Kochrezepte
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Da freut sich die Hausfrau

KOBERS KÜCHEN KNIFFE
Da freut sich die Hausfrau
und der Hausmann sowieso.

Ein paar Lieblingsrezepte  ... ohne Fleisch       ... mit Fleisch       ...  Pasta/Pizza      ...  Gefülltes     ...  Fisch      ...  Suppen      .... Salat  


 ... ohne Fleisch
Gebrannte Paprikaschoten (Gepap)

Gebrannte Paprikaschoten sind etwas, was der normale Mitteleuropäer nicht kennt, nicht selber macht aber allenthalben in Gläsern fertig eingelegt bei Discountern findet. Die zwei Besonderheiten: Erstens wird nach dem Brennen die Schale entfernt, die manche ja nicht vertragen. Jetzt wird es verträglich. Zweitens erhält die Schote nun einen besonderen, rauchigen Geschmack. Zugegeben: Ich habe Jahre gebraucht, bis mir das geschmeckt hat, aber heute zählt es zu meinen Delikatessen.
Es eignen sich dafür aber mehr die langen, spitzen, roten Paprika, die nicht in holländischen Gewächshäusern gezüchtet werden, sondern vorzugsweise frisch von ungarischen Feldern kommen und so im September herum für kurze Zeit sehr preiswert bei Aldi und Co zu finden sind.

Zubereitung: Die sauberen Schoten mit Stil (den braucht man dann zum festhalten) in die Backröhre schieben und so lange grillen, bis die Haut verkohlt. Die muss ein wenig
schwarz aussehen, so als wäre das Ganze schon hinüber. Mal wenden ist vorteilhaft. Herausnehmen. Abkühlen lassen ist logisch. Na ja, und dann zieht man mit den Fingern die verbrannte Haut einfach ab. Was übrig bleibt, kann nun beliebig gewürzt werden. Wie man halt mag.
Vorteilhaft: Öl, Pfeffer, Salz, Zwiebel. Ich esse das dann richtig mit Messer und Gabel. Man darf aber auch die Finger nehmen, hochheben, Kopf neigen und die Schote zum Mund führen, um dann was abzubeißen. Wie auch immer: Wer diesen Geschmack mag, der wird die Gepap lieben.


Eingelegte Paprikaschoten (Eipap)

Zutaten:
Paprika, Selleriekraut, Sellerie, Möhren, Knoblauchzehen, Pfeffer ganz, Öl, Fertigmischung für Gurkenwasser oder eben eigenes Rezept für das Wasser. Der Kick sind  Selleriekraut, Möhren, Knoblauch  und das Öl!
Zubereitung:
Paprika vierteln, Möhren in Stücke schneiden ebenso Sellerie! Das Kraut nach Belieben fertig machen. Alles schön in ein Glas stopfen. Knoblauch  und Pfefferkörner nach Gefühl und  Geschmacksnerven hinzugeben. Heiß gemachtes Gurkenwasser einfüllen und einen Schluck Öl (ca. 1 Esslöffel) obendrauf. Deckel zu und ab zum Einkochen.
Ich mache das immer im Backofen. Wenn man die ersten Bläschen sieht und das Gefühl hat, jetzt fängt das an zu kochen oder die ersten Wassertropfen aus dem Deckel kommen - raus damit. Das Gemüse muss knackig sein! Weich gegart durch langes Kochen ist mehr etwas für den Biomüll.

AubergineGebratene Aubergine mit Knoblauch (Gebauknob)

Dass man diese dunkelblauen Früchte schneiden und dann wie Schnitzel braten kann, das wissen inzwischen einige.
Mein Topp-Tipp ist für eingefleischte Knoblauch-Fans.
Also: Knoblauchzehen schälen (nicht zu knapp). Im Mörser oder wie auch immer zu Brei zerstoßen. Naturjogurt, Salz, Pfeffer und ein wenig Öl dazu. Das Ganze muss einen dicken Brei ergeben.
Dieses Produkt  über die gebratenen Auberginenscheiben  geben.
 Für dieses Essen braucht man Urlaub, denn die Kollegen könnten die Nase rümpfen.
Aber von diesem Essen  träume ich regelmäßig. Freilich, ein wenig hart gesotten muss man sein, wenn dann die eigene Frau einen großen Boden schlägt, aber was soll's, wenn's schmeckt ...
Diese Naturkost - unheimlich gesund - gehört zu meinen Lieblingsessen.

