrieren. Also nur eine Sache. Aber: Ich konzentriere mich auf das Gespräch mit meinem Gegenüber, ich zeige, ohne Nachzudenken Achtung und die Bereitschaft aufmerksam zu sein. Dem anderen zuhören, ohne ihn ständig zu unterbrechen, das halte ich für eine Art der Wertschätzung. Sollten Frauen das anders sehen?

Im Kollegenkreis ist es nicht anders. Ich war in der Regel eingekreist von Frauen. Die wenigen Kollegen mit männlichen Sexus spielten da eher eine untergeordnete Rolle.

Minidialog zwischen meiner Frau und mir:
Ich hebe zur Antwort an … komme aber nicht zu Wort.
Mit der Bemerkung: "Unterhalt dich doch mit dir selbst, du willst ja keine Antworten hören", wende ich mich zum Gehen. Ich bin vergnatzt. fühle mich gedemütigt und überhaupt nicht gleichberechtigt.
"Du bist verklemmt. Typisch Mann."
"Verklemmt? Ich versuche nichts anderes, als auf deinen ersten Gedanken zu antworten."
"Was für einen Gedanken? Den hab ich mir doch schon längst selbst beantwortet. Sei mal locker."

Frauen sollten sich nicht wundern, wenn sie auf eine Frage, auf die sie keine Antwort erwarten, eine Antwort erhalten, die sie nicht hören wollten. Männer sind zu simpel (= einfach, korrekt und gerade) gestrickt. Die denken beim Sprechen selten um die Ecke.

Manchmal missverstehen wir uns auch gründlich. Meine Frau stört es sehr, wenn ich stundenlang vor dem Computer hocke. Und selber mag sie den PC nicht. Typischer Satz: "Ich hasse Computer." Allerdings, so im Verlauf der Jahre hat sie trotz aller ihrer Abneigung doch gelernt Mails zu schreiben oder abzurufen, zu surfen und auch Seiten zu finden, die sie finden wollte. Auch wenn wir uns vorher immer mal in den Haaren hatten, weil ich ihr nicht zeigen wollte wie es geht - ich dachte, es wäre besser, wenn sie es selber probiert - das hat mich schon gefreut.
Hatten wir Besuch. Ein befreundetes Ehepaar, dass sich jahrelang gegen Computer ausgesprochen hatte - weil, das braucht man nicht - war zu Gast. Nach wie vor lehnten sie den Computer ab, aber im Internet sich schlau machen, das wollten sie inzwischen tun und darum brachte ihr Sohn einen Computer. Sie fragten mich, ob ich ihnen bei Surfen ein wenig unter die Arme greifen könnte, so am Anfang ...
Aber freilich, das stand für mich außer Frage. Allerdings beging ich dabei den Fehler, meine Frau lobend zu erwähnen. Also, man könne in der Not doch auch meine Frau fragen, wenn es eilig sei und ich nicht da. Ich konnte also stolz auch auf mein Eheweib verweisen.
Hatte ich gedacht. Großer Irrtum. Ganz großer Irrtum. Als die Freunde gegangen waren: "Du willst ihnen wohl nicht helfen?" Die Frage war ernst gemeint. Ich war verblüfft. "Wieso denn das?" "Du hast gesagt, sie sollen mich fragen ..." Nein, das hatte ich nicht. Ich hatte meine Hilfe verbal angeboten und ich hatte auch "auch" gesagt, als ich von meiner Frau sprach. Das sollte nichts anderes bedeuten als: Meine Frau ist schlauer also ihr.

Die Reizboten und die Werbung

Manchmal senden Frauen Signale aus.

Bei meiner Tochter ist mir das einmal aufgefallen. Mit den Worten "Da ist er wieder!" stand sie auf und ging zum Ufer des Strandes.

An unserem Strand bewegte sich auf skurrile Weise täglich mehrmals ein gut gebauter, durchtrainierter Männerkörper durch die Massen.

Ihr Gang war diesmal anders, ich habe es genau gesehen. Da gab's so einen besonderen Hüftschwung. Und plötzlich, nach einigen Jahrzehnten der Ahnungslosigkeit stellte ich fest: Unter bestimmten Umständen teilen uns die Frauen sehr wohl und nonverbal mit, dass sie Interesse haben. Woran auch immer. Meist wird es nur die Aufmerksamkeit sein, die sie einfordern. Nur die richtig emanzipierten wollen einen dann auch direkt zum Verkehr animieren.

Aber, und das ist wohl unser oder zumindest mein Dilemma: Manche Dinge sehen wir einfach nicht oder können sie nicht deuten.

Also bei dem Hüftschwung meiner Tochter konnte ich sehr wohl durch den Vergleich Vorher-Nachher eine Einschätzung treffen. Aber wie ist das, wenn man diese Möglichkeit nicht hat und nur auf das "Nachher" trifft? Wie auch immer: Frauen üben sexuelle Reize auf Männer aus, auch wenn sie es nicht wollen.

Diese einfache Tatsache machen sich die Werbestrategen oder Marketingexperten zu eigen. Wo es möglich ist, setzen sie weibliches Fleisch ein. In der Regel werden uns junge, schlanke Frauen ohne Cellulitis päsentiert. Sie haben meist mit dem Produkt nichts zu tun, aber man schaut halt gern hin. Jedenfalls ich. Ich denke, die Frauen tun das auch, weil sie ja vergleichen. Brust-, Bauch- und Hüftumfang oder vielleicht die Haarfarbe. Lustig ist das manchmal schon. Zum Beispiel wenn eine Waschmittelproduktreklame für den Intimbereich der Frau wirbt. Da bekommen die Zuschauer mitnichten den Intimbereich gezeigt, um den es ja letztlich geht, damit er schön und duftend und sauber und gepflegt ist. Nein, ich bekomme nur mal kurz ein Stück nackte  Brust gezeigt. Na ja, ich denke, auch die geneigte Zuschauerin wäre mehr an konkreten Produktinformationen interessiert als an eben dieser Brust. Aus diesem Grund vermutete ich, die Werbung zielte doch mehr auf die Augen des Mannes – vielleicht sollte er darauf aufmerksam gemacht werden nach dem Motto: Nun schenk ihr doch mal was Richtiges zum Waschen für den Intimbereich. Dann klappt' s auch wieder mit dem Sex. Oder so ähnlich.

