Übersicht Vitamine
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Da offenbar alle Vitamine eine Aminogruppe enthielten, nannte man die neuen Stoffe
 "Vitamine" aus "Vita" (Leben) und "Amine".

Der radikale Verlust an Substanz ...

Lebensmittel

Mineralien/Vitamine

1985

1996

Der Verlust

Äpfel

Vitamin C

5 mg

1 mg

minus 80 %

Bananen

Calcium
Folsäure
Magnesium
Vitamin B 6

8 mg
23 mg
31 mg
330 mg

7 mg
3 mg
27 mg
22 mg

minus 12 %
minus 84 %
minus 13 %
minus 92 %

Bohnen

Calcium
Folsäure
Magnesium
Vitamin B6

56 mg
140 mg
26 mg
140 mg

34 mg
55 mg
22 mg
55 mg

minus 38 %
minus 61 %
minus 15 %
minus 61 %

Brokkoli

Calcium
Folsäure

103 mg
47 mg

33 mg
23 mg

minus 68 %
minus 52 %

Erdbeeren

Vitamin C

60 mg

13 mg

minus 67 %

Kartoffeln

Calcium

14 mg

4 mg

minus 70 %

Möhren

Calcium
Magnesium

37 mg
21 mg

31 mg
9 mg

minus 17 %
minus 57 %

Spinat

Magnesium
Vitamin B6

62 mg
200 mg

19 mg
82 mg

minus 68 %
minus 59 %

Quelle: Welt am Sonntag, Westfälische Nachrichten,
Untersuchungen: 1985: Pharmakonzern Geigy, 1996: Lebensmittellabor Karlsruhe/Sanatorium Oberthal
Die Einheiten wurden der besseren Übersicht alle in mg angegeben.

Außerdem entstehen:

Beim Säubern Gemüse und
Salat, Karotten
21 - 61% Vitaminverlust
63 - 71% Vitaminverlust
Beim Zerkleinern Obst-Gemüse 20 - 30% Vitaminverlust
Beim Kochen Kartoffeln 32% Vitaminverlust
Beim Lagern Salat bis zu 90% Vitaminverlust nach 3-4 Tagen

 

Sind natürliche Vitamine besser?
Wichtig ist primär die Ausgewogenheit der Mischung und eine hohe Bioverfügbarkeit. Und die tendiert bei den künstlichen
(Multi-) Vitaminen gegen Null.

Nährstoffe werden am Besten aufgenommen, wenn sie in pflanzliche Teile „eingebaut“ sind. Offenbar spielt dabei der physikalische Zustand (kolloidal) eine große Rolle. Zusätzlich haben die in Pflanzen immer vorhandenen Provitamine (Vorstufen) einen günstigen Einfluss auf die Verwertbarkeit (Resorption) der Nährstoffe.

Die wichtigsten Vitamine und Ihre Aufgaben.

Vitamin A und Beta-Karotin
Fängt freie Radikale und verringert das Krebsrisiko. Schützt die Haut vor UV-Strahlung. Die positive Wirkung des Vitamin A oder des Beta-Karotins bei Tumorerkrankungen ist durch Studien eindeutig bewiesen. Mikroskopische Untersuchungen zeigen, dass die Vitamin-A-Zufuhr Krebszellen wieder in den Normalzustand zurückführen kann. Vitamin A erhöht die Aktivität der Hauptabwehrzellen.
Problem: Eine finnische Studie an 30.000 Rauchern belegte, dass größere Mengen an Betacarotin vermehrt zu Lungenkrebs führen kann.
Hauptlieferanten: Tomaten, Möhren und alle intensiv grünen Gemüse wie Feldsalat, Spinat, Rosenkohl, Grünkohl, grüne Bohnen, Feldsalat, Leber, Milch,
Spirulina,,Ginseng

Vitamin B1
Wichtig für die Nerven und den Energiestoffwechsel.
Hauptlieferanten:  Vollkornbrot, Schweinefleisch, Geflügel, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Kartoffeln,
Spirulina,,Ginseng