  Schnelles Letscho (Schnelo)

Keine Zeit zum Kochen?
Ein Glas Letscho (aber nicht das billige), eine Dose Champignons oder frische Pilze, Curry, Gewürze nach Belieben. Eventuell Suppengemüse (tief gefroren), vielleicht gewürfelte Gewürzgurken. Alles in eine hohe Pfanne und warm machen. Fertig.
Servieren mit warmem Weißbrot.
Variationen: Geschnipselte Wiener, Wurst oder andere Abfälle. Petersilie. Eventuell, um diese Kunst  tomatiger zu machen, ein wenig Tomatenpüree. Wichtig für den besonderen Geschmack ist eigentlich nur das Curry. Wer mag, der nehme auch Knoblauch (getrocknet) oder weitere Trockengewürze.

Veredelter Gemüsesaft (Vergemsa)

Selbst gepresster Gemüsesaft ist schon etwas Besonderes, macht aber massig Arbeit.
Ich bin vor kurzem auf den fertigen aus dem Supermarkt umgestiegen - in der Hoffnung, es mögen sich noch ein paar vereinzelte Vitamine darin befinden.
Da ich aber viele Fertigprodukte immer irgendwie verändere, ist mir auch dazu etwas eingefallen:
Man gebe dem Gemüsesaft hinzu: Frisch gemahlene Kräuter jeglicher Art bis hin zu fein geraspeltem Sellerie, oder tief gefrorene Kräutermischungen oder getrocknete aus der Tüte. Was einem schmeckt, das muss man ausprobieren. Sehr viel falsch kann man aber nicht machen. Es passt, wer es mag, sogar frisch geriebener Ingwer dazu.
Schütteln und ziehen lassen. Das gibt's wieder nirgendwo. Und die Kräuter machen es af jeden Fall bekömmlicher.
Probiert habe ich neben allem auch die Zugabe von Meerrettich/Kümmel/Tomatenpüree/Zitronensaft ...
Um ehrlich zu sein: Bei mir kommt alles ran - und: Aus eins mach zwei (Flaschen)

  Eingelegte Oliven (Eiliv)

Es hat Jahre gedauert, bis ich mich mit Oliven angefreundet habe. Die ersten waren einfach nur ekelhaft salzig mit einem muffigen Geschmack - es waren bulgarische. Heute sind sie für mich eine Delikatesse. Nun gibt es vielerlei Sorten- aber die sind so schön teuer. Darum bin ich auf die Idee gekommen, mit wenig Aufwand die allerbilligsten zu veredeln.

Also, man nehme die mit Paprika gefüllten, gieße den ganzen Sud ab und spüle die Oliven. Trocknen ist gut, aber nicht notwendig. Jetzt passen in das Glas allerlei schöne Dinge hinein: Getrocknete Kräuter (ich habe es mal mit italienischen Kräutern probiert), Tomatenmark, Knoblauchpulver, geraspelter Ingwer oder was man sich so für seinen Geschmack eben ausdenken mag. Auch Schafskäse (Feta) ist geeignet.  Jetzt das Ganze wieder mit Öl auffüllen (Wem das Ganze zu ölig ist, der kann sich ja mit dem ursprünglichen Sud begnügen). Olivenöl ist logisch - aber es gibt dutzende Öle je nach Geschmack. Den Variationen ist keine Grenze gesetzt.

Fertig. Mal einen oder zwei Tage ziehen lassen und probieren. Na, ist das was ganz anderes - oder?


Sauerkraut (Saukrau)

Kennt jeder: Aus der Tüte, aus dem Fass oder aus der Büchse. Omas irgendwas.... Oder Original irgendwas ... Macht doch mal was persönlich originales daraus. Also, ich genieße Sauerkraut gern zu Kassler. Wer nicht weiß, was das ist: Geräuchertes Schweinefleisch, meist verkauft als Kasslerkamm, Kasslerknochen oder ...
In der Regel wird das Sauerkraut vergewaltigt und gekocht. Mit Speckwürfel schön ungesund gemacht und auch sonst eigentlich naturbelassen, wie man es kauft.
Und jetzt der Gourmettipp:
Champignons (frisch oder Dose), gewürfelte Zwiebel in Öl leicht anschwitzen - je nach Bedarf. Dann das Sauerkraut dazugeben und braten. Jawohl - bratet das Ganze und gebt hinzu, was das Herz begehrt : Kümmel, Knoblauchpulver, Speck, was weiß ich was ...
Und dann - Rotwein! Schmeckt die ganze Geschichte mit einem ordentlichen Schuss Rotwein ab.
Aus dem gelben Kraut wir plötzlich etwas Rötliches - und es ist selbst produziert, in keinem Laden zu kaufen und was ganz Besonderes.