Aber die Strategen haben auch die Frau als Ziel entdeckt. Zur Freude der Zuschauerinnen gibt’s neben dem angepriesenen Produkt auch noch einen ansehnlichen Mann. Der Spot hebt Zewas Küchenpapier hervor. Slogan: „Mit einem Wisch ist alles weg“. Die Begeisterung kennt keine Grenzen, wenn der Mann unter der wischenden Hand der Frau neben Schmutz und Abfall auch gleich – schwupps – mit verschwindet.
Damit setzen die Strategen natürlich einen völlig falschen Ansatz. Erstens fordern sie dazu auf, Männer mit dem Zewa-Küchenkrepp aus der Welt zu tilgen. Das könnte ich als latente Aufforderung zum Männermord auffassen. Na, die eine oder andere Feministin wird sich begeistert die Hände reiben. Aber zweitens, und das ist wichtiger als die gemeuchelten Männer: Welcher Mann wird jetzt seiner Frau solches teuflische Zeugs mitbringen? Oder es gar selbst benutzen? Die Gefahr, dass er sich bei der Berührung mit dem Zauberpapier selber ins Jenseits befördert ist doch viel zu groß.
Ich denke also, diesem Werbespot wird kein sonderlicher Erfolg beschieden sein. Obwohl ich ihn das erste Mal recht amüsant fand. Schließlich – wenn die Frau so fleißig putzt, dann brauch ich’s ja nicht einmal im Entferntesten in Erwägung zu ziehen. Da kann ich weiter auf dem Sofa lümmeln.
Was mich aber bewegt: Welche Person hat sich diesen miesen Gag ausgedacht? War’s das Hirn einer Frau oder das eines Mannes? Oder ein Schwuler oder eine Lesbe? Das würde mich nun brennend interessieren. Aber nicht so sehr, dass ich es ernsthaft erforsche. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es ein Mann war, der zu Hause selber viel putzen muss und sich so die Befreiung von dieser Arbeit vorstellte.

Männermordend auch ein Spot, indem beide an einer Klippe in den schönen Nachhimmel sehen. Der Mann, gefühlvoll wie er ist, sagt beim Anblick einer Sternschnuppe: "Du kannst dir was wünschen." Er hätte ja auch schweigen und sich den Wunsch ganz allein für sich erfüllen können. Nein, er schenkt ihn seiner Frau. Aber die - ganz im Sinne einiger Feministinnen - hat sich heimlich schon was gewünscht. "Hab ich schon", sagt sich und trinkt genussvoll eine bestimmte Art von Kaffee. Die Botschaft: Störe nie eine Frau bei ihrem Genuss, oder du stirbst beim Hinabstürzen von der Klippe. Der Mann, ja der lag da schon zerschmettert unten. Das haben die aber nicht gezeigt.
Die Botschaft für mich: Was würden die Frauenrechtlerinnen tun, wenn wir Männer die Frauen reihenweise im Fernsehen als Reklame umbringen?

Auf einem schönen, großen Plakat zur Werbung von West-Zigaretten tauchte kürzlich (im Dezember 2005) eine Frau auf. Slogan: "Sich auch über Kleinigkeiten freuen". Nackt war sie nicht, aber sie hielt einen wunderschönen roten Slip (ein Tanga wäre zu dürftig gewesen) in der rechten Hand, den sie mit der linken Hand auseinander zog. Ein Blickfang. Der rote Slip! Nun frage ich mich, was sich die Leute dabei gedacht haben: War's der Kampf gegen das tödliche Nikotin, das die Männer verführen sollte: Glimmstengel oder Höschen? Das würde sogar bei Frauen funktionieren: Schachtel oder Slip. Ergebnis: Niemand kauft mehr West-Zigaretten, sondern deckt sich als Alternative eben mit diesem schönen roten Etwas ein. Außerdem gibt's ja auch Männer, die auf so was stehen und das selber aufziehen.
Aber, um ehrlich zu sein, ich denke nicht, dass meine Überlegung richtig war. Allerdings habe ich bis heute nicht verstanden, welche Parallelen sich in meinem Hirn zwischen der Schachtel und dem Slip vollziehen sollten, damit ich die Zigaretten kaufe.

Da gibt’s auch noch die AXE-Auftritte. In den letzten Jahren brauchte der Mann sich nur mit dem Deo einzudieseln, und schon fallen ihm die Frauen in Scharen zu Füßen. Ich habe es probiert. Es funktioniert – garantiert! – nicht. Obwohl der Geruch eines brünstigen Mannes ja erotisierend auf das weibliche Geschlecht wirken soll. Wahrscheinlich hat mir immer im gewünschten Fall die zusätzliche Mischung meiner eigenen Drüsen gefehlt. Sehr schade … 2006 stand dann ein Mann am Strand. Einer wie du und ich. Aber auf in zu wälzten sich über das Meer, den Strand und das angrenzende Gebirge ungeheure Ströme an Frauen. Frauen ohne Ende in einer wahren orgastischen Wanderung auf den Duft zu. Das hat mich schon beeindruckt. Und mir gezeigt, wieviel ich von Werbung halten darf.

Nur - hier wurde das Ende ausgeblendet. Sehr zum Schaden der Werbestrategen. Denn es könnte gut sein, dass die Amazonen extra heranströmten, um den Verursacher dieses Geruchs ein für allemal daran zu hindern, sich weiter zu verduften. Sie wissen, was dann passiert ist?  Oder sie massakrieren ihn, weil's so stinkt.

Höchst bemerkenswert auch die Auftritte von lüsternen Frauen, die in Spots einer Bierwerbung und einer Offerte fürs Mobiletelefonieren 2006 über die Bildschirme und LCD-Screens liefen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein in Kraft und Saft stehender Mann genussvoll die Bierflasche schwenkt und sie als Überraschung der Pheromone ausströmenden Frau vorzieht, die schon daliegt. Wo man also kaum Arbeit hat, so mit Bestricken, Bewerben, Befummeln und so einem Kram. Mal ehrlich, wie oft kommt es schon nach einigen Jahren Ehe vor, dass die Frau vor Geilheit nach ihrem Mann schreit. Diese Sorte Frau ist, glaube ich, eher selten - wenn man der Literatur glauben darf. In der Praxis habe ich da wenig Vergleiche. Ich habe immer noch ein und dieselbe Frau. Ich betrachte diese Werbung mehr als Verhohnepiepelung der Menschheit. Bier kann man rund um die Uhr bekommen. Die Frau nicht. Darum denke ich, dass die Erfinder dieses Bierspots doch lieber Bier trinken, als ihre Frau zu befriedigen. Das spricht jetzt weniger für die Frauen, aber auch nicht für den Mann als solches. Ebensowenig ist die Geschichte mit dem Telefon glaubwürdig.  Der Mann lümmelt auf dem Sofa und krümmt seine nackten Füße. Das Mobile an der Ohrmuschel. Die Füße sind mir auffällig. Auch die soft bekleidete Frau. Sie ruft, er spricht und hört. Sie zieht den Stecker, er spricht munter weiter. Immerhin ist hier das Ende offen. Es wäre denkbar, dass er die Freundin am anderen Ende der Funkstrecke sausen lässt und sich den realen Herausforderungen stellt. Aber ich würde mich für den Anbieter wohl eher entscheiden, weil er unschlagbaren Service, einschließlich günstiger Tarife, bietet. Wozu also das Ganze?