Vitamin B2
Beteiligt am Fett-, Kohlehydrat- und Eiweißstoffwechsel. Kurbelt die Energieproduktion an. Unterstützt den Stoffwechsel im Auge.
Hauptlieferanten: Leber, Milch, Milchprodukte, Getreide, Fisch, Eier,
Spirulina,,Ginseng

Vitamin B6
Vor allem im Eiweißstoffwechsel aktiv, besänftigt die Nerven und stärkt das Immunsystem.
Hauptlieferanten: Fleisch, Fisch, Kohl, grüne Bohnen, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Bananen,
Spirulina,,Ginseng

Vitamin B12
Gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen. Der tägliche Bedarf an Vitamin B12 beträgt etwa 0,003 mg. Da der Körper in der Leber über erhebliche Reserven verfügt, führt eine fehlende Zufuhr von Vit. B12 beim Erwachsenen erst nach mehreren Jahren zu Mangelerscheinungen. Wichtig für Nervenfunktion und Bildung roter Blutkörperchen. Die Bioverfügbarkeit wird durch einige Faktoren behindert (Schwermetalle in der Nahrung, Alkohol,  Koffein, Abführmittel, Kalziummangel u. a.).
Hauptlieferanten: Fleisch, Leber, Niere, Milch, Eier, Sauerkraut,
Spirulina.

Cholin
Senkt hohe Blutfettwerte
Hauptlieferant: Sauerkraut

Folsäure
Reguliert einen Teil des Eiweißstoffwechsels, hat zentrale Bedeutung für Zellwachstum und Zellerneuerung.
Hauptlieferanten: Vollkornprodukte, roher Spinat, Endiviensalat, Leber, Sojabohnen, rote Beete,
Spirulina,,Ginseng.

Vitamin C
Spielt eine wesentliche Rolle bei der Bildung von Binde- und Stützgewebe, lässt daher Wunden besser heilen. Verbessert die Eisenaufnahme im Körper. Ist an der Produktion weißer Blutkörperchen beteiligt. Schützt die Zellen gegen Freie Radikale. Verringert das Krebsrisiko.
Hauptlieferanten: Obst, grünes Gemüse, rote Paprika, Tomaten, Kartoffeln,
Ginseng.

Vitamin D
Beeinflusst die Mineralisierung von Knoch und Zähnen.
Hauptlieferanten: Fisch, Fleisch, Pilze, Eier. Wird außerdem von der Haut bei Sonnenbestrahlung produziert.

Vitamin E
Verhindert, dass die ungesättigten Fettsäuren und andere empfindliche Substanzen im Körper durch Freie Radikale oxidieren. Schützt vor Arteriosklerose, verringert das Krebsrisiko. Zellschutz, Haut, Herzmuskelgefäße, Schleimhäute, Leberschutz. Ein Mangel an Vitamin E führt zur vermehrten Verklebung der Blutplättchen und zu einer Veränderung der Fließeigenschaften des Blutes. Bei gleichzeitigem Selenmangel führt ein Vitamin-E-Defizit zu einer verringerten Antikörperproduktion und zu einem erhöhten Krebsrisiko.
Hauptlieferanten: Pflanzenöle, Nüsse, Vollkornprodukte,
Spirulina,,Ginseng.

Biotin (Vitamin H)
Beteiligt an der Bildung von Fettsäuren und an der Energieproduktion.
Hauptlieferanten: Milch, Leber, Hülsenfrüchte, Champignon, Nüsse

Folsäure
Ist am Abbau und an der Bildung verschiedener Aminosäuren beteiligt, senkt Arterienverkalkung, wird für die Zellteilung und Zellneubildung benötigt und ist somit zum Beispiel für die Blutbildung von Bedeutung.
 Hauptlieferanten: Grünes Gemüse, Kohl, Nüsse, Hülsenfrüchte, Milch, Milchprodukte, Vollkornprodukte, Kartoffeln

Niacin
Ist am Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett beteiligt. Niacin kann vom Körper zum Teil selbst hergestellt werden.
Hauptlieferanten: Fleisch, Fisch, Innereien,
Spirulina,,Ginseng.