Mahlzeit!


Schnelles aus der Pfanne (Schnepfan)

Schnelles Abendessen:
Champignons aus der Dose und Zwiebel gewürfelt anbraten. Dann geschlagenes Ei darüber. Käse. Deckel darauf und fertig köcheln. Darüber, um es schön bunt zu machen, Paprika und  frische Kräuter jeglicher Art
Ich bevorzuge Maggikraut oder Petersilie oder Schnittlauch oder ...

 Kartoffel  Grüne/Thüringer /Rohe Klöße (Roklö)

Also, ich bin auch ein Kloßfan.
Die Fertigpackungen für diese Kloßart haben einen Nachteil: Sie schmecken nicht wie von Hand gemacht.
Aber der Aufwand mit Reiben, Kloßsack, gekochten Kartoffeln, Weizenin und die ganzen Mantscherei ist auch nicht so das Wahre.
Tipp: Fertigkloßmehl wie angegeben zubereiten und ausreichend frische Kartoffeln hinzu reiben. Fertig.
Geschmack wie neu! Fast.

   Pilzklöße (Piklö)

Ich habe mal folgendes ausprobiert: Kloßmasse für gekochte Klöße, in das Wasser gesiebte Pulvermenge von Knorr-Champignon-Rahmsoße gegeben und dann die Kloßmasse. Beim ersten Versuch habe ich die getrockneten Pilzstücke weggelassen, beim zweiten Versuch vorgekocht. Auf jeden Fall hat man plötzlich einen Pilzgeschmack in den Klößen. Einen, den ich mag.

 

 ... mit Fleisch

   
Pökelfleisch (Pöflei)

Kamm im Stück kaufen. Knochen auslösen. 2-3 Zentimeter dicke Scheiben schneiden.  Ausreichend mit Salz überstreuen. In einem geeigneten Gefäß etwa zwei Tage im Kühlschrank ziehen lassen.  Das Salz entzieht dem Fleisch die Flüssigkeit.

Gründlich abwaschen und würzen mit gemahlenem Paprika  und Bohnenkraut. Nähkasten heranschleppen und mit Nadel und Faden eine Art Hängevorrichtung bauen. Die Scheiben an einem geeigneten Ort aufhängen (Kühl, trocken - aber auch in der Küche null Problemo). Nach etwa drei bis vier Tagen ist das Ganze fertig. Keine Angst - das Fleisch wird auch nach vielen Tagen nicht schlecht. Es hat durch das Salz so eine Art Sterilisation bekommen.

Hauchfeine Scheibchen schneiden und zu Bier, Wein und anderen gemütlichen Gelegenheiten servieren.
 Bei mir kommt es erst gar nicht bis dorthin. Alles schon vorher verspachtelt.

Achtung: Sehr würzig. Aber wer Salzgebäck mag, wird dieses Fleisch lieben.

Tricks: Bohnenkraut in den Handflächen zermahlen und dann darüber streuen. Zusätzliche Variationen mit Knoblauchpulver und Curry. Bohnenkraut muss sein .  Wer das aber nicht mag könnte Trockendill oder andere Trockenkräuter probieren. Variationen dafür gibt's sicher ohne Ende - aber nirgendwo zu kaufen.


  Gefüllter Schweinebraten (Füllschwein)

Ab in den Supermarkt und einen Schweinerollbraten im Netz erstehen. Manchmal ist da schon was drin, manchmal nicht.
Netz dranlassen und vorne oder hinten hineinstopfen, was man eben hineinfüllen will: Champignons, Käse, Gemüse, Kräuter, Gewürze, Paprika, Möhren - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Ergebnis kann ruhig richtig knuddelig dick aussehen. Durch das Kochen verliert die Füllung den Wassergehalt und der ursprüngliche Zustand wird fast wieder hergestellt - mit einem Unterschied - diese köstliche, selbst ausgedachte Füllung gibt´s nirgendwo.
Gaumen - da kommt was!