Juni /Juli 2011 gab es einen lustigen Spot mit Sonja Krauß, die für ein Reiseportal Werbung machen sollte. Da schlendert sie strahlend durch die Gegend, zupft dann einem Mann, das arme Schwein, weil er mit den Brustmuskeln zucken muss - an der Badehose, schaut hinein, wirft ihn gekonnt ins Wasser und meint sinngemäß, das sei kein Schnäppchen.

Die Strategie ist eindeutig. Die Macher glauben, wenn sie ein Produkt mit einer Frau bekleiden, fahren wir Männer eher darauf ab. Auf die Frauen ja, auf das Produkt nicht. Das ist wie auf den Automessen oder in den Katalogen. Auf der Motorhaube oder daneben präsentieren sich junge, wohlgefällige Formen. Das soll locken. Aber deshalb ist kein Mann gekommen. Dafür gibt es Erotikmessen und ähnliches. Er will das Auto sehen und bewundern. Natürlich, würde man einen Neunzigjährigen daneben aufstellen, wäre das auch nichts. Es sein denn für Homosexuelle. Aber die sind ja auch wegen der Autos gekommen.

Wie auch immer ich es wende und drehe - irgendwas passt nicht zusammen. Bier und Frauen nicht und Frauen und Autors auch nicht. Vielleicht sollte man darüber nachdenken.

Softpornos haben sich auch längst einen Platz im Programm einiger Sender ergattert. So richtig heben die mich nicht ab. Wahrscheinlich liegt es an der Uhrzeit. Da schlafe ich meist schon. Was mich aber zur Zeit ein wenig stört das sind die Animes, die jetzt auf jedem Handydisplay erscheinen sollen. "Ich bin schon feucht. Mach mich heiß.", sagt da eine gezeichnete weibliche Brust mit einem Kopf drüber und Beinen drunter. Sie sitzt an einer Badewanne, hebt die Bluse und lässt die Brüste zweimal wackeln.

Nun bin ich weder gegen nackte weibliche Haut in der Werbung noch gegen Pornos (obwohl ich da durchaus Grenzen ziehe, weil mir manches einfach zu pervers ist) - ich habe nur das Gefühl, dass sich alle Sitten allmählich auflösen. Das war schon immer so in der Gesellschaft und die Alten haben das seit jeher den Jüngeren vorgeworfen. Was ich mich eigentlich frage: Wohin wird es führen? Wenn wir die Ideen der Werbestrategen zu Ende denken, dann erhalten wir bald die Freikörperkultur in unseren Städten und Gemeinden, weil "nackicht" sein eben natürlich ist. Und erst dann würde der umgekehrte Trend einsetzen. Geil ist nicht die Stripperin die sich auszieht, sondern die, die langsam in ihre Hüllen schlüpft.

Aber woher kommt der Boom? Es wird mehr. Nicht weniger. Aus meiner derzeitigen Sicht bringe ich es in einen Zusammenhang mit einer sich auflösenden Gesellschaft. Einer Zivilisation, die nichts mehr mit Gemeinwesen zu tun hat - es sei denn man meint das Geld. Das wächst schon zusammen mit unheimlicher Geschwindigkeit. Und hinterlässt eine sich verbreiternde Schneise an Nicht-Menschlichkeit. In allen ihren Schattierungen. Ganz entgegen den Prophezeiungen von Hurra-Rufern, die sich Politiker nennen. Die werden für das berufsmäßige Herbeireden bunter Luft und nicht vorhandener Aufschwungparolen aus Steuergeldern bezahlt.

Da sitzen drei Männer geradezu verschüchtert auf Sesseln in einer Art Labor. Ja, ihre Köpfe sind schon ein wenig gesenkt. Sie sind reglos. Und dann drückt eine kühle Blonde auf ihre Stoppuhr und ruft: "Fertig!"
Die Jungs sind mit dem Rasieren fertig.
Und dann packt die Werbefrau die Leute am Kopf, dreht dieses Mannesorgan hin und her als wäre es das Prüfen auf dem Viehmarkt. Der dritte ist der Sieger. "Gut!", sagte die Werbefrau wieder. Und mit Kopfschütteln sehe ich das demütige, fast weinerliche Schafsgesicht dieses Mannes, der sich wie ein Esel auf dem Markt präsentieren lässt und obendrein noch richtig traurig wie ein verschüchtertes Reh daherschaut. Ich weiß freilich, dass genau dieses Bild die Strategen haben wollten.

Wüstenrot 2006: Da hocken Mann und Frau herum. Und dann plumpst das über die Bausparfinanzierung perfekte Haus herunter. Den Mann schleudert es in den Himmel. Aufmerksam wie sie ist, fängt ihn die Frau dann auf. Er macht ein Schafsgesicht. Und dann lässt sie ihn fallen. Weil sie sich für das Haus mehr interessiert als für ihn. Wozu auch. Sie hat es sich durch harte Arbeit allein erspart - oder wird es - wie auch immer - schon finanzieren. Auf jeden Fall ohne ihn. Denn der liegt ja unbeachtet im Gras. Ausgeblendet aus dem Spot. Ja, so müssen Frauen sein. Joh, haut sie wech die Kerle, ihr macht das schon allein!

Hallo Jungs - kommt es euch nicht komisch vor, dass ihr inzwischen in der Werbung mehr und mehr vorgeführt werdet? Die Zeiten haben sich schon geändert ... wobei ich keine Spots kenne, in denen das mit Frauen auch so gemacht wird. Und wenn - wäre ich ebenso dagegen.