Pantothensäure
Für den gesamten Stoffwechsel wichtig. Hilft Fette und Kohlenhydrate abzubauen und essentielle Fettsäuren aufzubauen.
Hauptlieferanten: Muskelfleisch, Leber, Fisch, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte,
Spirulina,,Ginseng.

 

Mineralstoffe/Spurenelemente

Kalzium
Ist beteiligt am Aufbau von Knochen und Zähnen. Wichtig für die Blutgerinnung und die Muskelarbeit. Hilft Nervensignale zu übermitteln.
Hauptlieferanten: Milch, Joghurt, Käse,
Spirulina,,Ginseng..

.Eisen
Hilft, rote Blutkörperchen zu bilden, die den Körper mit Sauerstoff versorgen. Zuviel Eisen schädigt Organe wie Leber und Herz.
Zuviel schädigt die Leber. Vitamin C und Kupfer verbessern die Aufnahme von Eisen. Kaffee, Tee und auch Zink sind Eisenräuber.
Hauptlieferanten: Fleisch, Innereien, Wirsingkohl, Bohnen, Erbsen,
Spirulina,,Ginseng..

Jod
Verantwortlich für die Bildung der Schilddrüsenhormone. Die Bioverfügbarkeit des Jods in unserer Nahrung ist aufgrund ausgelaugter Böden stark gesunken.
Hauptlieferanten: Seefisch, Milch, Milchprodukte
,
Spirulina,,Ginseng..

Magnesium
Ist am Aufbau von Enzymen beteiligt, die den Energiestoffwechsel regeln. Magnesium ist ein wichtiges Element, das bei allen schnell ablaufenden energetischen Prozessen der Zelle benötigt wird. Baustoff für Knochen und Zähne. Steuert Muskel- und Nervenfunktionen. Magnesium aktiviert ungefähr 300 Enzyme im Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel. Magnesiummangel führt außerdem zur Inaktivität der Immunzellen und damit zum Zusammenbruch der körpereigenen Abwehr.
300 bis 400 Milligramm täglich sind möglich. Salz fördert die Ausscheidung des Minerals, Fett vermindert die Aufnahme um bis zu 40 Prozent, Alkohol spült Magnesium über die Niere aus. Zuviel Magnesium aber behindert den Kalziumhaushalt. Am Besten: Magnesium, Vitamin B6 - zum Beispiel aus Milch oder Bananen. Magnesium und Kalzium nicht zusammen einnehmen.

Hauptlieferanten: Vollkornprodukte, Kartoffeln, Milch, Milchprodukte, Fleisch, Geflügel,
Spirulina,,Ginseng..

Selen
Zerstört zusammen mit Vitamin E Freie Radikale. Schützt gegen Krebs und Herzinfarkt.
Während eines Lebens benötigen wir etwa zwei Gramm Selen. Die Tagesration liegt etwa bei 30 bis 70 Mikrogramm. Mehr als 800 Mikrogramm pro Tag können den Körper vergiften Ginseng..

Zink
Stimuliert das Immunsystem. Ist an der Synthese von Keratin beteiligt, das wir für Haut, Haare und Nägel brauchen. Mehr als 200 Enzyme benötigen Zink, um aktiviert zu werden.  Bis 10 Milligramm täglich reichen aus.
Hauptlieferanten: Rote Beete. Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Schalentiere,
Spirulina,,Ginseng..

Die Räuber von Vitaminen und Mineralstoffen
Alkohol:
Verhindert zum Teil die Aufnahme von Vitamin B1 und B2 .

Cola:
enthält Phosphor. Behindert die Kalziumaufnahme im Körper.

Koffein:
Behindert die Verwertung von B-Vitaminen, Kalium und Zink.