Rouladen (Ula)

Nur für CK:
Man nehme:
1 Stück flaches Rouladenfleisch. Die Füllseite mit ausreichend Senf würzen. Darüber - je nach Lust und Laune -  ein wenig Speck (in Scheiben oder klein geschnitten. Oder Schinkenspeck. Aber den Speck, den mag ich. Das gibt Geschmack). Zwiebel, Gewürzgurken und ein wenig Knoblauch fein hacken und darauf gleichmäßig verteilen. Es darf bei der Füllung ruhig ein wenig mehr sein. Pfeffer und Salz nicht vergessen. Das Fleisch wickeln und fixieren. Mit Nadel oder Faden.

Scharf anbraten. Zum Anbraten nehme ich ebenfalls noch Zwiebel, Knoblauch, ein wenig Senf, Salz und Pfeffer.

Für die Soße: Mitköcheln könnte ein Lorbeerblatt. Es werden auch immer Pilze mitgeschmort. Aber keine aus der Dose. Entweder frische Champignons oder getrocknete Edelpilze. Zum Abschmecken Speisekuchen. Wer das nicht kennt: Das ist eine Art Lebkuchen, der nur für Soßen verwendet wird. Weil es das in weiten Teilen Europas nicht gibt, könnte man echten Lebkuchen oder ein wenig Nelken oder Fünferlei-Gewürz aus der chinesischen Küche verwenden. Damit wird auch mehr Sämigkeit der Soße erreicht. Ist aber immer Geschmackssache. Wenn zuviel dran ist, schmeckt es nach Weihnachten. Also Vorsicht. Wenn man das weglässt, schmeckt es eben ein wenig anders. Ein Schluck Rotwein kann auch nicht schaden. Ein Löffel Tomatenmark bindet auch sehr schön.

Ganz hervorragend hat sich auch etwas anderes bewährt: Schnitzelfleisch ganz dünn schneiden, kleine Stücke portionieren, ein wenig würzen  und mit Petersilie, Schnittlauch o.ä. füllen.  Fleisch geeignet fixieren. Ist im Ruck-Zuck fertig.


Gespickter Schweinebraten (Spickschwein)

Man nehme:
1 Stück Schweinebraten und in spitzes scharfes Messer. Fleischstück festhalten und schöne lange Tunnel in alle Richtungen hineinschlitzen. Etwa so, dass man mit dem Zeigefinger hineinbohren kann.
Und dort kommen hinein. Pfefferkörner, Knoblauchzehenstücke, Möhrenstücke, frischer Champignon und Speck. Von mir aus auch was anderes. Man staunt, wie viel da hineinpasst.

Fleisch wie gewohnt braten  und in Stücken servieren.


  SchnitzelchenHauchdünne Schnitzel (Hauchschnitt)

Probiert doch einmal Folgendes:
Anstelle der üblichen dicken Schnitzel- oder Kotelettscheiben (bei denen man in der Pfanne nie so richtig weiß, sind sie jetzt genau richtig gar) werden die Scheiben mit dem elektrischen Allesschneider  in hauchdünne Scheiben geschnitten. Aus einem Schnitzel entstehen so etwa drei. Panieren und würzen wie gewohnt. In der Pfanne benötigen diese Produkte aber jetzt nur noch Sekunden. Außerdem sieht das Ergebnis plötzlich nach viel mehr aus.

Trick: Das funktioniert hervorragend, wenn die vorher eingefrorenen Scheiben nur halb aufgetaut sind.


  Königs- und Würfelsalami (Kösal und Wüsal)

Man nehme die billigste Salami, die es irgendwo im Stück gibt. Weg mit der Schale. Dann geschickt in normale Scheiben schneiden, das Ganze ausbreiten und mit Gewürzen bestreuen.

Da wären z.B.: frisch gemahlener Pfeffer, Knoblauchpulver, Paprikapulver, italienische Kräuter, französische Kräuter, Dill, Bohnenkraut, Curry usw. Natürlich nicht alles auf einmal. Je nach Belieben und Geschmack. Die so gewürzten Scheiben übereinander legen und in Beutel verfrachten. Am nächsten Tag ist die neue Wurst fertig.

Diese Geschmacksrichtung gibt's bei keinem Fleischer. Garantiert.
So etwas geht übrigens auch gut mit Speck.

Ganz verblüffte Gesichter erzeugt man, wenn man die Wurst in appetitlich kleine Würfel geschnitten und wie oben gewürzt hat.