Übrigens glaube ich, wir Männer lassen uns auch bei den Kontaktanzeigen gnadenlos vorführen. Die Männer, die dahinter stecken, die müssen sich die Frage gefallen lassen was sie interessiert: Nur Geld oder eventuell auch das, was sie eigentlich in der Kindheit mit der Muttermilch hätten aufsaugen sollen: Verstand, Gefühl und Solidarität. Es ist vorstellbar, dass Letzteres bei ihnen entsorgt wurde. Also braucht man diese Frage gar nicht erst zu stellen. Ebenso gut können es aber auch Freuen sein, die sich unserer Dummheit gnadenlos bedienen. Die Frauen sind ja gleichberechtigt. Bei uns. Bis auf die, die sich im gnadenlosen Käfig von Zuhältern befinden.

 

Kontaktanzeigen sind geil

Eigentlich interessieren sie mich wie der sprichwörtliche Reissack, der irgendwo in China umgefallen ist. Oder wie Wasserstandsmeldungen. Aber man findet sie ungefragt in fast jeder Zeitung oder Zeitschrift.

Das ist wie im Fernsehen – früher oder später bekommt man nackte Frauen um die Augen und ihre Sprüche um die Ohren gehauen. Ich soll Nummern anrufen, damit sie mir es über das Telefon besorgen können. Die Gebrauchsanweisung ist manchmal gleich mit dabei: "Handy raus … Hose auf – anrufen!" Oder "Hose auf – ich stöhne für dich, solange du es brauchst."

Also, ob man will oder nicht – irgendwie wird man damit konfrontiert. Ich gestehe offen – es widert mich an. Nun bin ich nicht so prüde, dass mich die Nacktheit oder die Vorstellung nicht reizen würde. Es ist die Art der Präsentation. Die Worte, die benutzt werden, das instinktlose Zielen auf den nicht vorhandenen Verstand und das Ding, dass Männer zwischen den Beinen haben. Ich habe mir diese Anzeigen erst in letzter Zeit intensiver angesehen - weil ich ja manchmal mit Mannesaugen durch die Welt gehe. Es ist mir völlig schleierhaft, wie man damit Geld verdienen kann. Aber es muss viele armselige Würstchen geben, die ihr sauer Erspartes so sinnlos durch die Telefonleitungen jagen. Sonst würden sich die Annoncen ja nicht rentieren.

Was kann die Frau am anderen Ende der Leitung schon Umwerfendes tun, was es mir wert wäre, dafür auch nur einen halben Cent auszugeben? Was anderes wäre es vielleicht, würde sie heraus kriechen aus der engen Leitung. Ich war auch noch nie in einem Bordell. Und nur einmal einer Peepshow. Dahin hat mich in Stuttgart Lazlo geschleppt. Wir haben eine Mark in einen Schlitz geschmissen, dann ging ein Rollo hoch und in der Mitte sah ich nun eine junge Frau, die sich hin und her wälzte. Überall in der Runde bewegten sich Rollos. Da standen noch mehr solche Idioten herum wie Lazlo und ich. Als die Mark abgelaufen war, war die Frau noch immer nicht nackt. Na, Schwamm darüber.

In meiner Heimatstadt haben wir ein Bordell. Das ist lila und heißt darum Violetta. Da wollte ich immer mal hin, aber keiner ist mitgegangen. Es gab mal eine Zeit, da war ein ehemaliger Schüler von mir, der Tino, dort Rausschmeißer. Da wollte ich die Gelegenheit nutzen, mir das wenigstens mal anzusehen, damit ich darüber reden konnte. Siehe oben. Ich war nie drin.

Aber zurück zu den Kontaktanzeigen.

Da bieten sich Telefonsexschlampen an oder geile Kuschelmäuse. Auch heiße Muschis schwirren angeblich durch die sonst eigentlich kalten Drähte, durch Glasfasern oder bei den mobilen Funkern durch Antennen und die Luft. Oder tabulose Luder, die "feucht, heiß, immer bereit, saftig, wild und unersättlich und der geile Wahnsinn" sind. Feuchte Luder, Latexluder, Boxenluder, Busenluder, Partyluder, Promiluder  …

Die Luderei ist salonfähig geworden. Luder übrigens bedeutet in der Jägersprache ein totes Tier, das zum Anlocken von Raubtieren verwendet wird. Bin ich das Raubtier und ist die Frau schon tot? Stinkt eventuell nach Aas?

Heiße Hobbynutten sind unterwegs und Luxusflittchen. Man findet auch geile Muttis. "Mach mit mir was du willst! Wähle … und sage "Privat". Für 2.42 Euro die Minute. Na danke aber auch. Selbst die "versaute Seniorin(76)" lässt sich entdecken. Und wem das alles nicht reicht, kann über eine 0900-Nummer "Hardcore-Porno-Telefon extrem pervers & abartig" abhören.

Was bewegt die Inserenten, solche Wörter zu benutzen? Geilheit bei Frauen erregt meine Phantasie und mich. Daran sind die angeborenen Hormone schuld, die durch meine Zellen kreiseln. Ich habe mal bei Wikipedia nachgeschlagen: "Mit geil werden auch die senkrecht nach oben stehenden Triebe von Bäumen bezeichnet. Offenbar wurde dies mit dem erregten Geschlechtsteil des Mannes assoziiert, so dass geil seit dem 15. Jahrhundert in der Bedeutung "lüstern", "sexuell erregt" verwendet wurde, eine Bedeutung, die bis in das 20. Jahrhundert hinein die vorherrschende bildete. Im Etymologie‑Duden von 1963 heißt es unter dem Stichwort noch "...Im heutigen Sprachgebrauch wird 'geil' ausschließlich im Sinne von geschlechtlich erregt, brünstig verwendet."  Das Adjektiv geil geht wahrscheinlich auf eine indoeuropäische Wurzel mit der Bedeutung "aufschäumend", "heftig", "übermütig", "ausgelassen" und "lustig" zurück.

Da kann man mal sehen, wie sich die Sprache wandelt, denn geil ist in unserer Alltagssprache je nach Thema entweder oder.

Und schließlich ist diese Geschichte ja auch noch in eine Werbekampagne der Elektronikhandelskette Saturn eingegangen. "Geiz ist geil!" Der  Slogan wurde von Constantin Kaloff von der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt erdacht.

