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Wie bei der
Armee bestraft wurde ...
Ich hatte das Glück, in der DDR um den Grundwehrdienst herumzukommen und
lediglich zweimal Reservistendienst absolvieren zu müssen.
Das zweite Mal war kurz, nur ein
paar Tage und ich wäre fast von einem aufgeregten Pimpf
erschossen worden,
weil ich einen Bart trug und so tat, als wüsste ich die Losung nicht. Mann,
war der nervös! Dabei wollte ich nur im großen Zelt schlafen.
Das erste Mal - ein halbes
Jahr - war frustrierend.
Ich diente bei den
Nachrichten/Richtfunk in Döbeln. Alles modernste Russentechnik. Noch mit
Röhren und einem komplizierten Aufbau der Systeme, die man erst mal
begreifen musste. Ehrgeizig wie ich war, wollte ich während der ersten Übung
alles richtig machen und alles verstehen und bastelte so lange an den
Knöpfen, bis es funktionierte.
Da das Stunden dauerte und sich bei
Nachfragen der Stabsstelle immer wieder, auch in der Nacht, der Kober
meldete, wurde man auf mich aufmerksam.
Fleißiger Soldat Kober. Die anderen
drei haben während der Zeit geschlafen.
Gegen Morgen wurde ich dann doch
müde, weckte den Truppführer und bat ihn, weiterzumachen. Ich warf mich auf
eine Decke im engen Gang des Fahrzeuges und nickte ein.
Das Wecken war unsanft. Der
Offizier der Stabsstelle, der mich nach meinem Namen gefragt hatte, weil ich
ja so fleißig gewesen war, betrat das Fahrzeug, sah mich liegen - und
bestrafte mich mit einem Monat Urlaubs- und Ausgangssperre - weil ich die
Uniformjacke beim Schlafen nicht anhatte.
Wir wurden übrigens tatsächlich
ausgezeichnet. Zwei Tage Sonderurlaub erhielt der Fahrer. Der hatte außer
Schlafen wirklich nichts Schädliches angerichtet. |