Fleischbällchensuppe Delikate Fleischbällchen (Defleis)

Man nehme Hackepeter und würze ihn wie gewohnt wie z.B. für Beefsteaks. Ei ist nicht notwendig.
Hinzu kommen jetzt getrocknete italienische oder französische Kräuter und eine Prise Kreuzkümmel (hat nichts mit Kümmel zu tun, heißt nur so, ist sehr geschmacksintensiv,  eine Rarität und oft nur in Biokostläden zu haben) - aber wirklich nur eine Prise, sonst verdirbt man alles.
Jetzt formt man klitzekleine Bällen und wirft die in kochendes Wasser/Brühe/in die heiße Pfanne.

  Kebaptscheta (Kebap)

Mein Lieblingsgericht aus Bulgarien. Ich habe 30 Jahre - mit Pausen natürlich - daran herumexperimentiert, Bulgaren gefragt ... Alles ohne Erfolg.

Die leckeren Grillwürste aus Hackfleisch haben aber ein ganz einfaches Geheimnis: Man nehme gemischtes Hack, würze es einfach mit ein wenig Salz und einem ordentlichen Schuss Kreuzkümmel. Hier darf es ruhig eine Prise mehr sein. Wie viel man mag, muss man ausprobieren. Auf jeden Fall muss man den Kreuzkümmelgeschmack hinterher wieder erkennen. Die Masse einen Tag ruhen lassen und dann Würste daraus formen.  Und grillen. Oder braten. Grill schmeckt besser.
Hackepeter tut es auch, der ist ausreichend vorgewürzt.


Moussaka (Mosak)

Hackfleisch (Das Hackfleisch in Öl anbraten und gut würzen mit Salz und Pfeffer. Zwiebeln und Knoblauch nach Geschmack dazugeben, Tomatenmark einrühren, mit Salz, Pfeffer, Zucker oder Honig, etwas Zimt, Oregano, Thymian und der gehackten Petersilie würzen. Eventuell mit Weißwein abschmecken.)
Zucchini und/oder Auberginen
(in Scheiben) (Braten: Die Zucchini/Auberginen mit der Schale in dicke Scheiben schneiden, beidseitig schön gleichmäßig salzen und etwa eine halbe Stunde so ziehen lassen, dass der Saft abtropfen kann (z. B. auf einem Rost). Die Scheiben abspülen, zwischen Küchenpapier auspressen. So lassen sich Auberginen schön knusprig braten, ohne zuviel Fett aufzusaugen.)
Oder: Auberginen/Zucchini in dicke Scheiben schneiden, auf ein Backblech legen, oben mit etwas Öl bepinseln. Im Backofen anbacken.
Kartoffeln (in Scheiben) 
In Lagen jeweils abwechselnd in einer Auflaufform schichten. Nach Geschmack würzen. Olivenöl, Zwiebeln, Tomaten, Salz, Pfeffer, Oregano, Thymian, Muskatnuss
Für die Soße:
Butter, Joghurt, Creme fraiche und saurer Sahne, Milch, verquirlte Eier
Eier und Sahne gut verrühren und ebenfalls mit Salz und Pfeffer und eventuelle anderen Gewürzen abschmecken. Die Soße mit einem Löffel über den Auflauf gießen und gut verteilen.
Alles im Backofen etwa eine Stunden garen.


 

  ...  Pasta

   
Makkaronisalat Gefüllte Makkaroni (Füllronis)

Das  ist etwas für ausgefallenes Servieren. Mehr ein Spaß.
Man kaufe schöne große (eifreie) Makkaronistücke, und koche sie sehr bissfest. Abspülen und ein wenig trocknen lassen. Und füllen. Womit? Zurechtgeschnittene weiche Käsesticks, zusammengerollten Schinken oder Stücken von Salamischeiben, gewürztes Tomatenmark aus der Tube (hineinpressen geht ganz leicht) oder mit einer Käsetube, Anchovistube usw. usw.
Mit kleinen Spießchen als Garnitur oder Appetitanreger inmitten von irgendwas Buntem servieren.

Mal ehrlich - wer hat denn schon mal solche liebevoll kreierten Köstlichkeiten bekommen?