Was mich stört ist die Primitivität, mit der eine theoretische sexuelle Erregung erzeugt werden soll, damit ich Geld zu ihrer Befriedigung ausgebe. Es ist die Art, wie dieser natürliche und eigentliche schöne Trieb einer primitiven Kommerzialisierung unterworfen wird. Es ist die Art, wie ich angesprochen werde. Es ist auch die Art, wie man mit Worten Frauen erniedrigt und als Freiwild betrachtet. In unseren Medien kann sich diese Fäkalsprache inzwischen ungehindert ausbreiten. Mit einer Normalität als wäre es das Wort zum Sonntag. Was wunder, wenn in Foren nicht wenige Personen offensichtlich der Meinung sind, es sei alltäglich, Sprache und Mitmenschen in den Dreck ziehen zu können. Dorthin wo sie sich selbst schon befinden.

Ob es etwas mit Geld zu tun hat, wenn unsere Medien das befördern? Ich denke andererseits, dass unsere Journalisten stolz darauf sind, schreiben zu können. Dass sie sich immer wieder die größte Mühe geben, aus der deutschen Sprache auch noch das letzte Quäntchen verständlicher Originalität zu pressen. Ist es nicht eine Schande, dass deren Texte inzwischen so gleichgültig neben dem Kontaktschmutz stehen?

Eine Nachbemerkung: Nichts gegen "geile" Frauen, die sich nicht scheuen, meine Hand beim Autofahren zu führen oder auf meinen Schenkeln ungefragt spazieren gehen, die offen über ihre Lust mit mir sprechen, die mich erregen und mir die Luft nehmen - sie haben ihre Natürlichkeit bewahrt und leben einfach nur. Unprüder als andere - aber weder schmutzig noch diskriminiert. Für sie würde ich gern eine Lanze brechen.

Freilich gibt's auch die seriöse Seite der Kontakte. Mangels Möglichkeiten in unserer Gesellschaft sich auf natürlichem, vielleicht  zufälligem Weg kennenzulernen, versuchen es die Menschen in den Printmedien und im Internet. Na ja ... alles was ich darüber an Scheinwissen mit mir herumtrage tendiert in die Richtung, dass nur die Betreiber richtig glücklich werden, die Suchenden wohl eher weniger. Darum beglückwünsche ich an dieser Stelle schon immer mal diejenigen, denen dieses Wunder geglückt ist. Die soll's geben. Wirklich. Interessant  wäre dann nur unter diesen Glücklichen die Umfrage, wie lange es gewährt hat. Das Glück.

Das perverse Internet

In so genannten Communitys oder auch "Börsen" bieten sich Menschen an und erzählen das eine oder andere von sich. Mit oder ohne Bild. Manche meinen das ernst, so wie ich, andere benutzen die Anonymität des Internets, um die dunkle Seite ihres Charakters preiszugeben. Sie verstecken sich hinter Nicknamen, gefälschten Bildern und haben sich im Grunde aus der "Community" selbst entfernt – obwohl sie in ihr herum wüten.

Was ich am Anfang überhaupt nicht mitbekommen habe ist die Tatsache, dass Menschen, die eigentlich der männlichen Gattung zuzurechnen sind, ihre schulische und vielleicht elterliche Erziehung rigoros in den Wind schlagen und sich gegenüber dem weiblichen Geschlecht einfach pervers verhalten. Bis hin zu den Versuchen, sich selbst hinter einem aufreizenden weiblichen Bild zu verstecken und abzuwarten, was lüsterne Männer dazu schreiben. Oder Frauen, die der zunehmenden Bi-Verbreitung zugetan sind.

Auffällig aber war mir die nicht geringe Zahl der Frauen, die frustriert ihrem Ärger in den Profilsätzen Platz machten. Weil sie sich aufs Schlimmste belästigt fühlten. Ich habe durch Zufall im Internet eine Frau gefunden, die unter der Rubrik "Latrinensprüche" Beiträge von Personen veröffentlicht hat, die eine Schande sind. Da fehlen mir einfach die Worte. Spätestens an diesem Punkt beginne ich mich für die Gattung, der ich eigentlich ganz gern angehöre – das liegt vielleicht an meiner Geburt – ich war von Anfang an männlich und bin es auch geblieben – zu schämen. Vielleicht geht es anderen Männern ebenso, wenn sie lesen, was ich da aufgegabelt habe.
Ich habe mir allerdings erlaubt, die schlimmsten Rechtschreibfehler zu korrigieren. So könnte es sein, dass manche ihr Geschriebenes kaum wieder erkennen. Aber das soll nur ein Hinweis und kein Tadel sein.

sandra
 ... Und dann noch ein Hinweis für alle Schwanzzeiger: Bewerbt euch beim Gurkenzüchterverein. Vielleicht bekommt ihr da ja den Trostpreis. Als Nachtrag für alle Kerle, die trotzdem glauben, sie sind der Nabel aller Dinge: was soll an nem Mann schon toll sein? Er frisst mir den Kühlschrank leer, redet nur über Fußball, Formel 1 und Boxen, säuft, raucht, pinkelt auf die Klobrille und schnarcht und furzt im Bett.
Kleiner Kommentar: Es gibt noch mehr, die die Menschheit aussterben lassen würden, nur um die Männer zu vertilgen vom Antlitz der Erde ...

stanundteufel
ZUALLERERST mal eins... spart euch doch mal eure dussligen Angebote. Frauen sind hier kein Freiwild oder auch nur dazu da, um mit euch in die Kiste zu springen. UND seht mal auf mein Alter, ich bin fast 40... was soll ich da mit Jünglingen? Habe meine Kids und will keine weiteren...

AngelSylvia
Ich bin verheiratet und habe 3 Kinder und keine sexuellen Interessen hier!!! Und an die Männer die doch meinen so ein Mist schreiben zu müssen ICH SCHREIBE NICHT ZURÜCK!! So viele Männer die nicht lesen können, TRAURIG, TRAURIG, TRAURIG.

Schnecke
Versprechen können Männer viel, ich persönlich bin mehr an den Taten interessiert *grins*. Lügner, Blender und ONS-Kandidaten haben keine Chance! Dann schon eher ein lieber Verrückter der mit mir lachen kann. Bin 1,65 groß, 55kg schwer, dunkelblond, blaue Augen.

wild_hex
Ich habe soooo auf dich gewartet, mich soooo nach dir gesehnt. Endlich bist du da - mein heißgeliebter Frühling!!!. Ich bin nicht hier, weil ich bei ebay für nächste Woche einen Heiratstermin ersteigert habe und noch eine Begleitung suche. Auch nicht, um einen ONS oder eine erotische Dauerfreundschaft zu suchen. Also Männer, unterlasst derartige Angebote!

Cill
Was ich nicht brauche: niveaulose Anmache, ONS, Serienbriefe, Freundesanfragen von Fremden. Eigentlich wollte ich hier nur Doppelkopf spielen, aber manchmal kommt es anders...

Irgendwer
Wie beschreibt man sich selbst?? Ich weiß was ich will und was ich nicht will. Also lasst die Finger bei euch, wenn ihr nur einen ONS oder Abenteuer sucht. Ich finde, hier wird ziemlich primitiver Mist geschrieben. Gibt es hier auch Leute mit Niveau mit denen man sich ganz normal austauschen kann oder gibt es hier nur Spinner??? Na, nun lasse ich mich aber mal überraschen....

Only.red
 ... Und nun für die Herren der Schöpfung, die sich fragen: "Nun, warum die Kuh kaufen, wenn ich die Milch umsonst haben kann?" Hier ist ein Update für Euch ... Heutzutage sind 80 Prozent aller Frauen gegen die Ehe. Warum? Nun ja ... weil Frauen realisieren, dass es nicht wert ist, ein ganzes Schwein zu kaufen, wenn man letztendlich doch nur ein kleines Würstchen bekommt ....

Silke
Hier gibt es doch Männer die Bilder klauen und sich ein Profil mit meinem Bild anlegen. Ein paar Männer sind doch wirklich bescheuert. Smilies (damit sind Personen gemeint, die in ihrem Profil kein Bild, sondern ein Smilie eingesetzt haben) können sich das Schreiben auch sparen.

M_SCHENK
Ich muss mal was los werden: mir ist aufgefallen dass die meisten Männer hier in diesem Raum Ihr Gehirn in der Hose haben. Jeder zweite schreibt nur übers Treffen und Sex. Dass die meisten hier nur das eine wollen und suchen, ist sehr traurig. Aber nicht nur die Männer sind so, es gibt auch Frauen die für eine schnelle Nummer sind. Mann - wo sind wir nur hingeraten, ist die Lust am Sex für viel hier schon zum Hobby und Sportart gemacht wurden? Oder gibt es noch welche hier, die wissen was Liebe, Zärtlichkeit noch eine Bedeutung hat. Glaube ich nicht. Ich vergeben meine Telefonnummer nicht möchte auch kein ONS -

sunsh
Ich finde es schade, dass ... für viele Männer hier so eine Art Frischfleischtheke im Supermarkt ist, wo man sich nach Herzenslust bedienen und lügen kann, dass sich die Balken biegen ... Warum ignorieren eigentlich Männer nur, wenn sie sich durchschaut fühlen? Sind sie nicht kommunikationsfähig oder fehlt der Mut, Fehler zuzugeben oder beides? So, nun hoffe ich, dass mein Statement Wirkung auf die Männerwelt hat.

Mane
Du meine Güte... Der bloße Besuch eines Profils impliziert doch wohl noch keinen Heiratsantrag! Jede zweite Mail beinhaltet inzwischen die Frage, was ich denn auf wessen Profil auch immer gemacht habe. Mönsch, geguckt und weiter getickert. Ich sehe mir halt einige Profile an. So what?! Deshalb habe ich trotzdem keinen Bedarf an kuschelknuddelknutsch und Sex auf die Schnelle. War das jetzt deutlich genug? Ich hoffe.
Die meisten Mails lassen sich wohl wie folgt beantworten: Danke an alle Bundesländer und Städte, aus denen mir Grüße geschickt wurden. Wer es nicht schafft, wenigstens in ganzen Sätzen zu schreiben, bekommt von mir keine Antwort; "man" würde "meine Sprache" wahrscheinlich eh nicht verstehen. Wenn ich meine Heimatstadt, Körbchengröße, sexuelle Vorlieben oder sonstige intime Lebensgewohnheiten öffentlich verkünden wollen würde, stünden sie vermutlich in meinem Profiltext.
Und nein, ich will keine Hardcore-Fotos von mir machen lassen. Und ja, ich bin spontan, deshalb besorge ich es - wem auch immer - dennoch nicht; weder "auf die Schnelle" noch langsam...
Hallo?! Wo bin ich hier eigentlich gelandet?

celiece
...an alle jungs da draußen mit euren geilen fake bildchen... falsche tür geöffnet... und jetzt ganz zackig ohne die tür zuzuknallen und ohne kommentar raus aus meinem profil... ich wünsche allen viel spaß beim suchen und finden...
kleiner nachtrag: an die männer, die hier ihr bestes stück präsentieren... in ihrem gelsenkirchner-barok wohn/schlafzimmer... zieht wenigstens vorher die socken aus ...so viel zeit solltet ihr euch schon noch gönnen... müdes lächeln. und mal wieder ein nachtrag an die verheirateten hasen hier... glaubt ihr im ernst ich wäre eine frau die gerne teilt... geht's noch...

susan.64441030

Hallo :-).
Mein bisheriger Eindruck ist leider etwas zwiespältig!!! Zum Einen tummeln sich hier sehr viele "schwanzgesteuerte Dreibeiner" und Leute mit dem "Gehirn zwischen den Beinen", auf deren Bekanntschaft ich keinerlei Wert lege, also bitte verschont mich mit ONS-Angeboten, Aktfotos und dergleichen.

Nette Blonde
Hallo du notgeiler Sack, reingefallen! Dieses Profil ist für solche Typen wie du! Kapiere es Frauen sind keine Ware die man(n) sich ausleiht. Also geh mal gannnnnzzzzzzz kalt duschen. und lass uns Frauen in Ruhe!!!
Kleiner Kommentar: Sie will, dass die Menschheit ausstirbt. Nicht mehr und nicht weniger.

Blondy
Brutzucht erfolgreich abgeschlossen, Ehemann sitzt in der Wüste und denkt über das Thema "gesunde Streitkultur" nach... so mancher Prinz wurde zwischenzeitlich niedergeküsst, als Frosch erkannt und wieder zurück in den Teich geschmissen... und ich... ab heute nur noch Frau!! Was auch immer das heißen mag... und ja... ich freu mich auf den Sommer... halt... stopp... und ganz ganz wichtig, Zuckerschnütchen die im Profil angeben, verheiratet auf der Suche nach einem Flirt... rauft es mit eurem Drachen raus, ich mag keine Männer, die der liebe Gott als größten Betrüger auf die Erde gespuckt hat...

garifala
... Und noch etwas zu denjenigen, die meinen, mit dummen platten Sprüchen bei mir landen zu können.... Lasst es !!! ...So etwas wandert bei mir gleich ich die Sondermülldeponie. Ein wenig Charakter setze ich hier bei jedem voraus, sonst erspart euch euer Anschreiben.... Ich erwarte bei niemandem eine Stadionbeleuchtung - doch eine Leselampe im Oberstübchen sollte schon brennen !!! ... Aus ganz aktuellem Anlass möchte ich die Männer bitten, die nicht "manns" genug sind, ihr eigenes Profil hier vorzustellen, von meinem fernzubleiben. Ich habe keine Lust und auch keine Geduld mehr, mir Lügengeschichten auftischen zu lassen. Mich von diesen "Herren" zum Narren halten zu lassen. ... Haben so viele so wenig Rückgrat, um sich persönlich darzustellen?? So etwas finde ich mehr als beängstigend, diese Menschen leben nicht mehr.