Pasta  Gebratene Teigwaren a' la Woko! (Woteig)

Beim Chinesen gibt es  lecker gebratene Nudeln. Alle Versuche, das nachzuahmen, sind gescheitert. Herausgekommen sind aber interessante andere Geschmacksrichtungen.
1. Man koche Spagetti (o.a.) sehr bissfest. Abschrecken ist Pflicht.
2. In eine Pfanne klein geschnittene Zwiebeln, Champignons und ein wenig gesiebtes Maggi-Fix-China-Pfanne hinzugeben. Nach Belieben auch das gesiebte "Mehl". Eventuell winzig geschnetzeltes Fleisch. Braun braten mit Sonnenblumenöl.
3. Frische Sojasprossen und andere frische Keime hinzugeben. Nur kurz anbraten - die Keime müssen noch ein wenig knacken!
4.  Jetzt alles zusammen werfen und unter schwacher Hitze braten, wenden und ziehen lassen. Mit beliebigem Gewürz abschmecken ( Ich benutze Knorr Delikate Brühe und vor allem Ketjab-Manis/Süße Sojasoße, dazu meine Geheimmischung aus ca. 15 unterschiedlichen Gewürzen. Aber das will bestimmt niemand nachahmen)
TIPP: Ich habe es auch schon mit tiefgefrorenem Suppengemüse probiert. Natürlich anbraten! Das macht die ganze Geschichte bunt.

Persönlicher Wunschtipp für IBE: Makkaronisalat (Maksat)

Teigwaren ohne Ei kaufen. Am besten diese Makkaronischnipsel (auch gute Qualität gibt es ab 35 Cent je 500 Gramm). Bissfest kochen. Abspülen, abtropfen lassen, leicht würzen (Am besten Delikat von Knorr oder so etwas. Bei mir kommt ein Spezialgewürz aus knapp 15 verschiedenen Zutaten zum Einsatz, dessen wichtigste Komponente Kümmel ist. Eine Variante des Hackepetergewürzes. Aber davon auch nur wenig. Plus - das ist wie ein Naturgesetz - Knorr Delikate Brühe.)
Eine kleine Zwiebel schälen und fein würfeln. Rein in die geeignete Schale. Reichlich Mayonnaise dazu. Ich nehme ausschließlich  die von Livio.
Eier hart kochen - das können ruhig so an die fünf, sechs Stück für 500 Gramm Makkaroni sein. Lieber eins mehr. Schälen und Würfeln.
Wiener Würstchen (ja nicht kochen!) in Scheiben schneiden.
Alle Zutaten miteinander vermischen, ziehen lassen. Fertig.

(Dies ist ein Allerweltsrezept mit vielen Variationen - aber da mir meins am Besten schmeckt, gibt es auch nur das bei mir. Hier eingestellt auf besonderen Wunsch.)

PizzaPizzateig (Pitei)

Macht ihn wie ihr wollt, aber versucht doch einmal beim Fertigstellen 1. Olivenöl und 2. ausreichend Trockenkräuter italienisch zu verwenden.
Um Fertigmischungen sozusagen amerikanisch  luftig locker  werden zu lassen, gebe ich zusätzlich Backpulver und Trockenhefe dazu. Das Besondere sind die Trockenkräuter. Das macht kein Italiener - aber wir sind ja schlauer.

Aber jetzt kommt der zusätzliche Kick für Gourmets: Beim Mischen des Trockenteiges Kümmel  und roten Paprika hinzufügen.


 

 ...  Gefülltes

   
Restschalen der gefüllten Eier  Gefüllte Eier (Geier)

Partysnack für Cholesterinbewusste
Eier hart kochen, schälen, halbieren, Eigelb entfernen, Loch füllen mit unendlichen Variationen.
Dann einen Klecks Käse darüber und ab damit in die Mikrowelle, so lange, bis der Käse geschmolzen ist. Warm servieren.

Gefüllte Tomaten (Getom)

Eigentlich ein alter Hut. Aber manche Hüte verstauben und dann wirft man sie weg oder vergisst sie.
1. Variante: Halbieren, mit einem Löffel ausschälen und Mayo rein. Oder Tomatenpüree. Oder Frischkäse. Oder  irgendeine andere Mischung.
2. Variante: Halbieren, mit einem Löffel ausschälen und mit Käse füllen (am besten eignet sich Mozarella). Ab in den Herd und von oben überbacken. Gegen frische Kräuter wie Basilikum hat niemand was.. Im Gegenteil. Danach ein frisches Blatt obenauf gelegt und das Auge isst mit.