Aber natürlich gibt’s auch das:
Suche sehr gut gebaute Männer von 18 bis 65, mit einem dicken und langen Schw., Zuschriften bitte mit Niveau, keine langweiligen Dreizeiler, und bitte an mindestens einen obligatorischen ....Sympathiepunkt.... denken, sonst gibt es keine Antwort, kann aber leider auf alle Zuschriften nicht gleichzeitig antworten ... und kein Profilbild keine Antwort ...

Das Ganze zeigt mir, dass Frauen schon auf auf gutem Weg sind, verdummten Männern Paroli zu bieten. Recht so! Es zeigt mir aber auch, dass in unserer sich globalisierenden Welt manches aus dem Ruder läuft. Vor zehntausenden Jahren schlossen sich die Menschen zusammen, um überleben zu können. Sie lebten in Gruppen, teilten ihre Arbeit und sich vielleicht gegenseitig. Heute aber, je globalisierter wir sind, desto mehr isolieren wir uns, verstecken uns hinter allem was angeblich Segnungen der modernen Zivilisation sein sollten: Auto, Fernseher, Telefon, Internet. Diese Dinge werden immer mehr zum Vehikel des Austausches zwischen Menschen. Und aus ihrem vermeintlichem Schutz heraus verwenden es viele, um ihren persönlichen perversen Beitrag zu einer sich auflösenden Gesellschaft zu leisten.

Gemeinsam? Ob das bald aus der Welt verschwindet? Wo doch auch unsere Politiker, getrieben von den Grünen und  Feministen, dabei sind den allgemeinen Menschen abzuschaffen? Nein, sie meinen das nicht böse - aber sie kennen genau diese Schlussfolgerungen nicht. Aus welchen Gründen auch immer.

Übrigens: Armut war früher eine Folge von Ausbeutung. Das gilt immer weniger. Aber was ist mit geistiger Armut? Welche Ursachen hat sie? Ist sie eine Folge der Globalisierung, weil die nationalstaatliche Gemeinsamkeit immer mehr aufgeweicht wird und die Schulsysteme um Jahrhunderte hinterherhinken? Oder verbleibt sie beim Einzelnen, der sie vielleicht noch als Freiheit ansieht? Die Freiheit dumm zu bleiben?

Ich habe darauf keine Antwort. Nur Fragen über Fragen. Die Eliten in Wirtschaft und Politik sind nicht abzubringen von dem Gedanken der Arbeit für alle. Infolgedessen sind sie seltsam farbenblind für das Ausmaß der Hoffnungslosigkeit, das sich überall ausbreitet. Aber Politik und Wissenschaft im Banne der Vollbeschäftigungs-Phantasie verdrängen die Schlüsselfrage: Wie können Menschen ein sinnvolles Leben führen, auch wenn sie keinen Arbeitsplatz finden? Ist diese sich ausbreitende Wirklichkeit eine der (vielen) Ursachen für ein nicht mehr funktionierendes, gegenseitig respektvolles und anerkennendes Miteinander?

Ich sehne mich nicht zurück in eine Vergangenheit, aber ich fürchte mich vor der Zukunft.

Die Fehlinterpretation

Auf Arbeit: Ich räumte meinen Schreibtisch auf. Wenn ich im Urlaub bin, soll es ordentlich aussehen.
Meine Kollegin, mit traurigem Blick, meinte ernst: "Was soll ich jetzt drei Wochen ohne dich machen?"
Mal ehrlich – fühlt sich da nicht jeder Mann wenigsten ein bisschen geschmeichelt? Ich habe mich geziert. "Na so schlimm wird es wohl nicht sein. Die anderen sind ja noch da", antwortete ich, wollte eigentlich noch mehr dieses Lobes herauskitzeln – und bin, wie immer – der Naivität anheim gefallen.
"Ja, aber dann muss ich ja drüben bei dir die ganze Scheißarbeit machen."
Peng – mitten durch die Brust. Wie eine Seifenblase zerplatzt da das Gefühl, für eine Frau interessant zu sein.
Was mir auffällt – ich habe dieses scheinbare Lob ohne Hintergedanken erst einmal genossen. Erst Sekunden später kam mir der Verdacht, es könne nicht so ernst gemeint sein. Die Frage: Muss man jetzt fortlaufend darüber nachdenken, was die Frau sagt und wie sie es meinen könnte? Ich denke, dass es mir wahrscheinlich an Menschenkenntnis fehlt, denn dieser Vorgang ist beliebig wiederholbar.

Nicht dass jemand denkt, ich würde das richtig ernst nehmen. Ich kann darüber herzhaft lachen. Aber ohne Nachfrage wäre die ganze Wahrheit nie ans Tageslicht gekommen.

Nehmen wir ein anderes Beispiel:
Ich gehe gern chinesisch essen. Buffet natürlich. In meinem engeren Kreis findet sich kaum jemand. Aber es gibt ja doch Kolleginnen, mit denen ich zumindest gern mal außerhalb des Protokolls sein möchte. Zugegeben: Ich checke gern die theoretischen Möglichkeiten der männlichen Phantasie ab. Manchmal will man sich aber auch nur schmücken oder einfach ...
Da gab es Eine, mit Haaren auf den Zähnen, die mochte ich. Platonisch. Natürlich. Was denn sonst. Obwohl sie sich mir immer verweigerte. Mit viel Geduld konnte ich sie dazu bewegen, mit mir mal Essen zu gehen. Gesagt, getan. Dachte ich. Aber als Auftakt kam: "Ich wollte schon wieder gehen. Eine Frau darf nicht auf den Mann warten." Ich war pünktlich gewesen. Sie zwei Minuten pünktlicher. Am Auto: "Ich dachte, du hältst mir die Tür auf."  Ich: "Oh, hätte ich gern gemacht, aber mein Autoschlüssel schließt links nicht mehr. Der ist abgeniffelt."
Danach: Ich: "Du, die Karin hat uns gesehen und gefragt." Sie: "Ist das auch sicher, dass sie das weiter erzählt?"
Später: Sie zu  meiner damaligen Kollegin: "Er hat sich die Hälfte der Zeit mit mir über Computer unterhalten - anstelle von erotischen Gesprächen ... "
Ich habe selten so viele Ohrfeigen bekommen, wie bei diesem Date - davor, dabei und danach (den Rest hab ich hier weg gelassen, sonst wird es langweilig, da kam noch manches auf mich zu ... ). Und dabei wollte ich eigentlich nur die eigenen Gelüste befriedigen aber nicht allein sein. Na ja - und angenehme Unterhaltung haben. Aber das ging schief. Auf ein Danke warte ich noch heute, weil sie der Meinung war, sie hätte es verdient, eingeladen zu werden. Aber das ist eine andere ganz Geschichte.
Weil ich ihr was gebastelt habe (in einer Software) - wir gingen ja dienstlich nach wie vor freundschaftlich miteinander um - nur das einleitende Gesülze am Telefon habe ich damals dann doch lieber weggelassen - gab es ihr Angebot MICH einzuladen. Diesbezüglich habe ich mich nie wieder geäußert. Vielleicht warte ich darum heute noch. Aber ich habe gelernt. Sie wollte mich vielleicht benutzen, um ihr Ego aufzupolieren. Gegenüber irgendwelchen Kolleginnen. So nach der Gleichung: Sie wurde mit dem Kober gesehen ... Gerüchte ... Sex ... Aber dafür war ich mir zu schade. Umgekehrt hätte es mich freilich nicht gestört. Der Kober, der Hengst, hat er schon wieder ... Ob ich mich hier nicht ein wenig zu wichtig nehme? Na, Schwamm darüber ...

 


Scherzhaft werden gern typische Bemerkungen von Frauen und Männern hinterfragt. Hier ein paar Beispiele (natürlich aus der Sicht des augenzwinkernden Mannes):

DIE SPRACHE DER FRAUEN
Ja = vielleicht Nein
Nein = vielleicht Ja
Vielleicht = Nein
Wir brauchen = Ich will
Entscheide Du = Die richtige Entscheidung müsste offensichtlich sein
Wir müssen reden = Ich muss mich über etwas beschweren
Natürlich, mach es wenn Du willst = Ich möchte nicht, dass Du es machst
Die Küche ist so unpraktisch = Ich möchte ein neues Haus/eine neue Wohnung
Ich möchte neue Vorhänge = und Teppiche, und Möbel, und Tapeten
Ich habe ein Geräusch gehört = Ich habe gemerkt, dass DU eingeschlafen bist
Liebst Du mich? = Ich möchte Dich nach etwas Teuerem fragen
Wieviel liebst Du mich? = Ich habe etwas gemacht, was Dir nicht gefallen wird zu hören
Du musst lernen zu kommunizieren = Du musst einfach nur meiner Meinung sein
Lass uns Freunde sein. = Ich möchte nicht mit dir zusammen sein!
Du bist wie ein Bruder für mich. = Na ja, du bist eigentlich richtig langweilig.
Ich muss mich auf die Arbeit konzentrieren. = ... denn die ist noch lustiger als du
Mein Leben ist zu Zeit so kompliziert im Moment. = Ich hoffe du haust ab, gleich kommt jemand zu mir
Wir brauchen... = Ich möchte gerne...
Es ist Deine Entscheidung. = Wehe du machst nicht was ich möchte.
Du kannst machen was du willst. = Das werde ich dir aber heimzahlen
Lass uns miteinander reden. = Ich muss etwas erklären
Ich bin nicht verärgert. = Das denkst aber auch nur du!
Ich fühle mich nicht wohl mit... = Kaufst du endlich mal was Neues?

DIE SPRACHE DER MÄNNER
Ich habe Hunger = Ich habe Hunger
Ich bin müde = Ich bin müde
Schönes Kleid! = Geile Titten!
Was ist los? = Ich kann nicht glauben, dass du so eine Tragödie drausmachst
Was ist los? = Durch welches undefinierbare, selbsterfundenes Trauma schlägst Du Dich gerade durch?
Ja, Dein Haarschnitt gefällt mir = Vorher fand ich sie besser
Ja, Dein Haarschnitt gefällt mir = 50 Eus und kein bisschen anders!
Gehen wir ins Kino? = Ich möchte Sex mit Dir machen!
Kann ich Dich zum Essen einladen? = Ich möchte Sex mit Dir machen!
Kann ich Dich mal anrufen? = Ich möchte Sex mit Dir machen!
Wollen wir miteinander tanzen? = Ich möchte Sex mit Dir machen!
Du siehst angespannt aus, soll ich Dich massieren? = Ich möchte Dich liebkosen (= Ich möchte Sex mit Dir machen!)
Was ist los mit Dir? = Ich schätze mal, dass das mit dem Sex heute Nacht nichts wird...
Ich langweile mich = Willst Du mit mir schlafen?
Ich liebe Dich = Lass uns Sex machen, jetzt!
Ich liebe Dich auch = Okay, ich habe es gesagt und jetzt können wir miteinander Sex machen.
Reden wir = Ich möchte gut auf Dich wirken, damit Du glaubst, ich wäre eine tiefgehende Person, dann willst Du vielleicht auch Sex mit mir haben.

Aber woran liegt das? Seit der Steinzeit funktionieren die Gehirnhälften der Frauen angeblich besser zusammen als bei Männern. Sie können Arbeiten und gleichzeitig denken, ihre Gedanken werden mit den Gefühlen kombiniert. Männer hingegen kombinieren ihre Gedanken weniger mit Gefühlen. Dadurch entstehen Missverständnisse im Gespräch mit einer Frau. Frauen interpretieren viel mehr in die gesprochenen Sätze, als tatsächlich gemeint ist. Gehen beide Partner davon aus, dass der Andere genauso denkt wie man selbst entstehen diese Unstimmigkeiten.
Amerikanische Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass beim Denken bei den Männern achtmal mehr graue Hirnsubstanz in Aktion als bei den Frauen. Und zwar die Kerne der Neuronen. Bei Frauen hingegen sei es zehnmal mehr weiße Substanz als bei Männern. Hier waren vor allem die Verbindungen zwischen den Nervenzellen aktiv.

 

 

 

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