Gefüllte PilzeGefüllte Champignons (Gepigs)

Man nehme mittelgroße frische Champignons. Den Stiel herausbrechen. Füllen: Mit Allerlei wie Zwiebelwürfel, gehackten Kräutern, Kümmel oder Tomatenpüree - obenauf ein Stück Käse.  Vielleicht eine Prise Pfeffer und Universalgewürz. In der Pfanne schön nebeneinander schichten, Deckel drauf und warten, bis der Käse geschmolzen ist. Herd natürlich anschalten.

 

 ...  Fisch

FischFischpfanne (Pfafi)

Seelachsfilet, Suppengemüse, eine Dose Tomaten. (Für das Exclusive: Pfeffer, Knoblauch, Ingwer, Gouda)

Ein Löffelchen Öl und Gemüse in eine Pfanne werfen, aufgetaute Fischstücke darüber und obendrauf den zermatschten Inhalt der Tomatendose. Kein Wasser. Dazu ein wenig Gewürze nach Belieben. Ich nehme meist Knoblauchpulver und ein wenig frisch gemahlenen Pfeffer.

Exklusiv wird  es noch mit ein wenig gemahlene Ingwerwurzel. Aber da scheiden sich die Normalos von den Exoten. Besonders interessant wird es mit geraspeltem Gouda, wenn man es überbäckt.

Alles in die Röhre  oder auf den Herd mit Deckel darauf und fertig köcheln lassen. Kochzeit etwa zehn bis fünfzehn Minuten.

FischGebratener Hering (Gehe)

Es ist ein so einfaches Rezept, dass es, glaube ich, bald in Vergessenheit gerät. Der Tiefkühlwahn bietet ja eine Überfülle an Bequemlichkeit ...

Es war einmal, da konnte ich Fisch nicht ausstehen. Aber dann gab mir jemand folgendes zum Kosten:
Grünen Hering, gesäubert, in Mehl gewendet und in Öl knusprig in der Pfanne gebraten. Mehr ist da nicht.
Die Küche riecht dann zwar ein wenig, aber der Geschmack entschädigt für alles. Und die Gräten ... Ade!
Geht zusammen mit frischem Weißbrot, Kartoffeln, oder was man eben will ...
Gegen Zitrone, Dill oder alle anderen zusätzliche  Variationen ist nichts einzuwenden.


  Thunfischsalat (Tusal)

Man nehme:
Thunfisch aus der Dose - delikat gewürzt -, klein geschnittene Gewürzgurken, Kidneybohnen (natürlich gesäubert), Gemüsemais, gewürfelte Zwiebel, Salz und Pfeffer und mische das Ganze. Ein paar Spritzer Zitrone oder frische Petersilie runden das Ganze ab. Aber auch hier sind zusätzlichem Erfindergeist keine Grenzen gesetzt. Auf jeden Fall schmeckt das Ganze und sieht auch noch herrlich bunt aus.
Mahlzeit!

 

 ...  Suppen

Delikate Fleischballsuppe   (Deflup)

Man nehme Hackepeter und würze ihn wie gewohnt wie z.B. für Beefsteaks. Ei ist nicht notwendig.
Hinzu kommen jetzt getrocknete italienische oder französische Kräuteraber und eine Prise Kreuzkümmel (hat nichts mit Kümmel zu tun, heißt nur so, ist sehr geschmacksintensiv,  eine Rarität und meist nur in Biokostläden zu haben) - aber wirklich nur eine Prise, sonst verdirbt man alles.
Jetzt formt man klitzekleine Bällen und wirft die in kochendes Wasser/Brühe. Die Flüssigkeit nach Belieben würzen. Zum Schluss frisch gehackte Petersilie einstreuen und servieren.
Gourmettipp: Frische Champignons mitkochen. Für die Farbe roten Paprika einstreuen.

Weiße Suppe - Tarator (Tor)

Diese Geschichte ist ein original bulgarisches Rezept - auch nicht von mir veredelt, sondern nur aus drei verschiedenen Familienrezepten soweit verbessert, dass es ideal wird. Als Vorspeise in warmer Jahreszeit.
1. Naturjogurt
2. Knoblauch - Zehen  zerstoßen oder in winzige Stücke geschnipselt/Pulver tut es auch. Wer das nicht mag, lässt es weg.
3. Nüsse  oder Mandeln gerebbelt
4. Frische Gurken geraspelt
5. Dill
6. Einen Schluck Öl, Salz, Pfeffer
Die Mengen muss man selbst abschätzen und probieren. Ist aber ganz leicht..
Alles miteinander vermischen, kalt stellen.

Als Vorspeise servieren - gibt's in Deutschland fast kaum gar nicht.


 

 .... Salat  

  Thunfischsalat (Tusal)

Man nehme:
Thunfisch aus der Dose - delikat gewürzt -, klein geschnittene Gewürzgurken, Kidneybohnen (natürlich gesäubert), Gemüsemais, gewürfelte Zwiebel, Salz und Pfeffer und mische das Ganze. Ein paar Spritzer Zitrone oder frische Petersilie runden das Ganze ab. Aber auch hier sind zusätzlichem Erfindergeist keine Grenzen gesetzt. Auf jeden Fall schmeckt das Ganze und sieht auch noch herrlich bunt aus.
Mahlzeit!

  Bunter Fischsalat (Bufi)

Man nehme: Alles wie beim Thunfischsalat, ergänze den Thunfisch aber mit allerlei weiteren unterschiedlichen Fischsorten.
Ich habe es probiert mit Lachs, Matjes, Forelle, Brathering.
Inzwischen bin auch dazu übergegangen, unbehandelte Zitronenschalen hineinzurebbeln und Ingerstückchen und frischen Paprika beizugeben. Wer es noch kräftiger mag, der kann dann noch mit einer bunten Pfeffermischung abschmecken oder einen Spritzer Basamico beimengen. Auch ein paar Oliven (vielleicht mit Mandel gefüllt) wären nicht zu verachten
 

Tassensalat (Tasal)

Dieses Rezept stammt leider nicht von mir. Hat Manu Möser mal mitgeschleppt - und ich dachte - he, schon wieder dieser Kartoffelsalat. Weit gefehlt, das sah nur so aus (wegen der Apfelstücke) und geschmeckt hat es auch nach etwas ganz anderem. Aber diese Gourmeterfahrung muss jeder selber machen. (In Wirklichkeit, habe ich herausgefunden, stammt das Rezept aus Dr. Oetkers: "Rezepte nach Landfrauenart".  Da gibt es auch eins, das heißt: "Landfrauenauflauf" - Mahlzeit!)
Eins ist sicher - die es nicht kennen, fragen und wollen einen Nachschlag. Und das Rezept - oder sie haben tote Geschmackssinne.

Die Zutaten:
Sellerie (am Besten den aus dem Glas, in Streifchen), Fleischsalat, Ananas (aus der Büchse, gewürfelt), Gewürzgürkchen (klein schnipseln), Apfel (schälen und ebenfalls in Würfel verwandeln), Zwiebel (am Besten die roten).
Tassensalat heißt das deshalb, weil von jeder Zutat die gleiche Menge - etwa eine Tasse voll - genommen wird.

Es gibt eine Menge sinnvoller Abwandlungen. Mal heißt er Schichtsalat, mal wird er mit Matjes zubereitet - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.


Eingelegter Käse  Eingelegter Käse! (Eikäs)

Überall gibt es eingelegten Schafskäse (Feta)  im Glas.
Machen wir uns daran, dieses Rezept zu verbessern!
Man nehme Feta, Mozarella und Schnittkäse beliebiger Art und würfle das Ganze in ordentliche kleine Stückchen.  Jetzt Kräuter nach eigenem Geschmack dazu (frisch oder trocken; selbst normale oder getrocknete Zwiebel eignet sich. TIPP: Knoblauchpulver, Paprikapulver, frisch gemahlener Pfeffer). Mischen.
Ab in ein verschließbares Gefäß, Öl darüber, Deckel darauf, einen Tag (oder länger - das hält sich ...) warten. Fertig.
Das gibt es wieder nirgendwo - nur bei den Gourmets, die es ausprobieren.
Ich esse das immer heimlich nachts aus dem Kühlschrank. Wer es Gästen servieren will, der unterziehe sich der Mühe, vielleicht frischen Basilikum, Zitronenkraut oder Petersilie darüber zu streuen.

(Mit einem Anteil an Milch, Kaffeesahne, Schmand oder Sahne habe ich das Ganze noch nicht probiert. Wer so verwegen ist und es gut findet, der kann mir ja mal schreiben, wenn es gut oder schlecht war.)


 

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